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EZB-Präsidentin: "Werde Jens Weidmann vermissen"
29.11.21 10:00
FONDS professionell
Wien (www.anleihencheck.de) - Christine Lagarde bedauert den Rücktritt von Bundesbankpräsident Jens Weidmann, so die Experten von "FONDS professionell".
Im Gespräch mit der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" spreche sie offen über ihre Gefühle.
Mehr als zehn Jahre lang sei er der deutsche Bundesbankpräsident gewesen. Doch im Oktober habe Jens Weidmann seinen Rücktritt vom Amt, zum Jahresende verkündet. Er gehe aus "persönlichen Gründen" - und hinterlasse eine Lücke, die auch die Präsidentin der Europäischen Zentralbank (EZB), Christine Lagarde, spüren werde. In einem Interview mit der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" (FAS) bestätige sie, dass sie Weidmann als langjährigen Kollegen und Freund vermissen werde. Und das, obwohl sich die beiden auf fachlicher Ebene längst nicht immer einig gewesen seien.
Mit Weidmann gehe ein großer Skeptiker der aktuellen Geldpolitik der EZB. Doch das ändere nichts an Lagardes Gefühlen zum Rücktritt. "Ich bin überhaupt nicht erleichtert, ich bin sogar ein bisschen traurig, dass er sich entschieden hat zu gehen", sage die EZB-Chefin gegenüber der FAS. Sie sei jedoch überzeugt, dass die deutsche Bundesregierung einen Nachfolger auswählen werde, der die Sicht der Bundesbank und die Sorgen der Bürger auf ähnliche Weise vertreten könne.
Weidmann habe zuletzt unter anderem den Umgang der EZB mit der steigenden Inflationsrate kritisiert. Er habe die Notenbanker davor gewarnt, die Inflation zu unterschätzen. Im Gespräch mit der FAS räume Lagarde ein, dass die EZB ihre Inflationsprognosen in den vergangenen Quartalen nach und nach habe anpassen müssen. "Aber da ging es den meisten Ökonomen überall auf der Welt nicht besser. Ich würde sagen, wir haben daraus gelernt", sage Lagarde. Man müsse das Basisszenario immer wieder prüfen und es gegebenenfalls korrigieren. (29.11.2021/alc/a/a)
Im Gespräch mit der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" spreche sie offen über ihre Gefühle.
Mit Weidmann gehe ein großer Skeptiker der aktuellen Geldpolitik der EZB. Doch das ändere nichts an Lagardes Gefühlen zum Rücktritt. "Ich bin überhaupt nicht erleichtert, ich bin sogar ein bisschen traurig, dass er sich entschieden hat zu gehen", sage die EZB-Chefin gegenüber der FAS. Sie sei jedoch überzeugt, dass die deutsche Bundesregierung einen Nachfolger auswählen werde, der die Sicht der Bundesbank und die Sorgen der Bürger auf ähnliche Weise vertreten könne.
Weidmann habe zuletzt unter anderem den Umgang der EZB mit der steigenden Inflationsrate kritisiert. Er habe die Notenbanker davor gewarnt, die Inflation zu unterschätzen. Im Gespräch mit der FAS räume Lagarde ein, dass die EZB ihre Inflationsprognosen in den vergangenen Quartalen nach und nach habe anpassen müssen. "Aber da ging es den meisten Ökonomen überall auf der Welt nicht besser. Ich würde sagen, wir haben daraus gelernt", sage Lagarde. Man müsse das Basisszenario immer wieder prüfen und es gegebenenfalls korrigieren. (29.11.2021/alc/a/a)


