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FED-Sitzung: Märkte preisen Anhebung der FED Funds Rate zu 100% ein


13.12.16 11:15
Allianz Global Investors

Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Wir erwarten, dass die US-Notenbank in dieser Woche eine Anhebung der FED Funds Rate um 25 Basispunkte verkünden wird, so Franck Dixmier, Globaler Anleihenchef bei Allianz Global Investors.

Die Märkte würden einen derartigen Schritt bereits zu 100 Prozent einpreisen. In ihrem Statement zur Zinsentscheidung werde die FED voraussichtlich dem Inflationsausblick besonderen Stellenwert einräumen. Auch wenn die jüngste Festigung des US-Dollar implizit für eine Straffung der monetären Bedingungen sorge, dürfte die Notenbank auf den Anstieg der Löhne, des Ölpreises und der Inflationserwartungen verweisen, um das Szenario eines Anstiegs der Kerninflation zu bekräftigen. Dies wiederum würde 2017 weitere Zinserhöhungsschritte rechtfertigen.

Wie werde die FED jedoch den steigenden Inflationserwartungen im Jahr 2017 begegnen? Auch wenn sich die Zinsprojektionen der FOMC-Mitglieder (die berühmten "FED Dots") bislang nicht als sehr verlässlicher Indikator erwiesen haben, könnten uns die neuen Vorhersagen einen ersten Hinweis geben, wohin 2017 die Reise geht, so die Experten von Allianz Global Investors. Die Erfahrung der letzten beiden Jahre lehre aber, dass diese Projektionen die Finanzmärkte wenig beeinflussen würden. Letztere seien bislang agnostisch hinsichtlich der Zinsprojektionen der FED-Mitglieder geblieben.

Hinzu kämen die Unsicherheit über den politischen Kurs der neuen US-Regierung unter Donald Trump. Bei der Aktualisierung ihrer Inflations- und Wachstumsprognosen könne es sich die FED nicht erlauben, etwas zu berücksichtigen, was bis heute nicht mehr als eine wirtschaftspolitische Absichtserklärung darstelle. Daher würden die Annahmen der Notenbank zu gegebener Zeit im Lichte des tatsächlichen Regierungsprogramms überprüft werden müssen. Aus diesem Grund sei es zurzeit wahrscheinlich, dass sich die von Janet Yellen am 14. Dezember zu erwartenden Äußerungen nur geringfügig die Finanzmärkte auswirken würden. (13.12.2016/alc/a/a)