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EZB erwägt Ende der Dividendensperre für Banken


24.06.21 12:00
FONDS professionell

Wien (www.anleihencheck.de) - Die Währungshüter hatten Banken aufgrund der Krise zu Sparsamkeit ermahnt, so die Experten von "FONDS professionell".

Im Zuge der wirtschaftlichen Erholung könnte die EZB die Beschränkungen nun aufheben.

Die Coronakrise steuere langsam, aber sicher auf ein Ende zu, die Wirtschaft erhole sich von mehr als einem Jahr voller Lockdowns, Kontaktbeschränkungen und öffentlichem Leben auf Sparflamme. Das könnte auch den Bank-Aktionären zugutekommen. Im vergangenen Jahr habe die Europäische Zentralbank (EZB) aufgrund der Pandemie und der sich dadurch anbahnenden wirtschaftlichen Krise Geldhäuser in ganz Europa dazu aufgerufen, von Dividendenzahlungen abzusehen. Die Empfehlungen der EZB seien zwar wegen der fehlenden Rechtsgrundlage nicht bindend, sie würden für die Banken trotzdem einem Verbot gleichen. Nun könnten diese Beschränkungen allerdings wegfallen.

Ende vergangenen Jahres habe es bereits die erste Lockerung gegeben: Die Geldhäuser sollten, wenn sie nicht bis September 2021 auf Dividendenzahlungen und Aktienrückkäufe verzichten wollten, diese limitieren. Eine Entscheidung darüber, die Dividendensperre nun vollständig aufzuheben, wolle die EZB am 23. Juli treffen, berichte die "Wirtschaftswoche".

Mit Blick auf die wirtschaftliche Erholung habe Luis de Guindos, Vize-Präsident der EZB, bezüglich der Beschränkungen gesagt: "Wenn von uns vorhergesagte Tempo anhält, könnte diese Empfehlung früher oder später verschwinden." Finanzinstitute, die Dividenden an ihre Aktionäre zahlen oder Aktien zurückerwerben wollten, müssten laut EZB profitabel sein und eine robuste Kapitalentwicklung aufweisen. (24.06.2021/alc/a/a)