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EZB bleibt ihrer Linie treu
03.02.22 16:15
Merck Finck
München (www.anleihencheck.de) - Wie von uns erwartet, hat auch die im Januar auf 5,1 Prozent weiter gestiegene Inflationsrate im Euroraum die EZB bei ihrer heutigen Sitzung nicht von ihrem Pfad abgebracht, so Robert Greil, Chefstratege bei der Merck Finck a Quintet Private Bank.
"Zwar sagte EZB-Präsidentin Christine Lagarde, dass das Inflationsrisiko seit Dezember gerade kurzfristig gestiegen sei - jedoch ändert das nichts an der geldpolitischen Ausrichtung", sage Robert Greil. Während die Finanzmärkte mittlerweile bereits zwei Leitzinsanhebungen noch in diesem Jahr einpreisen würden, wolle die Notenbank ihre Anleihekäufe dieses Jahr wie geplant schrittweise zurückfahren und aus heutiger Sicht im März 2023 beenden - und weiterhin erst dann ihre Leitzinsen anheben.
Der durch die geopolitischen Spannungen angeheizte Anstieg der Rohstoffpreise habe die Lage für die Notenbank weiter verkompliziert. So führe die EZB gerade die schwankungsintensiven Energie-, aber auch Nahrungsmittelpreistrends, als Gründe an, warum sie heute auch bei über 5% Inflation noch nicht an der Zinsschraube zu drehen gedenke. Zudem sehe sie bisher keine Anzeichen bereits stärker steigender Lohntrends, was sich allerdings im Jahresverlauf ändern könnte.
Unterm Strich habe sich damit die Einschätzung der Experten, dass der faktische Handlungsdruck auf die EZB geringer gewesen sei als man mit Blick auf die bloße Inflationsrate annehmen würde, bewahrheitet. Greil: "Wir rechnen unverändert damit, dass die EZB zuerst die kommunizierte Reduzierung ihrer Anleihekäufe beschleunigen würde, bevor sie die erste Leitzinsanhebung - aus unserer Sicht nicht mehr in diesem Jahr - vornimmt. Bei weiter steigenden Energiepreisen und vor allem spürbar höheren Lohnabschlüssen könnte die EZB allerdings schneller handeln."
ZITATE:
"Zwar sagte EZB-Präsidentin Christine Lagarde, dass das Inflationsrisiko seit Dezember gerade kurzfristig gestiegen sei - jedoch ändert das nichts an der geldpolitischen Ausrichtung."
"Wir rechnen unverändert damit, dass die EZB zuerst die kommunizierte Reduzierung ihrer Anleihekäufe beschleunigen würde, bevor sie die erste Leitzinsanhebung - aus unserer Sicht nicht mehr in diesem Jahr - vornimmt. Bei weiter steigenden Energiepreisen und vor allem spürbar höheren Lohnabschlüssen könnte die EZB allerdings schneller handeln." (03.02.2022/alc/a/a)
"Zwar sagte EZB-Präsidentin Christine Lagarde, dass das Inflationsrisiko seit Dezember gerade kurzfristig gestiegen sei - jedoch ändert das nichts an der geldpolitischen Ausrichtung", sage Robert Greil. Während die Finanzmärkte mittlerweile bereits zwei Leitzinsanhebungen noch in diesem Jahr einpreisen würden, wolle die Notenbank ihre Anleihekäufe dieses Jahr wie geplant schrittweise zurückfahren und aus heutiger Sicht im März 2023 beenden - und weiterhin erst dann ihre Leitzinsen anheben.
Der durch die geopolitischen Spannungen angeheizte Anstieg der Rohstoffpreise habe die Lage für die Notenbank weiter verkompliziert. So führe die EZB gerade die schwankungsintensiven Energie-, aber auch Nahrungsmittelpreistrends, als Gründe an, warum sie heute auch bei über 5% Inflation noch nicht an der Zinsschraube zu drehen gedenke. Zudem sehe sie bisher keine Anzeichen bereits stärker steigender Lohntrends, was sich allerdings im Jahresverlauf ändern könnte.
ZITATE:
"Zwar sagte EZB-Präsidentin Christine Lagarde, dass das Inflationsrisiko seit Dezember gerade kurzfristig gestiegen sei - jedoch ändert das nichts an der geldpolitischen Ausrichtung."
"Wir rechnen unverändert damit, dass die EZB zuerst die kommunizierte Reduzierung ihrer Anleihekäufe beschleunigen würde, bevor sie die erste Leitzinsanhebung - aus unserer Sicht nicht mehr in diesem Jahr - vornimmt. Bei weiter steigenden Energiepreisen und vor allem spürbar höheren Lohnabschlüssen könnte die EZB allerdings schneller handeln." (03.02.2022/alc/a/a)


