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EZB-Zinssenkung im September zu 80% eingepreist
22.07.24 10:06
MFS Investment Management
Boston (www.anleihencheck.de) - Wie allgemein erwartet, hat die EZB in ihrer Juli-Sitzung alle drei Leitzinsen beibehalten, so Peter Goves, Head of Developed Market Debt Sovereign Research bei MFS Investment Management.
Der Einlagensatz bleibe somit nach der Senkung im letzten Monat bei 3,75%. Die Zentralbank sei nach wie vor der Ansicht, dass die derzeitigen Zinssätze zur Senkung der Inflation beitragen würden und dass die Geldpolitik die Finanzierungsbedingungen restriktiv halte. Bei künftigen Entscheidungen werde weiterhin darauf geachtet, dass die Leitzinsen "so lange wie nötig ausreichend restriktiv bleiben". Natürlich werde sich die EZB nicht auf einen bestimmten Zinssenkungspfad festlegen und sich weiterhin von den Daten leiten lassen. Insgesamt sei dies eine recht neutrale, unverbindliche Pressekonferenz gewesen.
Der Basisfall der Experten sei eine Senkung im September. In diesem Sinne würden die Experten nicht unbedingt glauben, dass der September "weit offen" sei. In der Tat sei eine Zinssenkung im September zu etwa 80% eingepreist. Die Experten würden glauben, dass die anstehenden Daten das disinflationäre Narrativ bestätigen und eine Zinssenkung auf der nächsten Sitzung ermöglichen sollten. Mit steigender Wahrscheinlichkeit einer Zinssenkung durch die FED würden die Experten die Renditen von Bundesanleihen im Laufe des zweiten Halbjahres fallen sehen, mit einem Jahresendziel von 2,25%. Daher würden die Experten für die Kernduration des Euroraums konstruktiv bleiben.
Die europäischen Staatsanleihen-Spreads (ohne Frankreich) würden relativ stabil bleiben; die der 10-jährigen italienischen Staatsanleihen hätten sich eingeengt. Die restriktive Geldpolitik sei transparent kommuniziert und vorhersehbar umgesetzt worden. Potenzielle Volatilität würden die Experten nach wie vor bei den Spreads der französischen Staatsanleihen sehen, die nach wie vor von den Haushalts- und Regierungsbildungsprozessen im Land abhängen würden. (Ausgabe vom 19.07.2024) (22.07.2024/alc/a/a)
Der Einlagensatz bleibe somit nach der Senkung im letzten Monat bei 3,75%. Die Zentralbank sei nach wie vor der Ansicht, dass die derzeitigen Zinssätze zur Senkung der Inflation beitragen würden und dass die Geldpolitik die Finanzierungsbedingungen restriktiv halte. Bei künftigen Entscheidungen werde weiterhin darauf geachtet, dass die Leitzinsen "so lange wie nötig ausreichend restriktiv bleiben". Natürlich werde sich die EZB nicht auf einen bestimmten Zinssenkungspfad festlegen und sich weiterhin von den Daten leiten lassen. Insgesamt sei dies eine recht neutrale, unverbindliche Pressekonferenz gewesen.
Der Basisfall der Experten sei eine Senkung im September. In diesem Sinne würden die Experten nicht unbedingt glauben, dass der September "weit offen" sei. In der Tat sei eine Zinssenkung im September zu etwa 80% eingepreist. Die Experten würden glauben, dass die anstehenden Daten das disinflationäre Narrativ bestätigen und eine Zinssenkung auf der nächsten Sitzung ermöglichen sollten. Mit steigender Wahrscheinlichkeit einer Zinssenkung durch die FED würden die Experten die Renditen von Bundesanleihen im Laufe des zweiten Halbjahres fallen sehen, mit einem Jahresendziel von 2,25%. Daher würden die Experten für die Kernduration des Euroraums konstruktiv bleiben.
Die europäischen Staatsanleihen-Spreads (ohne Frankreich) würden relativ stabil bleiben; die der 10-jährigen italienischen Staatsanleihen hätten sich eingeengt. Die restriktive Geldpolitik sei transparent kommuniziert und vorhersehbar umgesetzt worden. Potenzielle Volatilität würden die Experten nach wie vor bei den Spreads der französischen Staatsanleihen sehen, die nach wie vor von den Haushalts- und Regierungsbildungsprozessen im Land abhängen würden. (Ausgabe vom 19.07.2024) (22.07.2024/alc/a/a)


