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EZB in der Analyse-Falle
08.10.15 15:00
Saxo Bank
Kopenhagen (www.anleihencheck.de) - Marktbeobachter schauen heute gespannt auf die Veröffentlichung der Protokolle der Septembersitzung des Zentralbankrats der EZB, so die Analysten der Saxo Bank.
Werde es die allseits erwartete Ausweitung der EZB-Anleihekäufe geben? Oder würden die Märkte eine böse Überraschung erleben?
Dazu Teis Knuthsen, CIO der Saxo Privatbank:
Die EZB bleibe weiterhin eine Zentralbank, die nach Gründen suche, weitere Lockerungen durchzuführen. Sei es durch eine Einlagenzinssenkung oder eine Ausweitung des QE-Programms. Dieser Antrieb basiere auf der generellen Sorge über die niedrige Inflation.
Jedoch sei diese Analyse der Zentralbank höchstwahrscheinlich falsch. Die Analysten könnten von der Geldpolitik derzeit nicht erwarten, dass sie zu einem Anstieg der Inflation beitrage. Schließlich werde Desinflation/Deflation größtenteils durch die wirtschaftliche Angebotsseite beeinflusst - hauptsächlich durch fallende Rohstoffpreise und dem Wandel hin zur digitalen Wirtschaft.
Angesichts einer FED in der Warteschleife werde die EZB wahrscheinlich ebenso versuchen, einen Anstieg des Euro zu verhindern. Der Dollar befinde sich auf einem Mehrjahreshoch, wodurch die EUR/USD-Parität wahrscheinlich unterschritten werde. Dennoch würde es verwundern, wenn es ohne die FED am Steuer beim EUR/USD-Kurs zu einer nennenswerten Korrektur nach oben käme (vielleicht 1,25). (08.10.2015/alc/a/a)
Werde es die allseits erwartete Ausweitung der EZB-Anleihekäufe geben? Oder würden die Märkte eine böse Überraschung erleben?
Die EZB bleibe weiterhin eine Zentralbank, die nach Gründen suche, weitere Lockerungen durchzuführen. Sei es durch eine Einlagenzinssenkung oder eine Ausweitung des QE-Programms. Dieser Antrieb basiere auf der generellen Sorge über die niedrige Inflation.
Jedoch sei diese Analyse der Zentralbank höchstwahrscheinlich falsch. Die Analysten könnten von der Geldpolitik derzeit nicht erwarten, dass sie zu einem Anstieg der Inflation beitrage. Schließlich werde Desinflation/Deflation größtenteils durch die wirtschaftliche Angebotsseite beeinflusst - hauptsächlich durch fallende Rohstoffpreise und dem Wandel hin zur digitalen Wirtschaft.
Angesichts einer FED in der Warteschleife werde die EZB wahrscheinlich ebenso versuchen, einen Anstieg des Euro zu verhindern. Der Dollar befinde sich auf einem Mehrjahreshoch, wodurch die EUR/USD-Parität wahrscheinlich unterschritten werde. Dennoch würde es verwundern, wenn es ohne die FED am Steuer beim EUR/USD-Kurs zu einer nennenswerten Korrektur nach oben käme (vielleicht 1,25). (08.10.2015/alc/a/a)


