Erweiterte Funktionen
EZB: Der Weg zum neutralen Zins geht weiter!
16.10.24 10:30
nordIX AG
Hamburg (www.anleihencheck.de) - Die EZB wird als Gast bei der slowenischen Notenbank auf ihrer anstehenden Sitzung den Einlagensatz zum dritten Mal im aktuellen Senkungszyklus um weitere 25 Basispunkte auf 3,25 Prozent senken, so Jens Franck, Leiter Portfoliomanagement bei dem Hamburger Fixed Income-Spezialisten nordIX AG in seinem Kommentar zur anstehenden EZB-Sitzung am 17. Oktober 2024.
Das sei in der Breite erwartet und bereits voll eingepreist.
Das klinge nach "Business as usual", gleichwohl sei es die letzte Sitzung vor den US-Wahlen mit einem möglichen Sieg Trumps, der dann Inflationsängste in einem Umfeld eskalierender geopolitischer Unsicherheiten schüren würde. Davon extrahiert lasse das makroökonomische und Inflationsmuster der Eurozone mit aktuellen Daten unter dem Inflationsziel von zwei Prozent eine Zinssenkung in jedem Fall zu. Gleichwohl verweise die EZB immer wieder auf ihren datenabhängigen Ansatz, was den Rückschluss zulassen könnte, dass sie bei dieser Sitzung ohne neue Daten und der Unsicherheit des Ausgangs der US-Wahlen eine Pause einlege.
Das sei jedoch nicht ihr Kernszenario: Die Experten würden erwarten, dass in Übereinstimmung mit den Einpreisungen und den Mehrheitsverhältnissen im EZB-Rat ein gefühlt angekündigter Zinssenkungsschritt in Höhe von 25 Basispunkten vorgenommen werde.
Hier verwiesen die Experten nur auf die jüngste Anhörung von Frau Lagarde vor dem Wirtschafts- und Währungsausschuss des Europäischen Parlaments, in der ein solcher Schritt geradezu angekündigt worden sei. Dennoch würden die Experten nicht überrascht sein, wenn die EZB als letzte Möglichkeit im Umfeld oben genannter Randbedingungen sogar beherzter agiere und die Zinsen um 50 Basispunkte senke. Das hielten die Experten jedoch für falsch, da die Unsicherheiten aus möglicherweise lauernden Inflationseffekten im Nachgang als unüberlegter "Policy Mistake" eingeordnet werden könnten, was einen Glaubwürdigkeitsverlust bedeuten würde. Das spreche für 25 Basispunkte!
Zusammenfassend gelte weiterhin: Der Preis des Geldes sinke weiter, und der Gleichgewichtszustand der Zinsen liege spürbar tiefer. Das gebe allen Assetklassen fortgesetzten Rückenwind. (16.10.2024/alc/a/a)
Das sei in der Breite erwartet und bereits voll eingepreist.
Das sei jedoch nicht ihr Kernszenario: Die Experten würden erwarten, dass in Übereinstimmung mit den Einpreisungen und den Mehrheitsverhältnissen im EZB-Rat ein gefühlt angekündigter Zinssenkungsschritt in Höhe von 25 Basispunkten vorgenommen werde.
Hier verwiesen die Experten nur auf die jüngste Anhörung von Frau Lagarde vor dem Wirtschafts- und Währungsausschuss des Europäischen Parlaments, in der ein solcher Schritt geradezu angekündigt worden sei. Dennoch würden die Experten nicht überrascht sein, wenn die EZB als letzte Möglichkeit im Umfeld oben genannter Randbedingungen sogar beherzter agiere und die Zinsen um 50 Basispunkte senke. Das hielten die Experten jedoch für falsch, da die Unsicherheiten aus möglicherweise lauernden Inflationseffekten im Nachgang als unüberlegter "Policy Mistake" eingeordnet werden könnten, was einen Glaubwürdigkeitsverlust bedeuten würde. Das spreche für 25 Basispunkte!
Zusammenfassend gelte weiterhin: Der Preis des Geldes sinke weiter, und der Gleichgewichtszustand der Zinsen liege spürbar tiefer. Das gebe allen Assetklassen fortgesetzten Rückenwind. (16.10.2024/alc/a/a)


