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EZB-Sitzung am 27. April: Fortführung des Wertpapierkaufprogramms bis Jahresende möglich
25.04.17 12:00
Allianz Global Investors
Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Die Kerninflation ist per März auf Jahressicht von 0,9% auf 0,7% zurückgegangen, so Franck Dixmier, Global Head of Fixed Income bei Allianz Global Investors, im Vorfeld der EZB-Sitzung am 27. April 2017.
Die schwache Inflationsentwicklung dürfte die EZB auf ihrer geldpolitischen Sitzung in dieser Woche als Argument heranziehen, um die Fortführung des Wertpapierkaufprogramms bis Jahresende zu rechtfertigen und die Forward Guidance unverändert zu lassen.
Mario Draghi dürfte ins gleiche Horn stoßen wie die Mitglieder des EZB-Direktoriums in den letzten Wochen und betonen, dass der Preisauftrieb in der Eurozone nicht nachhaltig sei. Außerdem liege sie noch weit entfernt von der mittelfristigen Zielmarke von 2%. Dass die Lohn- und Gehaltsentwicklung (mit +1,6% auf Jahressicht im 4. Quartal 2016) moderat ausgefallen sei, dürfte ein wichtiger Baustein der Analyse darstellen.
Vor diesem Hintergrund dürfte es die EZB als verfrüht ansehen, über den Ausstieg aus dem QE-Programm zu räsonieren, zumal jegliche Anspielung auf ein potenzielles Tapering die Finanzierungsmöglichkeiten durch höhere Zinssätze verknappen würde, was ihrem Ziel entgegen stünde.
Hingegen dürfte sich im April - dem ersten Monat der von 80 auf 60 Mrd. Euro reduzierten Anleihekäufe - die Frage nach deren Zusammensetzung stellen. Auf Basis der bislang verfügbaren Daten Anfang April hätten Marktteilnehmer leicht überrascht beobachten können, dass das recht hohe Volumen bei Ankäufen von Unternehmensanleihen beibehalten worden sei; die Ankäufe seien also in erster Linie bei Staatsanleihen verringert worden. Es sei durchaus möglich, dass die EZB dem Beispiel der Bank of England folgend mit dieser Politik die sehr günstigen Refinanzierungsmöglichkeiten für Unternehmen in der Eurozone beibehalten möchte. (25.04.2017/alc/a/a)
Die schwache Inflationsentwicklung dürfte die EZB auf ihrer geldpolitischen Sitzung in dieser Woche als Argument heranziehen, um die Fortführung des Wertpapierkaufprogramms bis Jahresende zu rechtfertigen und die Forward Guidance unverändert zu lassen.
Vor diesem Hintergrund dürfte es die EZB als verfrüht ansehen, über den Ausstieg aus dem QE-Programm zu räsonieren, zumal jegliche Anspielung auf ein potenzielles Tapering die Finanzierungsmöglichkeiten durch höhere Zinssätze verknappen würde, was ihrem Ziel entgegen stünde.
Hingegen dürfte sich im April - dem ersten Monat der von 80 auf 60 Mrd. Euro reduzierten Anleihekäufe - die Frage nach deren Zusammensetzung stellen. Auf Basis der bislang verfügbaren Daten Anfang April hätten Marktteilnehmer leicht überrascht beobachten können, dass das recht hohe Volumen bei Ankäufen von Unternehmensanleihen beibehalten worden sei; die Ankäufe seien also in erster Linie bei Staatsanleihen verringert worden. Es sei durchaus möglich, dass die EZB dem Beispiel der Bank of England folgend mit dieser Politik die sehr günstigen Refinanzierungsmöglichkeiten für Unternehmen in der Eurozone beibehalten möchte. (25.04.2017/alc/a/a)


