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FED: Positive Marktreaktionen auf Chefin-Aussagen vor Vertretern des Repräsentantenhauses
13.07.17 09:18
National-Bank AG
Essen (www.anleihencheck.de) - Die Reaktionen auf die Anhörung von Janet Yellen zur wirtschaftlichen Entwicklung vor Mitgliedern des Repräsentantenhauses fielen durchweg positiv aus, berichten die Analysten der National-Bank AG.
Sowohl Aktien- als auch Bondkurse hätten teils kräftig zulegen können, während sich der USD abgeschwächt habe. Die Reaktion der Investoren gestern sei insoweit bemerkenswert, da die zentralen Aussagen Yellens bereits seit Freitagnachmittag bekannt gewesen seien, denn die FED habe die Informationen, als zusätzliche Möglichkeit für die Volksvertreter sich vorzubereiten, vorab veröffentlicht. Wahrscheinlich hätten die Investoren vor allem auf die Aussage reagiert, wonach der "neutrale Zins" derzeit deutlich niedriger sei als im historischen Vergleich. Konkreter sei die FED-Chefin zu diesem Thema nicht geworden. Die Anleger würden jedoch glauben, dass es nun vielleicht weniger Leitzinsanhebungen geben werde. Man sollte jedoch bedenken, dass die aktuelle Obergrenze des FED Fund Target Rate bei 1,25% liege. Selbst wenn der neutrale Zins derzeit bei 2,5 bis 3% liegen würde, was im historischen Vergleich sehr niedrig sei, wäre es immer noch ein weiter Weg, was zwischen fünf und sieben Leitzinsanhebungen um 25 Bp erfordern würde, sodass mit Leitzinsanhebungen bis in das Jahr 2019 gerechnet werden müsse.
Außerdem habe sich an der grundsätzlichen Vorgehensweise der FED nichts geändert. Bilanzabbau und graduelle Leitzinsanhebungen würden vorgenommen. Auch die Einschätzung zur Teuerungsentwicklung sei gleich geblieben: Die Notenbankerin gehe davon aus, dass die aktuell geringe Dynamik auf temporäre Faktoren zurückzuführen sei. Danach dürfte es also weiterhin eine zusätzliche Leitzinsanhebung im laufenden Jahr geben.
Mit der Veröffentlichung der US-Erzeugerpreise werde es in Sachen Preisentwicklung Neuigkeiten geben. Gerade die Kernrate werde auf Jahresbasis einmal mehr um die Marke von 2% ausfallen, wie in den vergangenen Monaten. Die Investoren könnten gestern also gerade hinsichtlich der Einschätzung der FED-Politik etwas über das Ziel hinausgeschossen sein. Die FED-Chefin hätte heute in ihrem zweiten Auftritt vor Mitgliedern des Senats durchaus die Möglichkeit, hierbei korrigierend einzugreifen.
Das Beige Book habe gestern wenig neue Informationen geliefert. Die US-Wirtschaft befinde sich demnach bei regionalen Unterschieden im Aufschwung. Heute Morgen seien chinesische Außenhandelsdaten bekannt gegeben worden. Auf Jahresbasis seien sowohl Im- als auch Exporte erheblich angestiegen. Der erhebliche Anstieg der Importe dürfte vor allem auf die Rohstoffnachfrage zurückzuführen sein.
Abgesehen von dem zweiten Auftritt Yellens sollte die Aussagen von Lael Brainard Beachtung finden. Sofern sie sich überhaupt zu geldpolitischen Fragen äußere, werde sie ihre etwas vorsichtigere Haltung hinsichtlich des Leitzinspfades beibehalten, jedoch keinen Zweifel an der Notwendigkeit eines baldigen Beginns des Abbaus der Notenbankbilanz lassen. Die Preisdaten von verschiedenen Euroländer für den Juni würden dagegen kaum beachtet werden (final).
Einem wenig geänderten Start des Bund-Future (ISIN DE0009652644 / WKN 965264) stehe heute Morgen nichts entgegen. Die Emissionen aus Italien und Irland dürften jedoch Gewinne ebenso begrenzen wie die Aufstockung der 30-jährigen T-Bonds heute Abend. Im Tagesverlauf sollte er sich zwischen 160,80 und 162,05 bewegen. Die Rendite der 10-jährigen US-Treasuries sollte zwischen 2,26% und 2,37% schwanken. (13.07.2017/alc/a/a)
Sowohl Aktien- als auch Bondkurse hätten teils kräftig zulegen können, während sich der USD abgeschwächt habe. Die Reaktion der Investoren gestern sei insoweit bemerkenswert, da die zentralen Aussagen Yellens bereits seit Freitagnachmittag bekannt gewesen seien, denn die FED habe die Informationen, als zusätzliche Möglichkeit für die Volksvertreter sich vorzubereiten, vorab veröffentlicht. Wahrscheinlich hätten die Investoren vor allem auf die Aussage reagiert, wonach der "neutrale Zins" derzeit deutlich niedriger sei als im historischen Vergleich. Konkreter sei die FED-Chefin zu diesem Thema nicht geworden. Die Anleger würden jedoch glauben, dass es nun vielleicht weniger Leitzinsanhebungen geben werde. Man sollte jedoch bedenken, dass die aktuelle Obergrenze des FED Fund Target Rate bei 1,25% liege. Selbst wenn der neutrale Zins derzeit bei 2,5 bis 3% liegen würde, was im historischen Vergleich sehr niedrig sei, wäre es immer noch ein weiter Weg, was zwischen fünf und sieben Leitzinsanhebungen um 25 Bp erfordern würde, sodass mit Leitzinsanhebungen bis in das Jahr 2019 gerechnet werden müsse.
Außerdem habe sich an der grundsätzlichen Vorgehensweise der FED nichts geändert. Bilanzabbau und graduelle Leitzinsanhebungen würden vorgenommen. Auch die Einschätzung zur Teuerungsentwicklung sei gleich geblieben: Die Notenbankerin gehe davon aus, dass die aktuell geringe Dynamik auf temporäre Faktoren zurückzuführen sei. Danach dürfte es also weiterhin eine zusätzliche Leitzinsanhebung im laufenden Jahr geben.
Das Beige Book habe gestern wenig neue Informationen geliefert. Die US-Wirtschaft befinde sich demnach bei regionalen Unterschieden im Aufschwung. Heute Morgen seien chinesische Außenhandelsdaten bekannt gegeben worden. Auf Jahresbasis seien sowohl Im- als auch Exporte erheblich angestiegen. Der erhebliche Anstieg der Importe dürfte vor allem auf die Rohstoffnachfrage zurückzuführen sein.
Abgesehen von dem zweiten Auftritt Yellens sollte die Aussagen von Lael Brainard Beachtung finden. Sofern sie sich überhaupt zu geldpolitischen Fragen äußere, werde sie ihre etwas vorsichtigere Haltung hinsichtlich des Leitzinspfades beibehalten, jedoch keinen Zweifel an der Notwendigkeit eines baldigen Beginns des Abbaus der Notenbankbilanz lassen. Die Preisdaten von verschiedenen Euroländer für den Juni würden dagegen kaum beachtet werden (final).
Einem wenig geänderten Start des Bund-Future (ISIN DE0009652644 / WKN 965264) stehe heute Morgen nichts entgegen. Die Emissionen aus Italien und Irland dürften jedoch Gewinne ebenso begrenzen wie die Aufstockung der 30-jährigen T-Bonds heute Abend. Im Tagesverlauf sollte er sich zwischen 160,80 und 162,05 bewegen. Die Rendite der 10-jährigen US-Treasuries sollte zwischen 2,26% und 2,37% schwanken. (13.07.2017/alc/a/a)
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| Kurs | Vortag | Veränderung | Datum/Zeit | |
| 125,717 € | 125,3577 € | 0,3593 € | +0,29% | 01.01./01:00 |
| ISIN | WKN | Jahreshoch | Jahrestief | |
| DE0009652644 | 965264 | 131,95 € | 124,26 € | |


