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EZB-Entscheidung: Ende der Zinserhöhungen bereits im März?
03.02.23 10:45
Neuberger Berman
New York (www.anleihencheck.de) - Die EZB deutete klar eine Abschwächung oder einen möglichen Stopp der Zinserhöhungen nach März an, so Robert Dishner, Senior Portfolio Manager Fixed Income bei dem US-amerikanischen Vermögensverwalter Neuberger Berman.
Obwohl Lagarde angemerkt habe, dass die EZB mit ihrer restriktiveren Geldpolitik auch nach März noch nicht fertig sein könnte, werde sich der Markt wohl auf ein baldiges Ende der Zinserhöhungen einstellen. Die Zentralbanken würden sich von "hawkish" zu "neutral" bewegen, aber die Märkte würden so handeln, als ob sie sich zu "dovish" bewegen würden, ohne bei "neutral" zu stoppen.
Auch wenn Lagarde versucht habe, "hawkish" zu klingen, als sie erklärt habe, nicht behaupten zu wollen, dass die Disinflation bereits im Gange wäre: Wenn die EZB eine Verlangsamung in Betracht ziehe, die möglicherweise bis zum Sommer, wenn nicht schon früher, abgeschlossen sein könnte - dann sei die Reaktion des Marktes wahrscheinlich die richtige. Insbesondere da Lagarde bewusst betont habe, dass selbst die für März angekündigten 50 Basispunkte nicht garantiert seien.
Ihre Ankündigung, die Zinsen im März um weitere 50 Basispunkte anzuheben, könnten die Währungshüter im Rückblick als Fehler bewerten. Immerhin hätten sie das Vorhaben heute relativiert. Vielleicht hätten sie angenommen, dass der Markt diese Vorabzusage als "hawkish" ansehen würde, aber es sei genau umgekehrt. Es sei schwierig, dieses Verhalten als etwas anderes als "dovish" zu bezeichnen, insbesondere nach der Pressekonferenz im Dezember. Die Inflationsrisiken seien laut Lagarde nun ausgeglichener. Zudem habe sie gesagt, dass die stark Rückläufige Kreditvergabe der Banken, darauf zurückzuführen sei, dass sie sich zuvor robust gehalten habe. (03.02.2023/alc/a/a)
Obwohl Lagarde angemerkt habe, dass die EZB mit ihrer restriktiveren Geldpolitik auch nach März noch nicht fertig sein könnte, werde sich der Markt wohl auf ein baldiges Ende der Zinserhöhungen einstellen. Die Zentralbanken würden sich von "hawkish" zu "neutral" bewegen, aber die Märkte würden so handeln, als ob sie sich zu "dovish" bewegen würden, ohne bei "neutral" zu stoppen.
Auch wenn Lagarde versucht habe, "hawkish" zu klingen, als sie erklärt habe, nicht behaupten zu wollen, dass die Disinflation bereits im Gange wäre: Wenn die EZB eine Verlangsamung in Betracht ziehe, die möglicherweise bis zum Sommer, wenn nicht schon früher, abgeschlossen sein könnte - dann sei die Reaktion des Marktes wahrscheinlich die richtige. Insbesondere da Lagarde bewusst betont habe, dass selbst die für März angekündigten 50 Basispunkte nicht garantiert seien.
Ihre Ankündigung, die Zinsen im März um weitere 50 Basispunkte anzuheben, könnten die Währungshüter im Rückblick als Fehler bewerten. Immerhin hätten sie das Vorhaben heute relativiert. Vielleicht hätten sie angenommen, dass der Markt diese Vorabzusage als "hawkish" ansehen würde, aber es sei genau umgekehrt. Es sei schwierig, dieses Verhalten als etwas anderes als "dovish" zu bezeichnen, insbesondere nach der Pressekonferenz im Dezember. Die Inflationsrisiken seien laut Lagarde nun ausgeglichener. Zudem habe sie gesagt, dass die stark Rückläufige Kreditvergabe der Banken, darauf zurückzuführen sei, dass sie sich zuvor robust gehalten habe. (03.02.2023/alc/a/a)


