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EZB: Es wird wieder Lockerungsschritte in der Geldpolitik geben
07.08.19 09:03
Raiffeisen Capital Management
Wien (www.anleihencheck.de) - Nach der jüngsten Sitzung der Europäischen Zentralbank (EZB) ist klar, dass es wieder Lockerungsschritte in der Geldpolitik geben wird, so die Experten von Raiffeisen Capital Management.
Die letzten Daten würden der Notenbank recht geben, oder zumindest eine Rechtfertigung. Die Inflation sei weit vom Ziel der Notenbanken entfernt und Teile der Wirtschaft, siehe Produktionssektor, würden sich immer stärker abschwächen. Die Befürworter würden meinen, die Notenbank habe unbegrenzte Mittel und würde ihr Ziel früher oder später erreichen. Die Gegner würden monieren, dass die bisherigen Maßnahmen nichts gebracht hätten, außer eine Perversion des Anleihenmarktes. Die Aktienmärkte würden zwischen den Stühlen sitzen. Die Liquiditätsschwemme richte sich zwar (noch) nicht direkt auf den Aktienmarkt. Aufgrund sinkender Zinsen und Renditen eröffne sich für den Aktienmarkt jedoch der Spielraum für höhere Bewertungen.
Darüber hinaus sei der Zusammenhang zwischen Liquidität und Volatilität negativ. Bedeute: Je mehr Liquidität, desto geringer die Volatilität. Geringeres Risiko bedeute wiederum höhere Bewertungen. So weit so gut. Trotzdem würden viele Aktienmärkte im Nirgendwo handeln. Europa, Japan und die Emerging Markets seien trotz aller Bemühungen immer noch unter den Niveaus von Anfang 2018. Der US-Markt überstrahle alles mit den großen Technologie-Werten, die den Markt auf Höchststände treiben würden. US-Industriewerte hätten übrigens auch seit anderthalb Jahren keinen neuen Höchststand mehr gesehen.
Weite Teile des globalen Aktienmarktes würden unter der Abschwächung der Wirtschaft und der Unternehmensgewinne leiden. Momentan seien die Faktoren "Liquidität" und "Fundamentaldaten" im Gleichgewicht, eine neutrale Haltung daher weiterhin gerechtfertigt. Wie werde sich das auflösen? Entweder die Wirtschaftsdaten würden sich erholen (unterstützt etwa durch Fortschritte im Handelskonflikt) oder der Produktionssektor ziehe den Dienstleistungssektor mit nach unten in die Rezession. Mit mehr Evidenz in die eine oder andere Richtung sei eine aktivere Positionierung wieder möglich. (Ausgabe vom 06.08.2019) (07.08.2019/alc/a/a)
Die letzten Daten würden der Notenbank recht geben, oder zumindest eine Rechtfertigung. Die Inflation sei weit vom Ziel der Notenbanken entfernt und Teile der Wirtschaft, siehe Produktionssektor, würden sich immer stärker abschwächen. Die Befürworter würden meinen, die Notenbank habe unbegrenzte Mittel und würde ihr Ziel früher oder später erreichen. Die Gegner würden monieren, dass die bisherigen Maßnahmen nichts gebracht hätten, außer eine Perversion des Anleihenmarktes. Die Aktienmärkte würden zwischen den Stühlen sitzen. Die Liquiditätsschwemme richte sich zwar (noch) nicht direkt auf den Aktienmarkt. Aufgrund sinkender Zinsen und Renditen eröffne sich für den Aktienmarkt jedoch der Spielraum für höhere Bewertungen.
Darüber hinaus sei der Zusammenhang zwischen Liquidität und Volatilität negativ. Bedeute: Je mehr Liquidität, desto geringer die Volatilität. Geringeres Risiko bedeute wiederum höhere Bewertungen. So weit so gut. Trotzdem würden viele Aktienmärkte im Nirgendwo handeln. Europa, Japan und die Emerging Markets seien trotz aller Bemühungen immer noch unter den Niveaus von Anfang 2018. Der US-Markt überstrahle alles mit den großen Technologie-Werten, die den Markt auf Höchststände treiben würden. US-Industriewerte hätten übrigens auch seit anderthalb Jahren keinen neuen Höchststand mehr gesehen.
Weite Teile des globalen Aktienmarktes würden unter der Abschwächung der Wirtschaft und der Unternehmensgewinne leiden. Momentan seien die Faktoren "Liquidität" und "Fundamentaldaten" im Gleichgewicht, eine neutrale Haltung daher weiterhin gerechtfertigt. Wie werde sich das auflösen? Entweder die Wirtschaftsdaten würden sich erholen (unterstützt etwa durch Fortschritte im Handelskonflikt) oder der Produktionssektor ziehe den Dienstleistungssektor mit nach unten in die Rezession. Mit mehr Evidenz in die eine oder andere Richtung sei eine aktivere Positionierung wieder möglich. (Ausgabe vom 06.08.2019) (07.08.2019/alc/a/a)


