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FED-Tapering-Spekulationen belasten den US-Dollar


19.02.14 15:06
Bankhaus Ellwanger & Geiger

Stuttgart (www.anleihencheck.de) - Noch haben die Marktteilnehmer Respekt vor der neuen Rekordmarke des DAX und halten sich mit Käufen merklich zurück, so die Analysten vom Bankhaus Ellwanger & Geiger.

Das habe zum einen an dem Feiertag in den USA, der den Handel auch in Europa fast zum Erliegen gebracht habe, zum anderen aber auch an eher moderaten, leicht enttäuschenden Wirtschaftsdaten sowohl in den USA als auch in Europa gelegen. Der ZEW-Indikator, der vor allem die Meinung von Finanzexperten repräsentiere, habe zwar die aktuelle Wirtschaftslage besser eingestuft, sehe aber den Ausblick weitaus weniger optimistisch als noch vor einem Monat. Hier dürften wohl die Turbulenzen um die Schwellenländer im Gefolge der Reduzierung der Anleihenkäufe der US-Zentralbank FED eine Rolle gespielt haben. Geopolitischen Risiken, wie die brisante Lage in der Ukraine oder der ungelöste Syrien-Konflikt, würden nach wie vor keine Rolle spielen.

Der Euro indessen habe nach einer vorübergehenden Schwächephase wieder seinen Jahresanfangsstand erreicht und profitiere von den wohl winterbedingt schwächeren US-Wirtschaftsdaten. Interessanterweise werde die Regierungskrise in Italien von den Devisenmärkten völlig ignoriert. Das Vertrauen in die EZB hinsichtlich der weiteren Krisenbewältigung sei nach wie vor unerschütterlich.

Erste Spekulationen, dass die FED ihre Tapering-Maßnahme etwas reduziere und nur noch 5 anstatt 10 Mrd. USD weniger Anleihen pro Monat kaufen wolle, würden den US-Dollar derzeit etwas schwächen. Dies dürfte aber verfrüht sein. Die neue FED-Chefin Yellen gelte zwar als Verfechterin einer lockeren Geldpolitik, dürfte aber in der ersten Sitzung nach der Ära Bernanke keine Abkehr vom Ende 2013 eingeschlagenen Weg einläuten. Insofern könne man von einem eher schwächeren Euro/Kurs in den nächsten Monaten ausgehen. (19.02.2014/alc/a/a)