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EZB auf gutem Pfad der Normalisierung ihrer Geldpolitik
12.12.24 16:34
DONNER & REUSCHEL AG
Hamburg (www.anleihencheck.de) - Die EZB ist trotz der heutigen Leitzinssenkung auf einem guten Pfad der Normalisierung ihrer Geldpolitik, so Carsten Mumm, Chefvolkswirt bei der Privatbank DONNER & REUSCHEL AG.
Nachdem die längerfristigen Refinanzierungsgeschäfte von den Geschäftsbanken am Jahresende komplett zurückgezahlt worden seien, stelle sie auch die Wiederanlage der Tilgungsbeträge aus dem PEPP-Wertpapierkaufprogramm Ende 2024 ein. Die Abstinenz der Notenbank am Sekundärmarkt für Staatsanleihen sorge allerdings tendenziell für Zinssteigerungsdruck bei längeren Laufzeiten in einem Umfeld ohnehin noch restriktiv wirkender Finanzierungsbedingungen für Unternehmen und Haushalte. Daher sei mit weiteren Anpassungen der Leitzinsen im Jahr 2025 zu rechnen.
Angesichts der anhaltenden Wachstumsschwäche der Eurozonen-Wirtschaft - die Notenbank selbst habe ihre Wachstums- und Inflationsprojektionen gesenkt - wären aus heutiger Sicht rund 100 Basispunkte tiefere Leitzinsen im Laufe des kommenden Jahres gerechtfertigt. Das würde helfen, den Konsum und die Investitionen anzuregen - eine wichtige Voraussetzung, um die erwartete Wachstumsdynamik tatsächlich zu erreichen. Aktien- und Edelmetallkurse sowie Immobilienpreise dürften zinsinduziert somit weitere Unterstützung erfahren, während der Euro im Vergleich zum US-Dollar vorerst schwach tendieren sollte. (12.12.2024/alc/a/a)
Nachdem die längerfristigen Refinanzierungsgeschäfte von den Geschäftsbanken am Jahresende komplett zurückgezahlt worden seien, stelle sie auch die Wiederanlage der Tilgungsbeträge aus dem PEPP-Wertpapierkaufprogramm Ende 2024 ein. Die Abstinenz der Notenbank am Sekundärmarkt für Staatsanleihen sorge allerdings tendenziell für Zinssteigerungsdruck bei längeren Laufzeiten in einem Umfeld ohnehin noch restriktiv wirkender Finanzierungsbedingungen für Unternehmen und Haushalte. Daher sei mit weiteren Anpassungen der Leitzinsen im Jahr 2025 zu rechnen.
Angesichts der anhaltenden Wachstumsschwäche der Eurozonen-Wirtschaft - die Notenbank selbst habe ihre Wachstums- und Inflationsprojektionen gesenkt - wären aus heutiger Sicht rund 100 Basispunkte tiefere Leitzinsen im Laufe des kommenden Jahres gerechtfertigt. Das würde helfen, den Konsum und die Investitionen anzuregen - eine wichtige Voraussetzung, um die erwartete Wachstumsdynamik tatsächlich zu erreichen. Aktien- und Edelmetallkurse sowie Immobilienpreise dürften zinsinduziert somit weitere Unterstützung erfahren, während der Euro im Vergleich zum US-Dollar vorerst schwach tendieren sollte. (12.12.2024/alc/a/a)


