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EZB könnte Zinsen vor USA senken
12.04.24 09:37
Janus Henderson Investors
London (www.anleihencheck.de) - Am 10. April 2024 sorgte der US-Verbraucherpreisindex für eine negative Überraschung und dämpfte die Markterwartungen hinsichtlich Anzahl und Zeitpunkt der US-Zinssenkungen, so Nick Sheridan, Portfolio Manager, European Equities Team bei Janus Henderson Investors.
Die EZB habe in ihrer Ankündigung vom 11. April 2024 die Zinssätze konstant gehalten, aber eingeräumt, dass die Inflation rückläufig sei. Obwohl sehr verklausuliert, würden die Äußerungen von EZB-Präsidentin Christine Lagarde vom 11. April 2024 die Märkte glauben lassen, dass die europäischen Zinssätze im Laufe des Sommers sinken könnten. Damit steige die Wahrscheinlichkeit, dass die EZB die Zinssätze noch vor der Federal Reserve senken werde.
Das letzte Mal, als sich die EZB und die FED in unterschiedliche Richtungen bewegt hätten, sei im März 2016 gewesen. Damals seien die Zinsen in Europa gesenkt worden, während sie in den USA zu steigen begonnen hätten. Die wahrscheinlichen Auswirkungen solcher Zinssenkungen seien ein schwächerer Euro gegenüber dem US-Dollar und ein Anstieg der Ölpreise (in US-Dollar), was die Inflation anheizen würde - für die EZB also immer noch ein Balanceakt, den sie meistern müsse. (Ausgabe vom 11.04.2024) (12.04.2024/alc/a/a)
Die EZB habe in ihrer Ankündigung vom 11. April 2024 die Zinssätze konstant gehalten, aber eingeräumt, dass die Inflation rückläufig sei. Obwohl sehr verklausuliert, würden die Äußerungen von EZB-Präsidentin Christine Lagarde vom 11. April 2024 die Märkte glauben lassen, dass die europäischen Zinssätze im Laufe des Sommers sinken könnten. Damit steige die Wahrscheinlichkeit, dass die EZB die Zinssätze noch vor der Federal Reserve senken werde.
Das letzte Mal, als sich die EZB und die FED in unterschiedliche Richtungen bewegt hätten, sei im März 2016 gewesen. Damals seien die Zinsen in Europa gesenkt worden, während sie in den USA zu steigen begonnen hätten. Die wahrscheinlichen Auswirkungen solcher Zinssenkungen seien ein schwächerer Euro gegenüber dem US-Dollar und ein Anstieg der Ölpreise (in US-Dollar), was die Inflation anheizen würde - für die EZB also immer noch ein Balanceakt, den sie meistern müsse. (Ausgabe vom 11.04.2024) (12.04.2024/alc/a/a)


