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Entscheidung über EU-Chefposten - Anleihemärkte schauen genau hin
16.07.19 11:15
Deutsche Bank
Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Heute um 9 Uhr tritt Ursula von der Leyen vor das EU-Parlament, um ihre Kritiker zu überzeugen, berichtet die Deutsche Bank AG in einer aktuellen Ausgabe "MÄRKTE am Morgen".
Es werde eine Gratwanderung: Einerseits brauche sie jene, die eine harte Gangart gegenüber EU-kritischen Ländern wie Polen und Ungarn befürworten würden. Andererseits könnte sie auf genau deren Unterstützung angewiesen sein. 374 Stimmen brauche sie für eine Mehrheit, alles unter 400 wäre jedoch ein schwaches Mandat. Um 18 Uhr werde abgestimmt, das Ergebnis werde um 20 Uhr erwartet. Bei einem Nein wäre sie die erste designierte Kommissionspräsidentin, die vom Parlament abgelehnt worden sei. In diesem Fall drohe eine Lähmung der EU-Institutionen. Die Regierungschefs müssten sich dringend auf einen neuen Kompromisskandidaten einigen, um bis zum Brexit-Termin und zu den anstehenden Zollverhandlungen mit den USA handlungsfähig zu sein.
Die Zukunft Christine Lagardes als EZB-Präsidentin dürfte ebenfalls an der Wahl von der Leyens hängen. Die Anleihemärkte würden daher genau hinschauen und auch der Euro dürfte am Wahlausgang Interesse zeigen. (16.07.2019/alc/a/a)
Es werde eine Gratwanderung: Einerseits brauche sie jene, die eine harte Gangart gegenüber EU-kritischen Ländern wie Polen und Ungarn befürworten würden. Andererseits könnte sie auf genau deren Unterstützung angewiesen sein. 374 Stimmen brauche sie für eine Mehrheit, alles unter 400 wäre jedoch ein schwaches Mandat. Um 18 Uhr werde abgestimmt, das Ergebnis werde um 20 Uhr erwartet. Bei einem Nein wäre sie die erste designierte Kommissionspräsidentin, die vom Parlament abgelehnt worden sei. In diesem Fall drohe eine Lähmung der EU-Institutionen. Die Regierungschefs müssten sich dringend auf einen neuen Kompromisskandidaten einigen, um bis zum Brexit-Termin und zu den anstehenden Zollverhandlungen mit den USA handlungsfähig zu sein.
Die Zukunft Christine Lagardes als EZB-Präsidentin dürfte ebenfalls an der Wahl von der Leyens hängen. Die Anleihemärkte würden daher genau hinschauen und auch der Euro dürfte am Wahlausgang Interesse zeigen. (16.07.2019/alc/a/a)


