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E.ON-Anleihe: Solides Investment mit magerer Rendite
24.11.11 10:16
Anleihencheck Research
Westerburg (anleihencheck.de) - Der Analyst Henning Wagener von Anleihencheck Research hält eine Anleihe (ISIN XS0408095387 / WKN ENAG0N) auf E.ON (ISIN DE000ENAG999 / WKN ENAG99) für ein solides Investment mit einer allerdings mageren Rendite.
E.ON zähle zu den weltweit führenden Stromproduzenten. Ende 2010 habe der Konzern über eine zurechenbare Kraftwerksleistung von annähernd 70 GW verfügt.
Das Hauptproblem der Gesellschaft sei derzeit allerdings der für Deutschland beschlossene Ausstieg aus der Atomenergie. Dies habe sich in den letzten Quartalsbilanzen deutlich negativ niedergeschlagen. Zwar habe der Umsatz in den ersten neun Monaten 2011 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 21 Prozent auf 77,51 Mrd. Euro verbessert werden können. Das Adjusted EBITDA habe sich gleichzeitig allerdings um 39 Prozent auf etwa 6,55 Mrd. Euro verringert. Der bereinigte Konzernüberschuss sei schließlich um 64 Prozent auf 1,59 Mrd. Euro gesunken.
Dabei hätten die vorzeitige Abschaltung deutscher Kernkraftwerke und die Kernbrennstoffsteuer das Ergebnis mit etwa 2,3 Mrd. Euro belastet. Gleichzeitig habe aber auch das Ergebnis im Gashandelsgeschäft wegen des nach wie vor anhaltenden Margendrucks um rund 0,8 Mrd. Euro unter dem Vorjahreswert gelegen. Zudem hätten auch in Großbritannien gestiegene Einkaufspreise im Vertriebsgeschäft sowie der Verkauf von Central Networks das Ergebnis gegenüber 2010 mit ca. 0,5 Mrd. Euro belastet.
Um die Belastungen besser abfedern zu können, habe der Konzern im August das Programm "E.ON 2.0" gestartet. In diesem Zusammenhang habe man sich zum Ziel gesetzt, für das Jahr 2015 die variablen Kosten auf 9,5 Mrd. Euro abzusenken. In diesem Zusammenhang wolle sich das Unternehmen auch von bis zu 11.000 Mitarbeitern trennen. Dabei seien auch betriebsbedingte Kündigungen nicht ausgeschlossen worden.
Grundsätzlich sei das Unternehmen hervorragend am Markt positioniert und werde daher nach Ansicht der Analysten von Anleihencheck Research auch die negativen Folgen des vorzeitigen Atomausstiegs in Deutschland verarbeiten können. Vor diesem Hintergrund sehe man in der oben angegebenen Anleihe ein solides Investment. Der Schein habe noch eine Laufzeit bis zum 19. Januar 2016 und sei mit einem Kupon von 5,50 Prozent ausgestattet. Beim gestrigen Schlusskurs von 112,15 Prozent liege damit die jährliche Rendite allerdings bei bescheidenen 2,4 Prozent. (24.11.2011/alc/a/a)
E.ON zähle zu den weltweit führenden Stromproduzenten. Ende 2010 habe der Konzern über eine zurechenbare Kraftwerksleistung von annähernd 70 GW verfügt.
Dabei hätten die vorzeitige Abschaltung deutscher Kernkraftwerke und die Kernbrennstoffsteuer das Ergebnis mit etwa 2,3 Mrd. Euro belastet. Gleichzeitig habe aber auch das Ergebnis im Gashandelsgeschäft wegen des nach wie vor anhaltenden Margendrucks um rund 0,8 Mrd. Euro unter dem Vorjahreswert gelegen. Zudem hätten auch in Großbritannien gestiegene Einkaufspreise im Vertriebsgeschäft sowie der Verkauf von Central Networks das Ergebnis gegenüber 2010 mit ca. 0,5 Mrd. Euro belastet.
Um die Belastungen besser abfedern zu können, habe der Konzern im August das Programm "E.ON 2.0" gestartet. In diesem Zusammenhang habe man sich zum Ziel gesetzt, für das Jahr 2015 die variablen Kosten auf 9,5 Mrd. Euro abzusenken. In diesem Zusammenhang wolle sich das Unternehmen auch von bis zu 11.000 Mitarbeitern trennen. Dabei seien auch betriebsbedingte Kündigungen nicht ausgeschlossen worden.
Grundsätzlich sei das Unternehmen hervorragend am Markt positioniert und werde daher nach Ansicht der Analysten von Anleihencheck Research auch die negativen Folgen des vorzeitigen Atomausstiegs in Deutschland verarbeiten können. Vor diesem Hintergrund sehe man in der oben angegebenen Anleihe ein solides Investment. Der Schein habe noch eine Laufzeit bis zum 19. Januar 2016 und sei mit einem Kupon von 5,50 Prozent ausgestattet. Beim gestrigen Schlusskurs von 112,15 Prozent liege damit die jährliche Rendite allerdings bei bescheidenen 2,4 Prozent. (24.11.2011/alc/a/a)
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