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EZB-Entscheid bietet Investoren Chancen
18.03.16 11:27
Janus Capital International
London (www.anleihencheck.de) - Das umfangreiche Maßnahmenpaket, das die Europäische Zentralbank (EZB) in der vergangenen Woche zur weiteren Lockerung ihrer Geldpolitik beschlossen hat, wird die Preise von Risikoanlagen stützen, so die Experten des amerikanischen Asset Managers Janus Capital.
Zudem hätten sich dadurch die Aussichten für europäische Unternehmensanleihen verbessert.. "Wir gehen davon aus, dass sich durch die jüngsten Entscheidungen der EZB die Zinskurven in Euroland weiter verflachen werden", so die Experten des Fixed Income-Teams in ihrem jüngsten Ausblick. Die EZB verstärke damit ihre Präsenz in den Bondmärkten der Eurozone und gestehe gleichzeitig ein, dass die Inflationsrate weiter unter ihren langfristigen Zielwert bleiben werde. Für 2016 hätten die Notenbanker ihre Erwartung von 1 Prozent auf 0,1 Prozent gesenkt. "Vor diesem Hintergrund sind wir sehr zuversichtlich für die weitere Entwicklung der Zinsen in Europa", so das Janus-Team, das allerdings überzeugt davon sei, dass in Zukunft weitere Lockerungsmaßnahmen durch die EZB notwendig sein würden, damit die Inflation die anvisierte Zielmarke erreiche.
Der EZB-Rat habe in der vergangenen Woche ein Bündel von geldpolitischen Maßnahmen beschlossen. Dazu würden unter anderem die Senkung des Leizinses auf null Prozent, eine Absenkung des Einlagensatzes um 10 Basispunkte auf -0,4 Prozent und die Ausweitung des Volumens des Anleiheankaufprogramms auf monatlich 80 Mrd. Euro von zuvor 60 Mrd. Euro gehören. Ankaufen werde die EZB dabei zukünftig neben Staatsanleihen der EU-Mitgliedsländer auch europäische Unternehmensanleihen mit Investment-Grade-Status. "Die Kombination dieser Maßnahmen zielt darauf ab, privaten Kreditnehmern Anreize zu bieten, neue Mittel aufzunehmen - was sich letztlich vorteilhaft auf das Segment der Unternehmensanleihen auswirken wird", so die Janus-Experten. "Das Paket legt außerdem den Schluss nahe, dass die EZB eher durch eine höhere Verschuldung als über niedrigere Zinsen die Nachfrage in der Realwirtschaft ankurbeln will."
Für das Fixed-Income-Team würden die Maßnahmen der EZB außerdem darauf zielen, Druck von den Banken zu nehmen. "Wenn durch die Zinssenkungen auf der einen Seite die Profitabilität der Banken sinkt, wird auf der anderen Seite die Kreditvergabe stimuliert", so die Experten, die davon überzeugt seien, dass sich der Ansatz der Zentralbank letztlich als vorteilhaft für den Finanzsektor erweisen werde. "Zumal die meisten Institute mittlerweile ausreichend kapitalisiert sind und über reichlich Liquidität verfügen", so die Experten.
Dazu komme, dass die jüngsten Daten eine Belebung des Wachstums in der Eurozone signalisieren würden. "Die Schritte der EZB drängen die Banken, mehr Darlehen zu vergeben und das könnte zu einer höheren Kreditnachfrage vor allem der kleineren und mittleren Unternehmen aus der Eurozone führen - und auf diese Weise das Wachstum weiter stimulieren", würden die Janus-Experten prognostizieren, die unter diesem Gesichtspunkt die Aussichten für den europäischen Bankensektor als positiv beurteilen würden.
Ihrer Einschätzung zufolge würden sich für Investoren nach der Entscheidung der EZB gute Gelegenheiten sowohl bei langlaufenden Staatsanleihen als auch bei Unternehmenspapieren ergeben. Chancen böten sich ihnen zufolge auch bei inflationsindexierten Anleihen, die entweder an die Inflationsentwicklung der gesamten Eurozone oder einzelner Euro-Länder gekoppelt seien. "Werden diese Papiere auf dem historisch gesehen günstigen Preisniveau gekauft, sollte bereits ein kleiner Anstieg der Inflationserwartungen reichen, um einen profitablen Handel zu machen." (18.03.2016/alc/a/a)
Zudem hätten sich dadurch die Aussichten für europäische Unternehmensanleihen verbessert.. "Wir gehen davon aus, dass sich durch die jüngsten Entscheidungen der EZB die Zinskurven in Euroland weiter verflachen werden", so die Experten des Fixed Income-Teams in ihrem jüngsten Ausblick. Die EZB verstärke damit ihre Präsenz in den Bondmärkten der Eurozone und gestehe gleichzeitig ein, dass die Inflationsrate weiter unter ihren langfristigen Zielwert bleiben werde. Für 2016 hätten die Notenbanker ihre Erwartung von 1 Prozent auf 0,1 Prozent gesenkt. "Vor diesem Hintergrund sind wir sehr zuversichtlich für die weitere Entwicklung der Zinsen in Europa", so das Janus-Team, das allerdings überzeugt davon sei, dass in Zukunft weitere Lockerungsmaßnahmen durch die EZB notwendig sein würden, damit die Inflation die anvisierte Zielmarke erreiche.
Für das Fixed-Income-Team würden die Maßnahmen der EZB außerdem darauf zielen, Druck von den Banken zu nehmen. "Wenn durch die Zinssenkungen auf der einen Seite die Profitabilität der Banken sinkt, wird auf der anderen Seite die Kreditvergabe stimuliert", so die Experten, die davon überzeugt seien, dass sich der Ansatz der Zentralbank letztlich als vorteilhaft für den Finanzsektor erweisen werde. "Zumal die meisten Institute mittlerweile ausreichend kapitalisiert sind und über reichlich Liquidität verfügen", so die Experten.
Dazu komme, dass die jüngsten Daten eine Belebung des Wachstums in der Eurozone signalisieren würden. "Die Schritte der EZB drängen die Banken, mehr Darlehen zu vergeben und das könnte zu einer höheren Kreditnachfrage vor allem der kleineren und mittleren Unternehmen aus der Eurozone führen - und auf diese Weise das Wachstum weiter stimulieren", würden die Janus-Experten prognostizieren, die unter diesem Gesichtspunkt die Aussichten für den europäischen Bankensektor als positiv beurteilen würden.
Ihrer Einschätzung zufolge würden sich für Investoren nach der Entscheidung der EZB gute Gelegenheiten sowohl bei langlaufenden Staatsanleihen als auch bei Unternehmenspapieren ergeben. Chancen böten sich ihnen zufolge auch bei inflationsindexierten Anleihen, die entweder an die Inflationsentwicklung der gesamten Eurozone oder einzelner Euro-Länder gekoppelt seien. "Werden diese Papiere auf dem historisch gesehen günstigen Preisniveau gekauft, sollte bereits ein kleiner Anstieg der Inflationserwartungen reichen, um einen profitablen Handel zu machen." (18.03.2016/alc/a/a)


