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EZB-Geldpolitik bleibt expansiv
03.12.18 08:00
Alte Leipziger Trust
Oberursel (www.anleihencheck.de) - Die Geldpolitik im Euro-Raum wird aus Sicht von Bundesbank-Präsident Jens Weidmann noch lange locker bleiben, so die Experten der Alte Leipziger Trust.
Das angepeilte Ende der Anleihekäufe zum Jahreswechsel markiere nur den Beginn des Ausstiegs aus der ultra-expansiven Ausrichtung. Es sei ein erster Schritt auf einem Weg der Normalisierung, der mehrere Jahre dauern werde. Zehn Jahre nach dem Höhepunkt der Finanzkrise sei die ernsthafte Krisengefahr womöglich überwunden. Aber die geldpolitische Ausrichtung in der Euro-Zone bleibe außergewöhnlich expansiv.
Auch an den Finanzmärkten werde nicht mit einer schnellen Wende gerechnet. Aus den Terminkontrakten am Geldmarkt sei hervorgegangen, dass Investoren dort nicht mehr fest von einer Zinserhöhung 2019 ausgehen würden. Noch am Montag habe es als sicher gegolten, dass die EZB im Dezember 2019 einen ihrer Schlüsselsätze um 0,1%-Punkte anheben werde. Doch inzwischen hätten die Unsicherheiten wegen des Haushaltsstreits der italienischen Regierung mit der EU-Kommission zugenommen. Außerdem hätten sich die Schwankungen an den internationalen Aktien- und Anleihenmärkten erhöht.
Die Europäische Zentralbank (EZB) wolle angesichts der Konjunkturerholung zunächst ihre großangelegten Käufe von Staatsanleihen und anderen Wertpapieren Ende Dezember 2018 einstellen.
Dann würden die in Deutschland umstrittenen Transaktionen ein Volumen von 2,6 Billionen Euro erreicht haben. Aber auch danach wolle sie weiterhin auslaufende Anleihen in ihrem Bestand ersetzen. Die Schlüsselzinsen sollten noch bis mindestens über den Sommer 2019 hinaus auf dem aktuellen Niveau bleiben. Der Leitsatz liege seit März 2016 auf dem Rekordtief von 0,0%, der Einlagensatz bei minus 0,4%. Geschäftsbanken müssten also weiter Strafzinsen zahlen, wenn sie überschüssige Gelder über Nacht bei der Notenbank parken würden. (Ausgabe Dezember 2018) (03.12.2018/alc/a/a)
Das angepeilte Ende der Anleihekäufe zum Jahreswechsel markiere nur den Beginn des Ausstiegs aus der ultra-expansiven Ausrichtung. Es sei ein erster Schritt auf einem Weg der Normalisierung, der mehrere Jahre dauern werde. Zehn Jahre nach dem Höhepunkt der Finanzkrise sei die ernsthafte Krisengefahr womöglich überwunden. Aber die geldpolitische Ausrichtung in der Euro-Zone bleibe außergewöhnlich expansiv.
Die Europäische Zentralbank (EZB) wolle angesichts der Konjunkturerholung zunächst ihre großangelegten Käufe von Staatsanleihen und anderen Wertpapieren Ende Dezember 2018 einstellen.
Dann würden die in Deutschland umstrittenen Transaktionen ein Volumen von 2,6 Billionen Euro erreicht haben. Aber auch danach wolle sie weiterhin auslaufende Anleihen in ihrem Bestand ersetzen. Die Schlüsselzinsen sollten noch bis mindestens über den Sommer 2019 hinaus auf dem aktuellen Niveau bleiben. Der Leitsatz liege seit März 2016 auf dem Rekordtief von 0,0%, der Einlagensatz bei minus 0,4%. Geschäftsbanken müssten also weiter Strafzinsen zahlen, wenn sie überschüssige Gelder über Nacht bei der Notenbank parken würden. (Ausgabe Dezember 2018) (03.12.2018/alc/a/a)


