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EZB zeigt sich besorgt
11.04.19 11:00
Deutsche Bank
Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Auf der Pressekonferenz nach der gestrigen EZB-Sitzung betonte Mario Draghi erneut die Abwärtsrisiken für die Eurozonenkonjunktur, so die Deutsche Bank AG in einer aktuellen Ausgabe "MÄRKTE am Morgen".
Derzeit stelle insbesondere Europas Industrie die Achillesferse der konjunkturellen Entwicklung dar. Der überraschend starke Anstieg der Industrieproduktion in Italien und Frankreich von 0,8 bzw. 0,4 Prozent im Februar gegenüber dem Vormonat habe gestern deshalb eine willkommene Erleichterung geliefert. Da sich Deutschlands Industrie momentan im stärksten Abschwung seit der Großen Rezession befinde, sei auch in beiden anderen großen Euro-Ländern mit einem deutlichen Rückgang gerechnet worden. Solange der Abschwung in Deutschland keinen Boden gefunden habe, sei allerdings nicht mit einer nachhaltigen Verbesserung der europäischen Konjunktur zu rechnen.
Auf der anderen Seite des Atlantiks hätten gestern die US-Inflationsdaten erneut den vorsichtigen Kurs der FED bestätigt. Dabei habe die geringer als erwartete Kerninflation von 0,1 Prozent im März erneut auf einen moderaten Inflationsdruck hingewiesen, was sich bereits letzten Freitag in einem unerwartet schwachen Lohnwachstum gezeigt habe. Dominiert worden sei der Wechselkurs des Dollar zum Euro gestern jedoch von Mario Draghis Kommentaren, die den Euro belastet hätten. Weder sei auf der EZB-Sitzung eine Staffelung des Einlagenzinses zur Entlastung europäischer Banken diskutiert worden, noch seien Details zu den geplanten Langfristtendern bekannt gegeben worden. Dafür habe Draghi erneut die schwachen Konjunkturdaten aus dem Euroraum betont. (11.04.2019/alc/a/a)
Derzeit stelle insbesondere Europas Industrie die Achillesferse der konjunkturellen Entwicklung dar. Der überraschend starke Anstieg der Industrieproduktion in Italien und Frankreich von 0,8 bzw. 0,4 Prozent im Februar gegenüber dem Vormonat habe gestern deshalb eine willkommene Erleichterung geliefert. Da sich Deutschlands Industrie momentan im stärksten Abschwung seit der Großen Rezession befinde, sei auch in beiden anderen großen Euro-Ländern mit einem deutlichen Rückgang gerechnet worden. Solange der Abschwung in Deutschland keinen Boden gefunden habe, sei allerdings nicht mit einer nachhaltigen Verbesserung der europäischen Konjunktur zu rechnen.
Auf der anderen Seite des Atlantiks hätten gestern die US-Inflationsdaten erneut den vorsichtigen Kurs der FED bestätigt. Dabei habe die geringer als erwartete Kerninflation von 0,1 Prozent im März erneut auf einen moderaten Inflationsdruck hingewiesen, was sich bereits letzten Freitag in einem unerwartet schwachen Lohnwachstum gezeigt habe. Dominiert worden sei der Wechselkurs des Dollar zum Euro gestern jedoch von Mario Draghis Kommentaren, die den Euro belastet hätten. Weder sei auf der EZB-Sitzung eine Staffelung des Einlagenzinses zur Entlastung europäischer Banken diskutiert worden, noch seien Details zu den geplanten Langfristtendern bekannt gegeben worden. Dafür habe Draghi erneut die schwachen Konjunkturdaten aus dem Euroraum betont. (11.04.2019/alc/a/a)


