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FED: Zinssenkungserwartungen verschieben sich nach hinten


01.03.24 13:40
BNP Paribas

Paris (www.anleihencheck.de) - Seit seinem 3-Monats-Tief von knapp unter 1,07 Dollar Mitte Februar konnte sich der Euro ein wenig erholen, so die Analysten der BNP Paribas in ihrer aktuellen Ausgabe von "Märkte & Zertifikate weekly".

Ob daraus mehr werde, sei mit Zweifeln behaftet. Ein Grund: Während sich die Direktoriumsmitglieder der EZB weitgehend einig seien, dass die Zinsen in diesem Jahr gelockert würden, würden sich die Zinssenkungserwartungen der US-Notenbank FED immer weiter nach hinten verschieben. US-Zinsschritte im März oder Mai seien zwischenzeitlich recht unwahrscheinlich geworden. Als wahrscheinlichstes Szenario gelte laut dem FED-Watch Tool der CME mit aktuell 51,3 Prozent, dass die US-Leitzinsen erstmals im Juni um 25 Basispunkte gesenkt würden. Zugleich sei die Wahrscheinlichkeit, dass sie noch im Juni unverändert in der derzeitigen Spanne von 5,25 bis 5,50 Prozent belassen würden, von 22,9 Prozent in der letzten Woche auf zuletzt 39,6 Prozent gestiegen.

Auch die stärkere Konjunktur spreche für den Dollar. Im Schlussquartal 2023 sei das US-Bruttoinlandsprodukt vorläufigen Zahlen zufolge aufs Jahr hochgerechnet um 3,2 Prozent gestiegen. Zugleich habe die OECD ihre 2024er Wachstumsprognose für die Vereinigten Staaten Anfang Februar von 1,5 Prozent im November auf 2,1 Prozent nach oben korrigiert. Die Ökonomen hätten vor allem die gute Konsumlaune und den stabilen US-Arbeitsmarkt betont. Für die Eurozone rechne die Industriestaaten-Organisation hingegen nur mit einem kleinen BIP-Plus von 0,6 Prozent. (01.03.2024/alc/a/a)