Eurozone: Kerninflation dürfte hartnäckig hoch bleiben


28.11.23 08:37
Postbank Research

Bonn (www.anleihencheck.de) - Wie der Makro Überraschungsindex für die Eurozone zeigt, liefern die in letzter Zeit veröffentlichten Konjunkturdaten gegenüber den Konsenserwartungen allmählich mehr positive Überraschungen, so die Analysten von Postbank Research.

Ein gewisser positiver Einfluss der sich verbessernden Wirtschaftsaktivität in China dürfte hier eine Rolle spielen. Die Analysten von Postbank Research würden daher davon ausgehen, dass die am Mittwoch zu veröffentlichenden Stimmungsindikatoren für die Volkswirtschaft, die Industrie, den Dienstleistungssektor und das Verbrauchervertrauen in der Eurozone weiterhin eine leichte Verbesserung aufweisen dürften.

Am Donnerstag würden die Inflationsdaten für November veröffentlicht. Nachdem die Gesamtinflation im Oktober von 4,3% auf 2,9% und die Kerninflation von 4,5% auf 4,2% zurückgegangen sei, würden die Analysten von Postbank Research erwarten, dass sich das Tempo des Rückgangs deutlich verlangsamen werde. Die Kerninflation dürfte hartnäckig hoch bleiben, da die jüngsten Rückgänge auf statistische Basiseffekte und Verzerrungen durch Anpassungen des zugrunde liegenden Warenkorbs zurückzuführen seien.

Es werde erwartet, dass sich die Wirtschaftsindikatoren weiterhin auf niedrigem Niveau stabilisieren würden. Der Rückgang der Inflation in der Eurozone dürfte sich hingegen wahrscheinlich verlangsamen. (Ausgabe vom 27.11.2023) (28.11.2023/alc/a/a)