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EZB folgt der Politik
16.07.12 11:12
Nordea
Stockholm (www.anleihencheck.de) - Die Erwartungen waren gering, doch die Politiker erreichten beim letzten EU-Gipfel tatsächlich mehr, als man erhofft hatte, besonders in Bezug auf die Schaffung einer gemeinsamen Aufsichtsbehörde für das Bankenwesen, so die die Analysten der Nordea Bank S.A.
Die Risikobereitschaft an den Märkten habe dadurch zunächst zugenommen. Die Details seien indes noch unklar, und fundamental habe sich nichts geändert. Da die zukunftsgerichteten Indikatoren in Europa nach wie vor auf eine Schrumpfung der Wirtschaft hindeuten würden, würden die Märkte nach mehr geldpolitischen Anreizen rufen.
Angesichts der nun von den Politikern unternommenen Schritte und der seit Mai sinkenden Inflationserwartungen habe die EZB bei ihrer letzten Sitzung eine allgemein erwartete Zinssenkung beschlossen. Diese sei von historischer Bedeutung, denn der Leitzinssatz der EZB liege nun zum ersten Mal überhaupt unter 1% bei 0,75% und der Einlagensatz auf dem historischen Tiefstand von 0%. Das sei zwar ein psychologisch wichtiger Schritt der EZB, dennoch erwarte man, dass der Zyklus aus "Hoffnung - Erleichterung - Enttäuschung" noch lange fortdauern werde. Die effektive Umsetzung von Reformen brauche Zeit, und das bedeute eine weiterhin hohe Volatilität der Zinssätze, wobei die Renditen ihre früheren Rekordtiefs erreichen könnten, während die kurzfristigen Zinsen länger niedrig bleiben würden, als bislang erwartet.
Den Zinsvorteil dänischer Hypothekenanleihen im Vergleich zu "sichereren" europäischen Staatsanleihen halte man weiterhin für sehr attraktiv. Nun, fünf Wochen vor dem Ende des nächsten Zeitraums für eine vorzeitige Rückzahlung, sei eine starke Aktivität zu verzeichnen. Erwartungen zufolge dürften die vorzeitigen Rückzahlungen bei den 30-jährigen 5%-Anleihen besonders hoch sein. Daher würden die Analysten den 30-jährigen Anleihen mit 4%-Coupon den Vorzug gegenüber den 5%-Anleihen geben.
Bei der Vermögensaufteilung seien die Analysten in Anleihen neutral und in Bezug auf die Duration leicht übergewichtet. In dänischen Hypothekenanleihen und Schwellenmarktanleihen seien sie übergewichtet, in europäischen Staatsanleihen untergewichtet und in Unternehmensanleihen neutral gewichtet. (Ausgabe Juli 2012) (16.07.2012/alc/a/a)
Die Risikobereitschaft an den Märkten habe dadurch zunächst zugenommen. Die Details seien indes noch unklar, und fundamental habe sich nichts geändert. Da die zukunftsgerichteten Indikatoren in Europa nach wie vor auf eine Schrumpfung der Wirtschaft hindeuten würden, würden die Märkte nach mehr geldpolitischen Anreizen rufen.
Den Zinsvorteil dänischer Hypothekenanleihen im Vergleich zu "sichereren" europäischen Staatsanleihen halte man weiterhin für sehr attraktiv. Nun, fünf Wochen vor dem Ende des nächsten Zeitraums für eine vorzeitige Rückzahlung, sei eine starke Aktivität zu verzeichnen. Erwartungen zufolge dürften die vorzeitigen Rückzahlungen bei den 30-jährigen 5%-Anleihen besonders hoch sein. Daher würden die Analysten den 30-jährigen Anleihen mit 4%-Coupon den Vorzug gegenüber den 5%-Anleihen geben.
Bei der Vermögensaufteilung seien die Analysten in Anleihen neutral und in Bezug auf die Duration leicht übergewichtet. In dänischen Hypothekenanleihen und Schwellenmarktanleihen seien sie übergewichtet, in europäischen Staatsanleihen untergewichtet und in Unternehmensanleihen neutral gewichtet. (Ausgabe Juli 2012) (16.07.2012/alc/a/a)


