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Die EZB lockert weiter
22.04.25 08:45
MFS Investment Management
Boston (www.anleihencheck.de) - Die Senkung der Leitzinsen durch die EZB um 25 Basispunkte auf 2,25 Prozent entspricht den Erwartungen, so Peter Goves, Head of Developed Market Debt Sovereign Research, bei MFS Investment Management.
Die Notenbank habe frühere Aussagen in Richtung einer möglichen Straffung der Zinspolitik zurückgenommen - auch indem Christine Lagarde darauf hingewiesen habe, dass wir uns nicht in einer Welt "frei von Schocks" befinden würden. Interessant sei ein ergänzender Absatz im EZB-Statement: Darin gehe es um Faktoren, die die Wachstumsaussichten belasten könnten, wie insbesondere Handelsspannungen. Diese geldpolitisch lockere Tonalität sei in der Pressekonferenz noch unterstrichen worden und habe wohl dazu beigetragen, dass seither die Renditen von Bundesanleihen sinken würden.
Die Verschlechterung der Aussichten für das Wirtschaftswachstum sei nach Ansicht von MFS Investment Management eine berechtigte Sorge, ebenso wie die Tatsache, dass wir uns in einem Umfeld erhöhter Unsicherheit bewegen würden. Die EZB sei angesichts dessen nun tatsächlich bereit und flexibel zu agieren.
Die Renditen europäischer Core-Staatsanleihen könnten und würden daher wahrscheinlich von diesen Faktoren gestützt werden. Mittelfristig dürfte die Renditekurve nach Ansicht von MFS Investment Management steiler werden. Bundesanleihen dürften auch aufgrund ihres Status als Zufluchtsort in Zeiten der Marktvolatilität weiterhin attraktiv bleiben. (22.04.2025/alc/a/a)
Die Notenbank habe frühere Aussagen in Richtung einer möglichen Straffung der Zinspolitik zurückgenommen - auch indem Christine Lagarde darauf hingewiesen habe, dass wir uns nicht in einer Welt "frei von Schocks" befinden würden. Interessant sei ein ergänzender Absatz im EZB-Statement: Darin gehe es um Faktoren, die die Wachstumsaussichten belasten könnten, wie insbesondere Handelsspannungen. Diese geldpolitisch lockere Tonalität sei in der Pressekonferenz noch unterstrichen worden und habe wohl dazu beigetragen, dass seither die Renditen von Bundesanleihen sinken würden.
Die Verschlechterung der Aussichten für das Wirtschaftswachstum sei nach Ansicht von MFS Investment Management eine berechtigte Sorge, ebenso wie die Tatsache, dass wir uns in einem Umfeld erhöhter Unsicherheit bewegen würden. Die EZB sei angesichts dessen nun tatsächlich bereit und flexibel zu agieren.
Die Renditen europäischer Core-Staatsanleihen könnten und würden daher wahrscheinlich von diesen Faktoren gestützt werden. Mittelfristig dürfte die Renditekurve nach Ansicht von MFS Investment Management steiler werden. Bundesanleihen dürften auch aufgrund ihres Status als Zufluchtsort in Zeiten der Marktvolatilität weiterhin attraktiv bleiben. (22.04.2025/alc/a/a)


