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Emerging Markets-Unternehmensanleihen trotzen US-Unsicherheit
29.04.25 08:30
Lazard Asset Management
Delaware (www.anleihencheck.de) - Trotz der großen Unsicherheit und der erhöhten Volatilität im Zusammenhang mit der US-Politik verzeichneten Unternehmensanleihen aus den Emerging Markets (EM) im ersten Quartal 2025 solide Gewinne, so die Experten von Lazard Asset Management.
Die Auswirkungen niedrigerer US-Staatsanleiherenditen hätten die Creditspread-Ausweitungen von EM-Unternehmensanleihen mehr als ausgeglichen und der Markt habe seit Jahresbeginn in US-Dollar gemessen um 2,4 Prozent zugelegt. Auch für den weiteren Jahresverlauf bleibe Denise Simon, Co-Head im Emerging Market Debt-Team bei Lazard Asset Management, für die Assetklasse und das Unternehmensanleihen-Segment konstruktiv gestimmt. Sie setze auf eine noch kritischere Emittenten-Auswahl und nutzt gezielt Chancen, die sich aus unverhältnismäßigen Kursbewegungen ergeben würden.
"Viele Einzelheiten der US-Außen- und Handelspolitik sind nach wie vor unklar und damit auch mögliche Auswirkungen auf andere Länder, einschließlich die Emerging Markets", sage Simon. "Wahrscheinlich erscheint jedoch, dass die jüngsten politischen Impulse zu einem langsameren globalen Wachstum und einer Neuordnung der Handelsbeziehungen führen werden." In diesem Umfeld böten Unternehmensanleihen ausgewählter Unternehmen aus den Emerging Markets nach wie vor angemessene Renditen.
"Bis wir wissen, wohin es mit der US-Politik geht, konzentrieren wir uns auf Emittenten mit soliden Fundamentaldaten, die in den wahrscheinlichsten Wirtschaftsszenarien weiterhin in der Lage sein werden, ihre Schulden leicht zu bedienen", sage Simon. Unternehmensanleihen aus Schwellenländern seien zwar der Marktvolatilität ausgesetzt, aber letztlich richte sich auf dem Anleihemarkt der Blick auf den Nennwert. "Das heißt, wenn sich eine Anleihe der Fälligkeit nähert, wird sich ihr Kurs dem Nennwert annähern, also dem Preis, zu dem sie zurückgezahlt wird, solange das Unternehmen zahlungsfähig bleibt", erläutere die Expertin.
Schwellenländer-Unternehmensanleihen seien ein großes und vielfältiges Universum. Anleger sollten die Fundamentaldaten ihrer Bestände regelmäßig unter verschiedenen Gesichtspunkten überprüfen und gegebenenfalls anpassen. Dazu würden die Widerstandfähigkeit der Schwellenländer gegenüber externen und internen Schocks, die Wachstumsdynamik der Sektoren und die Unternehmensbilanzen gehören. "Wir überprüfen unsere Portfolios regelmäßig nach diesen Kriterien, um Risiken gering zu halten, und halten gleichzeitig etwas Pulver bereit, um Chancen zu nutzen, die sich aus unverhältnismäßigen Kursbewegungen und relativen Bewertungsänderungen ergeben", erkläre Simon.
Die globalen Credit Spreads hätten zuletzt am unteren Ende der historischen Schwankungsbreite gelegen und dürften sich aufgrund der zunehmenden globalen Unsicherheit und der sich verschlechternden Wachstumsaussichten ausweiten. "Allerdings gibt es Emittenten, deren Anleihen trotz des schwierigen Umfelds Spielraum für Creditspread-Einengungen haben", halte Simon fest. "In Bezug auf die gesamte Assetklasse sind wir der Ansicht, dass die Renditen, die sich mit EM Corporate Bonds erwirtschaften lassen, auf Ein-Jahres-Sicht die kurzfristigen negativen Preisauswirkungen aufgrund von Spread-Ausweitungen mehr als ausgleichen werden."
Fazit: "Auch wenn das kurzfristige politische Umfeld sehr unsicher bleiben dürfte, glauben wir, dass wir uns in einer frühen Phase befinden, in der sich die Wachstumsdynamik von den USA auf den Rest der Welt verlagert", resümiere Simon. "Während das globale Umfeld aktuell komplex ist, scheinen sich die Schwellenländer aufgrund einer Kombination aus umsichtigem Handeln der jeweiligen Regierungen und multilateraler Unterstützung auf dem Weg zu verbesserten Fundamentaldaten zu befinden. Bei EM-Unternehmensanleihen legen wir weiterhin bewusst den Schwerpunkt auf Emittenten, die attraktive Renditen und robuste Bilanzen bieten. Die Auswirkungen der US-Politik auf die Schwellenländer dürften nicht einheitlich sein. Abhängig von Faktoren wie wirtschaftlicher Offenheit, Geldpolitik und Fundamentaldaten eröffnen sich gerade für aktiv-orientierte Anleger interessante Chancen." (29.04.2025/alc/a/a)
Die Auswirkungen niedrigerer US-Staatsanleiherenditen hätten die Creditspread-Ausweitungen von EM-Unternehmensanleihen mehr als ausgeglichen und der Markt habe seit Jahresbeginn in US-Dollar gemessen um 2,4 Prozent zugelegt. Auch für den weiteren Jahresverlauf bleibe Denise Simon, Co-Head im Emerging Market Debt-Team bei Lazard Asset Management, für die Assetklasse und das Unternehmensanleihen-Segment konstruktiv gestimmt. Sie setze auf eine noch kritischere Emittenten-Auswahl und nutzt gezielt Chancen, die sich aus unverhältnismäßigen Kursbewegungen ergeben würden.
"Viele Einzelheiten der US-Außen- und Handelspolitik sind nach wie vor unklar und damit auch mögliche Auswirkungen auf andere Länder, einschließlich die Emerging Markets", sage Simon. "Wahrscheinlich erscheint jedoch, dass die jüngsten politischen Impulse zu einem langsameren globalen Wachstum und einer Neuordnung der Handelsbeziehungen führen werden." In diesem Umfeld böten Unternehmensanleihen ausgewählter Unternehmen aus den Emerging Markets nach wie vor angemessene Renditen.
Schwellenländer-Unternehmensanleihen seien ein großes und vielfältiges Universum. Anleger sollten die Fundamentaldaten ihrer Bestände regelmäßig unter verschiedenen Gesichtspunkten überprüfen und gegebenenfalls anpassen. Dazu würden die Widerstandfähigkeit der Schwellenländer gegenüber externen und internen Schocks, die Wachstumsdynamik der Sektoren und die Unternehmensbilanzen gehören. "Wir überprüfen unsere Portfolios regelmäßig nach diesen Kriterien, um Risiken gering zu halten, und halten gleichzeitig etwas Pulver bereit, um Chancen zu nutzen, die sich aus unverhältnismäßigen Kursbewegungen und relativen Bewertungsänderungen ergeben", erkläre Simon.
Die globalen Credit Spreads hätten zuletzt am unteren Ende der historischen Schwankungsbreite gelegen und dürften sich aufgrund der zunehmenden globalen Unsicherheit und der sich verschlechternden Wachstumsaussichten ausweiten. "Allerdings gibt es Emittenten, deren Anleihen trotz des schwierigen Umfelds Spielraum für Creditspread-Einengungen haben", halte Simon fest. "In Bezug auf die gesamte Assetklasse sind wir der Ansicht, dass die Renditen, die sich mit EM Corporate Bonds erwirtschaften lassen, auf Ein-Jahres-Sicht die kurzfristigen negativen Preisauswirkungen aufgrund von Spread-Ausweitungen mehr als ausgleichen werden."
Fazit: "Auch wenn das kurzfristige politische Umfeld sehr unsicher bleiben dürfte, glauben wir, dass wir uns in einer frühen Phase befinden, in der sich die Wachstumsdynamik von den USA auf den Rest der Welt verlagert", resümiere Simon. "Während das globale Umfeld aktuell komplex ist, scheinen sich die Schwellenländer aufgrund einer Kombination aus umsichtigem Handeln der jeweiligen Regierungen und multilateraler Unterstützung auf dem Weg zu verbesserten Fundamentaldaten zu befinden. Bei EM-Unternehmensanleihen legen wir weiterhin bewusst den Schwerpunkt auf Emittenten, die attraktive Renditen und robuste Bilanzen bieten. Die Auswirkungen der US-Politik auf die Schwellenländer dürften nicht einheitlich sein. Abhängig von Faktoren wie wirtschaftlicher Offenheit, Geldpolitik und Fundamentaldaten eröffnen sich gerade für aktiv-orientierte Anleger interessante Chancen." (29.04.2025/alc/a/a)


