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Europäische Hochzinsanleihen - Zeit für die Renditejagd
05.11.13 15:17
AllianceBernstein
London (www.anleihencheck.de) - "Momentan ist der optimale Zeitpunkt, um in Euro-Hochzinsanleihen zu investieren. Die Chancen sind sehr überzeugend", sagt Jorgen Kjaersgaard, Head of European Credit Portfolio Management und Fondsmanager bei ACMBernstein.
Gerade in der jetzigen frühen Phase der wirtschaftlichen Erholung würden diese Papiere ihre Stärken ausspielen können und gute Renditen ermöglichen. Nach Ansicht des Experten würden Hochzinsanleihen gerade jetzt eine optimale Lösung für das Spannungsfeld in Europa bieten.
Die Ökonomen von ACMBernstein würden davon ausgehen, dass die Wirtschaftsleistung im Euroraum 2013 um 0,4 Prozent zunehme. Im kommenden Jahr würden sie mit einem Sprung um 1,1 Prozent rechnen. "Es deutet immer mehr darauf hin, dass die wirtschaftliche Erholung in Europa Tritt fasst", kommentiere Jorgen Kjaersgaard die Prognose. Untersuchungen von ACMBernstein würden zeigen, dass europäische Unternehmensanleihen gerade in solch frühen Phasen des Aufschwungs attraktive Renditen im Rentenbereich abwerfen würden. Dafür würden auch die Fundamentaldaten sprechen.
Quer durch Europa würden viele Unternehmen gestärkte Bilanzen sowie steigende Cashflows zeigen. Eine direkte Folge dieser Entwicklung seien zurückgehende Ausfallraten bei den Anleihen. Während 2009 noch rund 7,7 Prozent der Schuldner ihren Verpflichtungen nicht mehr hätten nachkommen können, sei die so genannte "Default Rate" in den vergangenen drei Jahren in den Bereich von 1 bis 2,2 Prozent gefallen. "Wir glauben, dass die Fundamentaldaten der Unternehmen solide bleiben und erwarten bei anhaltendem globalen Wachstum weiterhin moderate Ausfallraten um die zwei Prozent für die nächsten Jahre", so Kjaersgaard.
Vor diesem Hintergrund überrasche die positive Entwicklung europäischer Hochzinsanleihen nicht. Ein anerkannter Gradmesser für dieses Segment sei der Barclays Pan-European High Yield Index. Er habe in den vergangenen drei Kalenderjahren auf annualisierter Basis durchschnittlich um mehr als ein Zehntel zugelegt. Trotz der gestiegenen Kurse werfe das Hochzins-Anlagesegment weiter attraktive Renditen ab. Per Ende Oktober habe der Barclays Pan-European High Yield Index eine Verzinsung von 8,4 Prozent gezeigt. Das sei sehr attraktiv im Vergleich zur Bundesanleihe (fünf Jahre), die in diesem Jahr einen leichten Verlust gemacht habe. "Mit einer vorsichtigen Wertpapierauswahl sollte auch über die kommenden drei Jahre eine Rendite von sechs bis acht Prozent möglich sein", glaube ACMBernstein-Experte Kjaersgaard.
Er mache jedoch keinen Hehl daraus, dass es angesichts der sich abzeichnenden wirtschaftlichen Erholung nicht dauerhaft bei rekordtiefen Zinsen bleiben dürfte. "Über kurz oder lang werden die Zinsen steigen, und Hochzinsanleihen sind in diesem Szenario vergleichsweise besser geschützt", sage Kjaersgaard. Ein Grund hierfür sei, dass bei Hochzinsanleihen ein größerer Teil des Ertrages vom Kreditrisiko und nicht vom Kapitalbindungsrisiko stamme. Die Duration sei trotzdem nicht außer Acht zu lassen. Momentan bewege sich die Haltedauer im Barclays Pan-European High Yield Index mit durchschnittlich 3,6 Jahren unter dem Barclays Corporate Credit Index mit einer Duration von 4,5 Jahren. Dazu Kjaersgaard: "Wir glauben, dass durch ein aktives Management die Kapitalbindungsdauer auf unter drei Jahre reduziert werden kann. Dadurch kann das Risiko, von steigenden Zinsen betroffen zu sein, noch weiter reduziert werden."
Der europäische Hochzinsanleihe-Markt sei bereits in der Vergangenheit dramatisch gewachsen und gereift. Mitte 2013 habe der Marktwert bei nahezu 215 Milliarden Euro gelegen, verglichen mit weniger als 100 Milliarden in 2010. Zurzeit würden sich rund 235 Emittenten im Markt befinden (2010 seien es weniger als 100 gewesen) und auch die Zusammensetzung habe sich verändert. Hätten 2007 noch sechs Prozent des Marktes aus Finanzwerten bestanden, seien es Ende 2012 bereits mehr als 25 Prozent gewesen. Zwar sei dieses Segment während der Euroschuldenkrise unter Druck geraten, die Experten von ACMBernstein würden jedoch auch hier noch einige finanziell solide Unternehmen identifizieren.
Trotz aller Chancen bringe das Hochzinssegment auch spezielle Risiken mit. Jorgen Kjaersgaard rate daher: "Anleger sollten besonders selektiv vorgehen." Der Experte sieht den Markt zusehends heterogen, die von den Emittenten erzielten Renditen und das Risiko unterscheiden sich mehr und mehr. "Was die Investoren nicht besitzen zählt mehr als das, was sie besitzen - deshalb ist die Analyse für die Entscheidungsfindung von zentraler Bedeutung." Es gelte vor allem Ausfälle zu verhindern.
Insbesondere bei Unternehmen mit der geringsten Bonität sei der Investment-Experte extrem wählerisch. 60 Prozent der Emittenten im Pan-European High Yield Index hätten die Bonitätsnote BB. Sollte der Markt drehen, würden diese Unternehmen einen Gegenwind spüren und mit Problemen in Ihrem Geschäftsmodell konfrontiert. "Selektivität ist deshalb das Zauberwort: Wir suchen nach Emittenten, die einem wirtschaftlichen Abschwung standhalten können und dabei entweder stabil bleiben oder sogar ihre Kreditwürdigkeit verbessern können", erkläre Kjaersgaard. (05.11.2013/alc/a/a)
Gerade in der jetzigen frühen Phase der wirtschaftlichen Erholung würden diese Papiere ihre Stärken ausspielen können und gute Renditen ermöglichen. Nach Ansicht des Experten würden Hochzinsanleihen gerade jetzt eine optimale Lösung für das Spannungsfeld in Europa bieten.
Die Ökonomen von ACMBernstein würden davon ausgehen, dass die Wirtschaftsleistung im Euroraum 2013 um 0,4 Prozent zunehme. Im kommenden Jahr würden sie mit einem Sprung um 1,1 Prozent rechnen. "Es deutet immer mehr darauf hin, dass die wirtschaftliche Erholung in Europa Tritt fasst", kommentiere Jorgen Kjaersgaard die Prognose. Untersuchungen von ACMBernstein würden zeigen, dass europäische Unternehmensanleihen gerade in solch frühen Phasen des Aufschwungs attraktive Renditen im Rentenbereich abwerfen würden. Dafür würden auch die Fundamentaldaten sprechen.
Quer durch Europa würden viele Unternehmen gestärkte Bilanzen sowie steigende Cashflows zeigen. Eine direkte Folge dieser Entwicklung seien zurückgehende Ausfallraten bei den Anleihen. Während 2009 noch rund 7,7 Prozent der Schuldner ihren Verpflichtungen nicht mehr hätten nachkommen können, sei die so genannte "Default Rate" in den vergangenen drei Jahren in den Bereich von 1 bis 2,2 Prozent gefallen. "Wir glauben, dass die Fundamentaldaten der Unternehmen solide bleiben und erwarten bei anhaltendem globalen Wachstum weiterhin moderate Ausfallraten um die zwei Prozent für die nächsten Jahre", so Kjaersgaard.
Er mache jedoch keinen Hehl daraus, dass es angesichts der sich abzeichnenden wirtschaftlichen Erholung nicht dauerhaft bei rekordtiefen Zinsen bleiben dürfte. "Über kurz oder lang werden die Zinsen steigen, und Hochzinsanleihen sind in diesem Szenario vergleichsweise besser geschützt", sage Kjaersgaard. Ein Grund hierfür sei, dass bei Hochzinsanleihen ein größerer Teil des Ertrages vom Kreditrisiko und nicht vom Kapitalbindungsrisiko stamme. Die Duration sei trotzdem nicht außer Acht zu lassen. Momentan bewege sich die Haltedauer im Barclays Pan-European High Yield Index mit durchschnittlich 3,6 Jahren unter dem Barclays Corporate Credit Index mit einer Duration von 4,5 Jahren. Dazu Kjaersgaard: "Wir glauben, dass durch ein aktives Management die Kapitalbindungsdauer auf unter drei Jahre reduziert werden kann. Dadurch kann das Risiko, von steigenden Zinsen betroffen zu sein, noch weiter reduziert werden."
Der europäische Hochzinsanleihe-Markt sei bereits in der Vergangenheit dramatisch gewachsen und gereift. Mitte 2013 habe der Marktwert bei nahezu 215 Milliarden Euro gelegen, verglichen mit weniger als 100 Milliarden in 2010. Zurzeit würden sich rund 235 Emittenten im Markt befinden (2010 seien es weniger als 100 gewesen) und auch die Zusammensetzung habe sich verändert. Hätten 2007 noch sechs Prozent des Marktes aus Finanzwerten bestanden, seien es Ende 2012 bereits mehr als 25 Prozent gewesen. Zwar sei dieses Segment während der Euroschuldenkrise unter Druck geraten, die Experten von ACMBernstein würden jedoch auch hier noch einige finanziell solide Unternehmen identifizieren.
Trotz aller Chancen bringe das Hochzinssegment auch spezielle Risiken mit. Jorgen Kjaersgaard rate daher: "Anleger sollten besonders selektiv vorgehen." Der Experte sieht den Markt zusehends heterogen, die von den Emittenten erzielten Renditen und das Risiko unterscheiden sich mehr und mehr. "Was die Investoren nicht besitzen zählt mehr als das, was sie besitzen - deshalb ist die Analyse für die Entscheidungsfindung von zentraler Bedeutung." Es gelte vor allem Ausfälle zu verhindern.
Insbesondere bei Unternehmen mit der geringsten Bonität sei der Investment-Experte extrem wählerisch. 60 Prozent der Emittenten im Pan-European High Yield Index hätten die Bonitätsnote BB. Sollte der Markt drehen, würden diese Unternehmen einen Gegenwind spüren und mit Problemen in Ihrem Geschäftsmodell konfrontiert. "Selektivität ist deshalb das Zauberwort: Wir suchen nach Emittenten, die einem wirtschaftlichen Abschwung standhalten können und dabei entweder stabil bleiben oder sogar ihre Kreditwürdigkeit verbessern können", erkläre Kjaersgaard. (05.11.2013/alc/a/a)


