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Englands Zentralbank erneut ohne Prognose für Harten Brexit
02.08.19 10:45
Deutsche Bank
Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Gestern verblieb die Stimmung im Verarbeitenden Gewerbe des Vereinigten Königreichs erneut unter der Expansionsschwelle von 50 Punkten, berichtet die Deutsche Bank AG in einer aktuellen Ausgabe "MÄRKTE am Morgen".
Zwar habe die Stagnation bei 48,0 Punkten angedeutet, dass der Stimmungsverfall seinen Boden gefunden haben könnte, eine baldige Erholung sei jedoch nicht zu erwarten. Denn neben dem Brexit trage auch die globale Konjunkturverlangsamung ihren Teil zu den schlechten Aussichten für die britische Industrie bei. Dabei deute die Komponente für Auftragseingänge mit einem Wert von 46,5 Punkten darauf hin, dass die Güterexporte in den kommenden Monaten im Vorjahresvergleich um bis zu zwei Prozent zurückgehen könnten.
Im Hinblick auf die Möglichkeit eines Brexits im Oktober habe die Notenbank allerdings gestern in ihrer abwartenden Haltung verharrt und den Leitzins unverändert bei 0,75 Prozent belassen. Dabei gehe die Zentralbank weiterhin von einem weichen Brexit aus, für die Möglichkeit eines Austritts ohne Vertrag habe sie erneut keine Prognosen für BIP-Wachstum und Inflation geliefert. In Abwesenheit einer klaren geldpolitischen Richtung bleibe das Pfund Sterling vom Brexit dominiert, weshalb es seit Anfang Mai bereits über sieben Prozent gegenüber dem Euro abgewertet habe. (02.08.2019/alc/a/a)
Zwar habe die Stagnation bei 48,0 Punkten angedeutet, dass der Stimmungsverfall seinen Boden gefunden haben könnte, eine baldige Erholung sei jedoch nicht zu erwarten. Denn neben dem Brexit trage auch die globale Konjunkturverlangsamung ihren Teil zu den schlechten Aussichten für die britische Industrie bei. Dabei deute die Komponente für Auftragseingänge mit einem Wert von 46,5 Punkten darauf hin, dass die Güterexporte in den kommenden Monaten im Vorjahresvergleich um bis zu zwei Prozent zurückgehen könnten.
Im Hinblick auf die Möglichkeit eines Brexits im Oktober habe die Notenbank allerdings gestern in ihrer abwartenden Haltung verharrt und den Leitzins unverändert bei 0,75 Prozent belassen. Dabei gehe die Zentralbank weiterhin von einem weichen Brexit aus, für die Möglichkeit eines Austritts ohne Vertrag habe sie erneut keine Prognosen für BIP-Wachstum und Inflation geliefert. In Abwesenheit einer klaren geldpolitischen Richtung bleibe das Pfund Sterling vom Brexit dominiert, weshalb es seit Anfang Mai bereits über sieben Prozent gegenüber dem Euro abgewertet habe. (02.08.2019/alc/a/a)


