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FED-Statement: Besser früher als später


30.10.14 10:59
MFS Investment Management

Boston (www.anleihencheck.de) - Das Statement der amerikanischen Notenbank (FED) vom 29. Oktober lässt nicht darauf schließen, dass die erste Zinserhöhung bis Juni 2015 vom Tisch wäre, so Erik S. Weisman, Ph. D., MFS Fixed-Income Portfolio-Manager bei MFS Investment Management.

Die Zinsen seien zuletzt aufgrund der Ängste vor einer Verlangsamung des globalen Wachstums, Disinflation auf breiter Front und geopolitischer Unsicherheiten gefallen. Sie würden aber einfach nicht die aktuellen Prognosen der FED widerspiegeln. Wenn man so wie Weisman davon ausgehe, dass die FED bereits im Juni 2015 mit Zinssteigerungen beginne, dann werde dieses Vorhaben sicher nicht vor den Meetings im Dezember dieses Jahres vollständig signalisiert. Mangels einer wesentlichen Verschlechterung der volkswirtschaftlichen oder finanziellen Bedingungen bereite das aktuelle Statement die Märkte auf eine weitere "Falken"-Führung während der nächsten FOMC-Sitzung vor.

In Weismans Augen müsse die FED die Zinsen eher früher als später erhöhen. Wir hatten eine sehr lange Periode mit negativen Realzinsen, was mit ziemlicher Sicherheit zu einer Fehlallokation von Ressourcen geführt hat, so die Experten von MFS Investment Management. Die Beschäftigungssituation verbessere sich und die Kapazitätsauslastung normalisiere sich zusehends. Die FED müsse langsam aber sicher die Bowle wegräumen ("Take away the punch bowl"), auch wenn die Party gerade erst zu beginnen scheine.

In nächster Zeit würden die Zinsen wahrscheinlich leicht ansteigen - besonders am kurzen Ende der Zinsstrukturkurve - da die Experten die Wahrscheinlichkeit als höher erachten würden, dass die FED Mitte 2015 mit Zinssteigerungen beginne. Zudem sehe es danach aus, dass dieses Umfeld der divergierenden Zentralbankmaßnahmen ein mehrjähriger Trend sei. (30.10.2014/alc/a/a)