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Emerging Markets-Unternehmensanleihen: Konstruktiver Ausblick für 2025
18.02.25 10:37
Lazard Asset Management
Delaware (www.anleihencheck.de) - Unternehmensanleihen aus den Schwellenländern gaben im vierten Quartal 2024 vor dem Hintergrund höherer US-Staatsanleiherenditen leicht nach, so die Experten von Lazard Asset Management.
Obwohl der J.P. Morgan CEMBI Broad Diversified Index im vierten Quartal um 0,80% leichter geschlossen habe, habe er das Jahr bei 7,63% beendet. Für die weitere Entwicklung von Emerging Markets (EM)-Unternehmensanleihen im Jahr 2025 sei Denise Simon, Co-Head im Emerging Market Debt-Team bei Lazard Asset Management, weiterhin zuversichtlich. Das aktuelle Anlageumfeld biete insbesondere aktiven Investoren zahlreiche Chancen.
Für die Assetklasse spreche aus Sicht der Expertin, dass die Bilanzen vieler Unternehmen in den Schwellenländern nach wie vor solide, die Anleiherenditen im historischen Vergleich nach wie vor hoch und die Creditspreads von EM-Anleihen im Vergleich zu ihren Pendants aus den Industrieländern immer noch weit seien.
"Die Unsicherheit und die Volatilität bei den US-Staatsanleihekursen haben zwar zugenommen, da die US-Notenbank FED im Jahr 2025 vermutlich restriktiver agieren wird. Zinserhöhungen scheinen in naher Zukunft jedoch unwahrscheinlich, nachdem die FED in den letzten Jahren deutlich gestrafft hat", erkläre Simon.
Da der Carry heute viel höher sei als zu dem Zeitpunkt, als die Zentralbanken mit den Zinserhöhungen begonnen hätten, wären die Erträge auf Indexebene und Ein-Jahres-Sicht bei einem leichten Anstieg der Renditen, sei es durch die US-Zinsen oder die Creditspreads, positiv und könnten bei einem leichten Rückgang der Renditen im hohen einstelligen Bereich liegen.
Auswirkungen der US-Außen- und Handelspolitik
Auch die neue US-Regierung habe Veränderungen mit sich gebracht, die die Volatilität erhöhen und sich potenziell nachteilig auf einige Schwellenländer auswirken könnten. "Allerdings wird die Entwicklung vieler Schwellenländer eher von Faktoren beeinflusst, die ihren Ursprung innerhalb des eigenen Landes haben, als von der US-Politik", gebe Simon zu bedenken.
Einige Emerging Markets könnten von einer Verlagerung der Handelsbeziehungen profitieren. Gleichzeitig fänden sich in Ländern, die negativ von der Handelspolitik der neuen US-Regierung beeinflusst werden könnten, auch Emittenten, deren Geschäft nicht beeinträchtigt werde, deren Anleihekurse aber von Kurzschlussreaktionen betroffen seien.
Auf der technischen Seite dürfte das Verhältnis von Angebot und Nachfrage günstig bleiben, wobei der Bedarf an Anleihen geringer sei als in der Vergangenheit. Viele Unternehmen aus den Schwellenländern hätten ihre Laufzeiten bereits verlängert und die Investitionsausgaben seien niedrig, weshalb Simon mit einer begrenzten Emissionstätigkeit rechne.
Fazit: Abschließend halte Simon fest: "Innerhalb der Schwellenländermärkte gibt es immer eine gewisse Streuung und länderspezifische Volatilität, was gewisse Chancen mit sich bringt. Wir glauben, dass der Carry und die Volatilität im weiteren Verlauf des Jahres ein konstruktives Anlageumfeld für aktive Investoren bieten werden." (18.02.2025/alc/a/a)
Obwohl der J.P. Morgan CEMBI Broad Diversified Index im vierten Quartal um 0,80% leichter geschlossen habe, habe er das Jahr bei 7,63% beendet. Für die weitere Entwicklung von Emerging Markets (EM)-Unternehmensanleihen im Jahr 2025 sei Denise Simon, Co-Head im Emerging Market Debt-Team bei Lazard Asset Management, weiterhin zuversichtlich. Das aktuelle Anlageumfeld biete insbesondere aktiven Investoren zahlreiche Chancen.
Für die Assetklasse spreche aus Sicht der Expertin, dass die Bilanzen vieler Unternehmen in den Schwellenländern nach wie vor solide, die Anleiherenditen im historischen Vergleich nach wie vor hoch und die Creditspreads von EM-Anleihen im Vergleich zu ihren Pendants aus den Industrieländern immer noch weit seien.
"Die Unsicherheit und die Volatilität bei den US-Staatsanleihekursen haben zwar zugenommen, da die US-Notenbank FED im Jahr 2025 vermutlich restriktiver agieren wird. Zinserhöhungen scheinen in naher Zukunft jedoch unwahrscheinlich, nachdem die FED in den letzten Jahren deutlich gestrafft hat", erkläre Simon.
Auswirkungen der US-Außen- und Handelspolitik
Auch die neue US-Regierung habe Veränderungen mit sich gebracht, die die Volatilität erhöhen und sich potenziell nachteilig auf einige Schwellenländer auswirken könnten. "Allerdings wird die Entwicklung vieler Schwellenländer eher von Faktoren beeinflusst, die ihren Ursprung innerhalb des eigenen Landes haben, als von der US-Politik", gebe Simon zu bedenken.
Einige Emerging Markets könnten von einer Verlagerung der Handelsbeziehungen profitieren. Gleichzeitig fänden sich in Ländern, die negativ von der Handelspolitik der neuen US-Regierung beeinflusst werden könnten, auch Emittenten, deren Geschäft nicht beeinträchtigt werde, deren Anleihekurse aber von Kurzschlussreaktionen betroffen seien.
Auf der technischen Seite dürfte das Verhältnis von Angebot und Nachfrage günstig bleiben, wobei der Bedarf an Anleihen geringer sei als in der Vergangenheit. Viele Unternehmen aus den Schwellenländern hätten ihre Laufzeiten bereits verlängert und die Investitionsausgaben seien niedrig, weshalb Simon mit einer begrenzten Emissionstätigkeit rechne.
Fazit: Abschließend halte Simon fest: "Innerhalb der Schwellenländermärkte gibt es immer eine gewisse Streuung und länderspezifische Volatilität, was gewisse Chancen mit sich bringt. Wir glauben, dass der Carry und die Volatilität im weiteren Verlauf des Jahres ein konstruktives Anlageumfeld für aktive Investoren bieten werden." (18.02.2025/alc/a/a)


