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EZB lässt Zinsen länger unverändert


07.06.19 10:45
Deutsche Bank

Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Mario Draghi fiel es in seiner gestrigen Pressekonferenz ungewöhnlich schwer, das Interesse der Aktien-, Renten- und Devisenhändler hochzuhalten, so die Deutsche Bank AG in einer aktuellen Ausgabe "MÄRKTE am Morgen".

Denn Donald Trump habe sich zeitgleich mit Emmanuel Macron getroffen. Die EZB-Entscheidung habe klar die zweite Geige gespielt. Dennoch hätten Marktteilnehmer nach den FED-Kommentaren der letzten Tage etwas mehr Unterstützung durch die EZB erwartet. Den Leitzins noch mindestens bis Ende der ersten Jahreshälfte 2020 unverändert zu belassen anstatt wie zuvor kommuniziert bis Ende 2019, habe nicht ausgereicht. Währenddessen würden jüngste Handelsdaten für April zeigen, dass das Handelsdefizit der USA - wie erwartet - etwas geringer ausgefallen sei. Aber nur, weil die Importe noch schneller zurückgegangen seien als die Exporte. Insgesamt sei das Defizit bei Waren auf 71,7 Mrd. US-Dollar gesunken, während der Überschuss bei den Dienstleistungen auf 20,9 Mrd. US-Dollar angestiegen sei.

Der Euro habe gestern zwischenzeitlich gegenüber dem Dollar um rund 0,7 Prozent aufgewertet, aber im weiteren Handelsverlauf wieder etwas davon abgegeben. (07.06.2019/alc/a/a)