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EZB: Wie hoch wird die Zinssenkung ausfallen?
10.12.24 10:53
Postbank Research
Bonn (www.anleihencheck.de) - In dieser Woche stehen weitere Daten und Entscheidungen im Zusammenhang mit der europäischen Geldpolitik an, so die Analysten von Postbank Research.
Den Anfang würden die endgültigen Zahlen zur Entwicklung der Verbraucherpreise in Deutschland im November machen, die am Dienstag veröffentlicht werden sollten. Vorläufigen Daten zufolge sei die Inflation im November im Vergleich zum Vorjahresmonat weniger stark gestiegen als erwartet. In der Eurozone insgesamt habe die jährliche Inflationsrate im November mit 2,3% ggü. Vorjahr leicht höher gelegen. Einer der Gründe dafür sei die Abschwächung der dämpfenden Basiseffekte gewesen.
Die Aussichten für die Volkswirtschaft der Eurozone seien insgesamt eingetrübt, unter anderem wegen der Unsicherheit über die zu erwartende protektionistische Handelspolitik der USA unter dem neuen US-Präsidenten Donald Trump. Marktbeobachter würden davon ausgehen, dass die EZB bei ihrer geldpolitischen Sitzung am Donnerstag weitere Lockerungen vornehmen werde.
Die EZB dürfte auch die jüngsten (fiskal-)politischen Entwicklungen in Frankreich und deren Auswirkungen auf den europäischen Rentenmarkt genau beobachten. Marktbeobachter würden die Möglichkeit einer Zinssenkung um 50 Basispunkte nicht ausschließen. Eine Senkung um 25 Basispunkte habe der Markt bereits eingepreist.
Fazit: Die wirtschaftliche Entwicklung in der Eurozone sei in der jüngsten Zeit schleppend verlaufen, während sich die Preisentwicklung stabilisiert habe. Der EZB bleibe genügend Spielraum für mehrere weitere Zinssenkungen. (Ausgabe vom 09.12.2024) (10.12.2024/alc/a/a)
Den Anfang würden die endgültigen Zahlen zur Entwicklung der Verbraucherpreise in Deutschland im November machen, die am Dienstag veröffentlicht werden sollten. Vorläufigen Daten zufolge sei die Inflation im November im Vergleich zum Vorjahresmonat weniger stark gestiegen als erwartet. In der Eurozone insgesamt habe die jährliche Inflationsrate im November mit 2,3% ggü. Vorjahr leicht höher gelegen. Einer der Gründe dafür sei die Abschwächung der dämpfenden Basiseffekte gewesen.
Die EZB dürfte auch die jüngsten (fiskal-)politischen Entwicklungen in Frankreich und deren Auswirkungen auf den europäischen Rentenmarkt genau beobachten. Marktbeobachter würden die Möglichkeit einer Zinssenkung um 50 Basispunkte nicht ausschließen. Eine Senkung um 25 Basispunkte habe der Markt bereits eingepreist.
Fazit: Die wirtschaftliche Entwicklung in der Eurozone sei in der jüngsten Zeit schleppend verlaufen, während sich die Preisentwicklung stabilisiert habe. Der EZB bleibe genügend Spielraum für mehrere weitere Zinssenkungen. (Ausgabe vom 09.12.2024) (10.12.2024/alc/a/a)


