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FED: Neue strategische Ausrichtung
28.08.25 11:00
MFS Investment Management
Boston (www.anleihencheck.de) - Die FED hat in Jackson Hole nicht nur signalisiert, dass sie die US-Leitzinsen im September höchstwahrscheinlich senken wird, sondern auch eine Erklärung zu den längerfristigen Zielen und Strategie ihrer Geldpolitik veröffentlicht, so Benoit Anne, Anleiheexperte bei MFS Investment Management.
Das sei eine sehr bedeutende Entwicklung, da neu definiert worden sei, auf welche Signale die FED zukünftig reagieren werde. Insbesondere das flexible durchschnittliche Inflationsziel (flexible average inflation target - kurz FAIT) sei abgeschafft worden. Damit würden wir zu dem vor Covid geltenden geldpolitischen Rahmen zur Inflationssteuerung zurückkehren.
Warum sei das wichtig? Weil die FED potenzielle Abweichungen von den Zielvorgaben unter den neuen politischen Rahmenbedingungen anders einschätzen werde. Es gebe keine Mittelwertbildung mehr. MFS Investment Management halte dies für sinnvoll, aber es bedeute auch, dass die FED unter bestimmten Umständen möglicherweise etwas reaktiver sein müsse.
Außerdem scheine die Bedeutung des Mandats zur Beobachtung des Arbeitsmarktes aufgewertet worden zu sein. Die FED habe schon immer ein duales Mandat gehabt, aber die bisherige Formulierung habe den Eindruck erweckt, dass die Inflation Vorrang haben könnte. Das sei nun nicht mehr der Fall. Dies sei insofern wichtig, als es die FED darin bestärken könnte, im Falle von weiter schwachen Arbeitsmarktdaten eine eher lockere geldpolitische Haltung einzunehmen. Um es klar zu sagen: Das sei alles sehr neu. Nur die Zeit und die Praxis würden uns zeigen, wie dieser neue geldpolitische Rahmen das Verhalten der FED verändern werde. (28.08.2025/alc/a/a)
Das sei eine sehr bedeutende Entwicklung, da neu definiert worden sei, auf welche Signale die FED zukünftig reagieren werde. Insbesondere das flexible durchschnittliche Inflationsziel (flexible average inflation target - kurz FAIT) sei abgeschafft worden. Damit würden wir zu dem vor Covid geltenden geldpolitischen Rahmen zur Inflationssteuerung zurückkehren.
Warum sei das wichtig? Weil die FED potenzielle Abweichungen von den Zielvorgaben unter den neuen politischen Rahmenbedingungen anders einschätzen werde. Es gebe keine Mittelwertbildung mehr. MFS Investment Management halte dies für sinnvoll, aber es bedeute auch, dass die FED unter bestimmten Umständen möglicherweise etwas reaktiver sein müsse.
Außerdem scheine die Bedeutung des Mandats zur Beobachtung des Arbeitsmarktes aufgewertet worden zu sein. Die FED habe schon immer ein duales Mandat gehabt, aber die bisherige Formulierung habe den Eindruck erweckt, dass die Inflation Vorrang haben könnte. Das sei nun nicht mehr der Fall. Dies sei insofern wichtig, als es die FED darin bestärken könnte, im Falle von weiter schwachen Arbeitsmarktdaten eine eher lockere geldpolitische Haltung einzunehmen. Um es klar zu sagen: Das sei alles sehr neu. Nur die Zeit und die Praxis würden uns zeigen, wie dieser neue geldpolitische Rahmen das Verhalten der FED verändern werde. (28.08.2025/alc/a/a)


