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EZB unterschätzt Inflation, QE aber quasi wirkungslos
09.01.20 13:38
BANTLEON AG
Hannover (www.anleihencheck.de) - Die Währungshüter der EZB dürften 2020 von einem stärkeren Preisauftrieb als im Dezember 2019 projiziert überrascht werden und dies, obwohl wir die im September ergriffenen Maßnahmen mit Blick auf das Ziel, die Inflationsrate zu erhöhen, für nahezu wirkungslos halten, so Jörg Angelé, Senior Analyst Economic Research bei der BANTLEON AG.
Sie seien in den Augen der Experten der BANTLEON AG nicht mehr als hübsches Beiwerk zu einem ohnehin anziehenden Inflationstrend. Auch wenn der von den Experten prognostizierte Anstieg der Kerninflationsrate noch immer moderat ausfalle, stelle er ein erkennbares Ausscheren aus dem Seitwärtstrend der letzten Jahre dar.
Dies bleibe nicht ohne Konsequenz für die EZB-Politik: Eine nochmalige Leitzinssenkung sei nach Meinung der Experten der BANTLEON AG vom Tisch, da sich zusätzlich die jüngsten Anzeichen einer konjunkturellen Aufhellung verfestigen sollten. Darüber hinaus würden sie damit rechnen, dass im Verlauf dieses Jahres zunächst das noch immer vorhandene Easing Bias ("Zinsen noch längere Zeit auf dem aktuellen Niveau oder darunter") aufgehoben werde, bevor man sich im Herbst zu einer Beendigung des Anleihenkaufprogramms entschließen dürfte. An den Anleihenmärkten begännen spätestens dann Spekulationen über mögliche Zinsanhebungen im Jahr 2021. In der Folge sei von sinkenden Anleihenkursen und spiegelbildlich steigenden Renditen auszugehen. Inflationsindexierte Anleihen dürften angesichts der erwarteten Entwicklung der Teuerungsrate dabei weniger in Mitleidenschaft gezogen werden. Dies gelte umso mehr, als sich selbst der jüngste Anstieg der Inflationsrate am Markt noch nicht widerspiegele. (Ausgabe vom 07.01.2020) (09.01.2020/alc/a/a)
Sie seien in den Augen der Experten der BANTLEON AG nicht mehr als hübsches Beiwerk zu einem ohnehin anziehenden Inflationstrend. Auch wenn der von den Experten prognostizierte Anstieg der Kerninflationsrate noch immer moderat ausfalle, stelle er ein erkennbares Ausscheren aus dem Seitwärtstrend der letzten Jahre dar.
Dies bleibe nicht ohne Konsequenz für die EZB-Politik: Eine nochmalige Leitzinssenkung sei nach Meinung der Experten der BANTLEON AG vom Tisch, da sich zusätzlich die jüngsten Anzeichen einer konjunkturellen Aufhellung verfestigen sollten. Darüber hinaus würden sie damit rechnen, dass im Verlauf dieses Jahres zunächst das noch immer vorhandene Easing Bias ("Zinsen noch längere Zeit auf dem aktuellen Niveau oder darunter") aufgehoben werde, bevor man sich im Herbst zu einer Beendigung des Anleihenkaufprogramms entschließen dürfte. An den Anleihenmärkten begännen spätestens dann Spekulationen über mögliche Zinsanhebungen im Jahr 2021. In der Folge sei von sinkenden Anleihenkursen und spiegelbildlich steigenden Renditen auszugehen. Inflationsindexierte Anleihen dürften angesichts der erwarteten Entwicklung der Teuerungsrate dabei weniger in Mitleidenschaft gezogen werden. Dies gelte umso mehr, als sich selbst der jüngste Anstieg der Inflationsrate am Markt noch nicht widerspiegele. (Ausgabe vom 07.01.2020) (09.01.2020/alc/a/a)
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