Erweiterte Funktionen
FED-Protokolle signalisieren geringeres Tempo
19.08.22 15:41
BNP Paribas
Paris (www.anleihencheck.de) - Devisenhändler rund um den Globus markierten sich in dieser Woche das neueste Sitzungsprotokoll der US-Notenbank als wichtigstes Ereignis in ihren Kalendern, so die Analysten der BNP Paribas in ihrer aktuellen Ausgabe von "Märkte & Zertifikate weekly".
Darin habe die FED am Mittwochabend durchblicken lassen, dass sie im Kampf gegen die hohe Inflation das Tempo der Zinserhöhungen drosseln könnte. Üblicherweise würden solche Aussagen zumindest kurzfristig zu einer Schwächung des Dollar führen. Dennoch habe sich der Greenback zum Euro behaupten können - wohl auch, weil die wirtschaftliche Dynamik in den USA höher sei als diesseits des Atlantiks.
Hinzu komme, dass die FED bereits in den zurückliegenden Monaten einen deutlich strafferen geldpolitischen Kurs eingeschlagen habe. Während die FED 2022 den Leitzins in vier Schritten auf 2,25 bis 2,50 angehoben habe, habe die EZB den Schlüsselzins erst einmal erhöht - und zwar um 50 Basispunkte auf aktuell 0,5 Prozent. Dabei habe sich die Teuerung in der EU im Juli weiter auf 9,8 Prozent beschleunigt und abermals einen Rekordwert erreicht.
Zurückhaltend zeige sich die EZB auch deshalb, weil höhere Zinsen in hoch verschuldeten Mitgliedstaaten wie Italien eine neue Schuldenkrise in Europa auslösen könnten. Zu einer Wende in der Wechselkursdynamik zwischen Euro und Dollar könnte es vor allem dann kommen, wenn die US-Notenbank trotz der weiterhin hohen Inflation eine längere Pause einlegen würde. Doch allzu wahrscheinlich erscheine dieses Szenario derzeit nicht. (19.08.2022/alc/a/a)
Darin habe die FED am Mittwochabend durchblicken lassen, dass sie im Kampf gegen die hohe Inflation das Tempo der Zinserhöhungen drosseln könnte. Üblicherweise würden solche Aussagen zumindest kurzfristig zu einer Schwächung des Dollar führen. Dennoch habe sich der Greenback zum Euro behaupten können - wohl auch, weil die wirtschaftliche Dynamik in den USA höher sei als diesseits des Atlantiks.
Hinzu komme, dass die FED bereits in den zurückliegenden Monaten einen deutlich strafferen geldpolitischen Kurs eingeschlagen habe. Während die FED 2022 den Leitzins in vier Schritten auf 2,25 bis 2,50 angehoben habe, habe die EZB den Schlüsselzins erst einmal erhöht - und zwar um 50 Basispunkte auf aktuell 0,5 Prozent. Dabei habe sich die Teuerung in der EU im Juli weiter auf 9,8 Prozent beschleunigt und abermals einen Rekordwert erreicht.
Zurückhaltend zeige sich die EZB auch deshalb, weil höhere Zinsen in hoch verschuldeten Mitgliedstaaten wie Italien eine neue Schuldenkrise in Europa auslösen könnten. Zu einer Wende in der Wechselkursdynamik zwischen Euro und Dollar könnte es vor allem dann kommen, wenn die US-Notenbank trotz der weiterhin hohen Inflation eine längere Pause einlegen würde. Doch allzu wahrscheinlich erscheine dieses Szenario derzeit nicht. (19.08.2022/alc/a/a)


