Erweiterte Funktionen
FED: Powell bestätigt eine virtuelle Zinssenkung im Juni
02.05.24 15:00
Eric Sturdza Investments
Genf (www.anleihencheck.de) - Die Märkte konzentrieren sich aktuell auf Zinssenkungen, und nur auf Zinssenkungen. Das ist ein Fehler, denn der Werkzeugkasten einer Zentralbank enthält noch andere Instrumente, so Eric Vanraes, Head of Fixed Income bei Eric Sturdza Investments.
Das Quantitative Tightening (QT oder auch quantitative Straffung) sei ein alternatives Instrument zur Zinspolitik. Jerome Powell habe gestern das Auslaufen der quantitativen Straffung im Juni bestätigt und infolgedessen eine virtuelle Zinssenkung angekündigt.
Ab Juni werde die FED den Umfang ihrer Bilanz effektiv weiter verringern, allerdings in einem langsameren Tempo: 65 Milliarden US-Dollar pro Monat statt der angepeilten 95 Milliarden. Eine Reduzierung des QT um 35 Milliarden in den verbleibenden sieben Monaten des Jahres 2024 bedeute somit eine Differenz von 245 Milliarden in der Bilanzsumme Ende 2024. Dies sei eine klare, virtuelle Zinssenkung.
Die Rede von Jerome Powell lasse sich demnach in einem Wort zusammenfassen: Erleichterung! Die FED räume zwar ein, dass die Inflationsentwicklung nicht ihren Erwartungen entspreche, nachdem in den letzten Monaten keine Besserung eingetreten sei. Das sei aber kein Grund zur Sorge! Mindestens eine Zinssenkung sei in diesem Jahr noch wahrscheinlich. Und was noch wichtiger sei: Eine Zinserhöhung sei unwahrscheinlich.
Demnach würden die Zinssenkungen zwar aufgeschoben, aber nicht aufgehoben. Weniger Zinssenkungen im Jahr 2024 würden zudem mehr Zinssenkungen im Jahr 2025 bedeuten. (02.05.2024/alc/a/a)
Das Quantitative Tightening (QT oder auch quantitative Straffung) sei ein alternatives Instrument zur Zinspolitik. Jerome Powell habe gestern das Auslaufen der quantitativen Straffung im Juni bestätigt und infolgedessen eine virtuelle Zinssenkung angekündigt.
Die Rede von Jerome Powell lasse sich demnach in einem Wort zusammenfassen: Erleichterung! Die FED räume zwar ein, dass die Inflationsentwicklung nicht ihren Erwartungen entspreche, nachdem in den letzten Monaten keine Besserung eingetreten sei. Das sei aber kein Grund zur Sorge! Mindestens eine Zinssenkung sei in diesem Jahr noch wahrscheinlich. Und was noch wichtiger sei: Eine Zinserhöhung sei unwahrscheinlich.
Demnach würden die Zinssenkungen zwar aufgeschoben, aber nicht aufgehoben. Weniger Zinssenkungen im Jahr 2024 würden zudem mehr Zinssenkungen im Jahr 2025 bedeuten. (02.05.2024/alc/a/a)


