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EZB-Vertreter versuchen die Markterwartungen einzufangen
05.07.17 10:15
National-Bank AG
Essen (www.anleihencheck.de) - Die Handelsvolumina fielen gestern erwartungsgemäß gering aus, die anfänglichen Kursgewinne gab der Bund-Future (ISIN DE0009652644 / WKN 965264) bis zum Handelsschluss vollständig wieder ab, berichten die Analysten der National-Bank AG.
Ansonsten hätten vor allem die Aussagen der europäischen Notenbanker im Mittelpunkt des Interesses gestanden. "Echte" Neuigkeiten hätten sie jedoch nicht zu bieten gehabt. Unübersehbar gewesen seien jedoch die Bemühungen des EZB-Chefvolkswirts, die Erwartungen der Investoren wieder einzufangen. Er habe sinngemäß betont, dass die Wirtschaft im Euroraum auf die lockere Geldpolitik der EZB angewiesen sei. Ob sich die Einschätzungen der Marktakteure aber so leicht wieder einfangen lassen würden, werde davon abhängen, wie sich die EZB während der nächsten Pressekonferenz am 20. Juli positioniere.
"Eigentlich" komme sie in Anbetracht der wirtschaftlichen Dynamik gar nicht umhin, ein positives Bild zu malen, wie es Mario Draghi in Sintra gemacht habe. Die europäischen Notenbanker könnten aber weiterhin auf die schwache Inflationsentwicklung hinweisen, die einer zügigen Änderung der Geldpolitik entgegenstehe. Um weitere Anpassungen der Forward Guidance würden sie jedoch nicht herum kommen. Ob das jedoch in Anbetracht der Sensibilität der Investoren friktionslos verlaufen werde, dürfe bezweifelt werden.
Heute Morgen sei bereits der Caixin-Einkaufsmanagerindex für das chinesische Dienstleistungsgewerbe veröffentlicht worden. Der Wert habe zwar oberhalb der Marke von 50 Punkten gelegen. Er sei aber im Vergleich zum Vormonat relativ deutlich gefallen. Die Binnenwirtschaft in China könnte also etwas an Dynamik in den kommenden Monaten verlieren. Die endgültigen Werte der Markit-Einkaufsmanagerindices für das Dienstleistungsgewerbe für die Euroländer würden auf eine Fortsetzung des Wirtschaftswachstums im Euroraum hindeuten. Diese Werte sollten einmal relativ stark ausfallen. Schließlich sei die europäische Wirtschaft vor allem binnenwirtschaftlich vom privaten Verbrauch getrieben.
Die US-Auftragseingänge dürften dagegen erneut wenig überzeugend ausfallen. Zwischen Stimmung in der Industrie und den harten Daten bleibe eine Lücke bestehen. Zentrales Ereignis des Tages werde das Protokoll der letzten Tagung des FOMC sein. Immerhin könnte das Protokoll etwas mehr Klarheit bringen, wie der Ablauf für die weiteren geldpolitischen Schritte im laufenden Jahr geplant sei, insbesondere, ob die US-Notenbanker den Beginn des Bilanzabbaus von einer nächsten Leitzinsanhebung trennen möchten und ob sie ihre Einschätzung ändern würden, wenn sich der Inflationspfad abschwächen sollte. Allerdings habe die Notenbankchefin in den letzten Wochen deutlich gemacht, dass die schwächere Inflationsentwicklung aus ihrer Sicht nicht von langer Dauer sein werde.
Grundsätzlich würden die Investoren ihre Zurückhaltung vor der Veröffentlichung des US-Arbeitsmarktberichts nicht aufgeben. Der Bund-Future sollte kaum verändert in den Tag starten. Im Tagesverlauf sollte er sich zwischen 161,10 und 162,80 bewegen. Die Rendite der 10-jährigen US-Treasuries sollte zwischen 2,25% und 2,39% schwanken. (05.07.2017/alc/a/a)
Ansonsten hätten vor allem die Aussagen der europäischen Notenbanker im Mittelpunkt des Interesses gestanden. "Echte" Neuigkeiten hätten sie jedoch nicht zu bieten gehabt. Unübersehbar gewesen seien jedoch die Bemühungen des EZB-Chefvolkswirts, die Erwartungen der Investoren wieder einzufangen. Er habe sinngemäß betont, dass die Wirtschaft im Euroraum auf die lockere Geldpolitik der EZB angewiesen sei. Ob sich die Einschätzungen der Marktakteure aber so leicht wieder einfangen lassen würden, werde davon abhängen, wie sich die EZB während der nächsten Pressekonferenz am 20. Juli positioniere.
Heute Morgen sei bereits der Caixin-Einkaufsmanagerindex für das chinesische Dienstleistungsgewerbe veröffentlicht worden. Der Wert habe zwar oberhalb der Marke von 50 Punkten gelegen. Er sei aber im Vergleich zum Vormonat relativ deutlich gefallen. Die Binnenwirtschaft in China könnte also etwas an Dynamik in den kommenden Monaten verlieren. Die endgültigen Werte der Markit-Einkaufsmanagerindices für das Dienstleistungsgewerbe für die Euroländer würden auf eine Fortsetzung des Wirtschaftswachstums im Euroraum hindeuten. Diese Werte sollten einmal relativ stark ausfallen. Schließlich sei die europäische Wirtschaft vor allem binnenwirtschaftlich vom privaten Verbrauch getrieben.
Die US-Auftragseingänge dürften dagegen erneut wenig überzeugend ausfallen. Zwischen Stimmung in der Industrie und den harten Daten bleibe eine Lücke bestehen. Zentrales Ereignis des Tages werde das Protokoll der letzten Tagung des FOMC sein. Immerhin könnte das Protokoll etwas mehr Klarheit bringen, wie der Ablauf für die weiteren geldpolitischen Schritte im laufenden Jahr geplant sei, insbesondere, ob die US-Notenbanker den Beginn des Bilanzabbaus von einer nächsten Leitzinsanhebung trennen möchten und ob sie ihre Einschätzung ändern würden, wenn sich der Inflationspfad abschwächen sollte. Allerdings habe die Notenbankchefin in den letzten Wochen deutlich gemacht, dass die schwächere Inflationsentwicklung aus ihrer Sicht nicht von langer Dauer sein werde.
Grundsätzlich würden die Investoren ihre Zurückhaltung vor der Veröffentlichung des US-Arbeitsmarktberichts nicht aufgeben. Der Bund-Future sollte kaum verändert in den Tag starten. Im Tagesverlauf sollte er sich zwischen 161,10 und 162,80 bewegen. Die Rendite der 10-jährigen US-Treasuries sollte zwischen 2,25% und 2,39% schwanken. (05.07.2017/alc/a/a)
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| Kurs | Vortag | Veränderung | Datum/Zeit | |
| 125,717 € | 125,3577 € | 0,3593 € | +0,29% | 01.01./01:00 |
| ISIN | WKN | Jahreshoch | Jahrestief | |
| DE0009652644 | 965264 | 131,95 € | 124,26 € | |


