E.ON-Anleihe: Keine elektrisierende Rendite, dafür aber sicher


15.03.12 15:13
Anleihencheck Research

Westerburg (www.anleihencheck.de) - Der Analyst von Anleihencheck Research, Sven Krupp, hält die Anleihe (ISIN XS0322977223 / WKN A0TKED) des Versorgers E.ON (ISIN DE000ENAG999 / WKN ENAG99) für ein sehr sicheres Investment.

Die Anleihe, offizieller Emittent sei die hundertprozentige Tochtergesellschaft des Unternehmens, die E.ON International Finance B.V., werde durch die E.ON AG gesamtschuldnerisch garantiert. Die Anleihe sei mit einem Kupon von 5,50% ausgestattet, laufe noch bis zum 02.10.2017 und weise eine anlegerfreundliche Stückelung von 1.000 EUR auf. Bei einem aktuellen Kurs von 117,23 Euro biete die Anleihe eine jährliche Rendite von 2,13%. Das Rating für die Anleihe durch die Agentur Moody's laute "A3". Damit liege die Einstufung im mittleren Investment-Grade-Bereich.

E.ON sei eines der weltweit größten privaten Strom- und Gasunternehmen. Der Versorger möchte künftig vor allem außerhalb Europas weiter wachsen. Dafür sei die neue Einheit E.ON International Energy gegründet worden. Zudem solle der Bereich der Erneuerbaren Energien im Portfolio von E.ON nachhaltig ausgebaut werden, da der Konzern in diesem Wachstumsmarkt eine führende Rolle einnehmen möchte.

E.ON habe gestern Zahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr 2011 veröffentlicht. Obwohl ein Milliardenverlust (unbereinigt) gemeldet worden sei, habe die E.ON-Aktie zu den Spitzenreitern im DAX gezählt.

Denn viel wichtiger als Zahlen für 2011 sei der Ausblick gewesen und dieser sei durchaus positiv ausgefallen. So strebe die Unternehmensführung für 2012 ein EBITDA zwischen 9,6 und 10,2 Mrd. Euro sowie einen nachhaltigen Konzernüberschuss von 2,3 bis 2,7 Mrd. Euro an. Auch die Ankündigung einer Ausschüttung von 1,00 Euro je Aktie für 2011 habe für Erleichterung gesorgt, nachdem einige Marktteilnehmer hier schon eine drastische Kürzung befürchtet hätten. Für 2012 werde dann eine Steigerung um 10% auf 1,10 Euro je Aktie angestrebt.

E.ON dürfte nach dem schnellen Ausstieg aus der Atomenergie in Deutschland bereits in 2012 den Ergebnisturnaround vollziehen. Dies komme ein Jahr früher als erwartet. Neben einem stabilen Strom- und Gasgeschäft in den etablierten europäischen Industrieländern würden die Geschäfte in Osteuropa und der Bereich der Erneuerbaren Energien für zusätzliche Wachstumsfantasie sorgen. Ein Risikofaktor würden aber die möglichen Probleme bezüglich der Gaslieferverträge darstellen, allen voran mit Russland, wobei hier zuletzt mit der norwegischen Statoil (ISIN NO0010096985 / WKN 675213) ein guter Zuliefervertrag ausgehandelt worden sei.

Die deutschen Versorger scheinen nach Einschätzung der Anleihencheck Research die Trendwende vollzogen zu haben und wieder auf ihren stabilen Wachstumspfad zurückzukehren. Mit seinen Spar- und Veräußerungsprogrammen kommt der E.ON-Konzern planmäßig voran.

Für erzkonservative Anleger, die ein direktes Aktienengagement scheuen würden könnte die o.a. Anleihe von E.ON durchaus interessant sein, da die Rendite mit über 2% immerhin noch deutlich über der von Bundesanleihen und anderen Top-gerateten Staatsanleihen (auf EUR) liege. (Analyse vom 15.03.2012) (15.03.2012/alc/a/a)


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