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EZB-Sitzung: Fortsetzung der Stimuluspolitik erwartet
10.09.19 14:00
M&G Investments
London (www.anleihencheck.de) - Die Rentenmärkte haben bereits ein großes neues Konjunkturpaket der EZB eingepreist, so Jim Leaviss, Head of Fixed Interest für die Publikumsfonds von M&G Investments.
Deutlich sei das an den 10-jährigen Bundesanleihen zu erkennen, die mit einer Rendite von minus 0,57 Prozent unter dem aktuellen Einlagensatz der EZB von minus 0,4 Prozent lägen. Außerdem werde dieses Renditeniveau als Indikator für die Erwartung möglicher neuer Lockerungsprogramme gesehen.
Banken würden unter den Negativzinsen für Anlagen leiden, die sie bei der EZB hätten. Zurzeit würden diese negativ verzinsten Reserven den Bankensektor acht Milliarden Euro pro Jahr kosten. Sollte der Zinssatz auf minus 0,5 oder minus 0,6 Prozent gesenkt werden, würden die Experten eine Erleichterung für die Bankeinlagen erwarten.
Wenn die EZB wieder Unternehmensanleihen kaufe, würde das zu einer Straffung der Risikoaufschläge für Papiere guter Bonität führen. Französische Emittenten und der Versorgungssektor hätten von früheren Anleihekäufen durch die EZB am stärksten profitiert - die Experten würden davon ausgehen, dass Vergleichbares auch bei einem neuen Ankaufspaket der Fall wäre.
Es sei ziemlich unwahrscheinlich, dass die EZB mit einem neuen Programm auch Bankanleihen kaufe, denn bisher sei das nicht der Fall gewesen. Politisch wäre das ein heikles Vorgehen, aber ein Weg, die Kapitalkosten der Banken effektiv zu reduzieren.
Die Experten würden schon lange argumentieren, dass für ein starkes Wachstum in der Eurozone fiskalische Anreize in den einzelnen Ländern sehr viel wirksamer wären als rein monetäre Stimuli. Daher sei es eine gute Nachricht, wenn Deutschland aktuell über einige dringend benötigte entsprechende Impulse nachdenke.
Wenn Christine Lagarde Draghi am 1. November als Präsident der EZB nachfolge, werde erwartet, dass sie dessen expansive Geldpolitik weiterführe. Bereits im Vorfeld habe sie die notwendige Anpassungsfähigkeit der Zentralbank betont und sich dafür ausgesprochen, die Inflation um das Ziel von zwei Prozent zu halten. Anleiheinvestoren sollten sich also auch weiter auf EZB-Stimuli einstellen. (10.09.2019/alc/a/a)
Deutlich sei das an den 10-jährigen Bundesanleihen zu erkennen, die mit einer Rendite von minus 0,57 Prozent unter dem aktuellen Einlagensatz der EZB von minus 0,4 Prozent lägen. Außerdem werde dieses Renditeniveau als Indikator für die Erwartung möglicher neuer Lockerungsprogramme gesehen.
Banken würden unter den Negativzinsen für Anlagen leiden, die sie bei der EZB hätten. Zurzeit würden diese negativ verzinsten Reserven den Bankensektor acht Milliarden Euro pro Jahr kosten. Sollte der Zinssatz auf minus 0,5 oder minus 0,6 Prozent gesenkt werden, würden die Experten eine Erleichterung für die Bankeinlagen erwarten.
Es sei ziemlich unwahrscheinlich, dass die EZB mit einem neuen Programm auch Bankanleihen kaufe, denn bisher sei das nicht der Fall gewesen. Politisch wäre das ein heikles Vorgehen, aber ein Weg, die Kapitalkosten der Banken effektiv zu reduzieren.
Die Experten würden schon lange argumentieren, dass für ein starkes Wachstum in der Eurozone fiskalische Anreize in den einzelnen Ländern sehr viel wirksamer wären als rein monetäre Stimuli. Daher sei es eine gute Nachricht, wenn Deutschland aktuell über einige dringend benötigte entsprechende Impulse nachdenke.
Wenn Christine Lagarde Draghi am 1. November als Präsident der EZB nachfolge, werde erwartet, dass sie dessen expansive Geldpolitik weiterführe. Bereits im Vorfeld habe sie die notwendige Anpassungsfähigkeit der Zentralbank betont und sich dafür ausgesprochen, die Inflation um das Ziel von zwei Prozent zu halten. Anleiheinvestoren sollten sich also auch weiter auf EZB-Stimuli einstellen. (10.09.2019/alc/a/a)


