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EZB dürfte ihre Zinshaltung im Sommer ändern
18.05.12 13:07
Nordea
Stockholm (www.anleihencheck.de) - Nach den letzten schwachen PMI-Daten aus dem Euroraum, die für das Verarbeitende Gewerbe von 48,4 im März auf 46,3 im April nachgaben, und dem deutlichen Ölpreisrückgang in den letzten Wochen (um 7 bis 8%) erwarten die Analysten der Nordea Bank S.A., dass die Inflation früher wieder auf 2% sinkt, als die Europäische Zentralbank derzeit prognostiziert.
Nach Erachten der Analysten steige dadurch die Wahrscheinlichkeit weiterer Zinssenkungen im Euroraum im Jahr 2012, wahrscheinlich im Sommer. Die politische Lage habe sich nach den jüngsten Wahlen in Griechenland und Frankreich angespannt, die ein klares Signal ausgesandt hätten, dass die Menschen nicht mehr bereit seien, eine Politik zu akzeptierten, die den Schwerpunkt auf Sparmaßnahmen ohne eine Wachstumskomponente lege.
Das könnte die EU dazu zwingen, die von ihr zur Bewältigung der europäischen Schuldenkrise bislang verfolgte Strategie zu überdenken. Trotz der neuen Impulse, die diesbezüglich vom neu gewählten französischen Staatspräsidenten, dem Sozialisten François Hollande, erwartet würden, brauche die Umsetzung von Wachstumsinitiativen, so sie denn angenommen würden, Zeit. Außerdem würden sie erst mittelfristig Früchte tragen. Das stütze die Erwartung der Analysten, dass die EZB in den nächsten Monaten die Zinsen senken dürfte.
Da die Anleihenrenditen in den Kernmärkten in den letzten Monaten massiv nachgegeben hätten und auch die Renditen 10-jähriger deutscher Bundesanleihen auf neue Tiefstände gesunken seien, hätten die Analysten nach alternativen Anlagen gesucht, um abseits der Kernmärkte in Staatsanleihen mit höherer Rendite zu diversifizieren. Die Analysten hätten daher beschlossen, das Engagement in Schwellenländern zu erhöhen. Dazu hätten sie eine Position in einem gut diversifizierten Anleihefonds gekauft, um eine höhere Rendite zu erzielen, ohne das Gesamtrisiko in ihren Portfolios zu erhöhen.
Bei der Vermögensaufteilung hätten die Analysten festverzinsliche Wertpapiere leicht übergewichtet erhöht und seien bei der Duration neutral. Dabei seien dänische Hypothekenanleihen übergewichtet, Staatsanleihen untergewichtet und Unternehmensanleihen neutral gewichtet. (Ausgabe Mai 2012) (18.05.2012/alc/a/a)
Nach Erachten der Analysten steige dadurch die Wahrscheinlichkeit weiterer Zinssenkungen im Euroraum im Jahr 2012, wahrscheinlich im Sommer. Die politische Lage habe sich nach den jüngsten Wahlen in Griechenland und Frankreich angespannt, die ein klares Signal ausgesandt hätten, dass die Menschen nicht mehr bereit seien, eine Politik zu akzeptierten, die den Schwerpunkt auf Sparmaßnahmen ohne eine Wachstumskomponente lege.
Da die Anleihenrenditen in den Kernmärkten in den letzten Monaten massiv nachgegeben hätten und auch die Renditen 10-jähriger deutscher Bundesanleihen auf neue Tiefstände gesunken seien, hätten die Analysten nach alternativen Anlagen gesucht, um abseits der Kernmärkte in Staatsanleihen mit höherer Rendite zu diversifizieren. Die Analysten hätten daher beschlossen, das Engagement in Schwellenländern zu erhöhen. Dazu hätten sie eine Position in einem gut diversifizierten Anleihefonds gekauft, um eine höhere Rendite zu erzielen, ohne das Gesamtrisiko in ihren Portfolios zu erhöhen.
Bei der Vermögensaufteilung hätten die Analysten festverzinsliche Wertpapiere leicht übergewichtet erhöht und seien bei der Duration neutral. Dabei seien dänische Hypothekenanleihen übergewichtet, Staatsanleihen untergewichtet und Unternehmensanleihen neutral gewichtet. (Ausgabe Mai 2012) (18.05.2012/alc/a/a)


