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EZB: Alle Augen auf morgige Sitzung gerichtet
07.05.14 14:28
Bankhaus Ellwanger & Geiger
Stuttgart (www.anleihencheck.de) - Die Spreu trennt sich vom Weizen. Unternehmen, die in ihren Ergebnisausweisen enttäuschen oder deren Ausblick die Erwartungen der Investoren nicht getroffen hat, müssen empfindliche Kursrückschläge verkraften, so die Analysten vom Bankhaus Ellwanger & Geiger.
Anders hingegen Unternehmen, die Gewinnerwartungen treffen und ihre Investoren davon überzeugen könnten, die Zukunft z.B. mit Restrukturierungen aktiv erfolgreich anzugehen. Kurszuwächse seien Belohnungen dieser Versprechungen, die allerdings erst in der Zukunft einzulösen seien. Für den Gesamtmarkt bedeute dies ein "Auf-der-Stelle-Treten", weil sich diese beiden Entwicklungen quasi aufheben würden.
Insgesamt belaste der Ukraine-Konflikt weiterhin die Märkte. Zwar rechne (noch) niemand mit einem militärischen Eingreifen Russlands. Die sich täglich weiter zuspitzende Lage in den östlichen Provinzen der Ukraine lasse eine Entspannung der Lage jedoch in weite Ferne rücken. Selbst die Entstehung eines Bürgerkrieges könne nicht mehr ausgeschlossen werden. Die Aktienmärkte weltweit hätten noch nicht markant auf dieses Szenario reagiert. Hinzu kämen widersprüchliche Wirtschaftsdaten - während aus den USA relativ stabile Daten (z.B. Arbeitsmarkt) vermeldet würden, lasse das Wachstum in China respektive Asien etwas nach.
Alle Augen würden sich daher auf die morgige EZB-Sitzung richten. Weltweit würden Anleiheinvestoren auf das Einhalten des EZB-Versprechens spekulieren, im Krisenfall Staatsanleihen potenziell kriselnder Staaten zu erwerben. Nur so könne man sich erklären, dass die Renditen langlaufender Portugal-Anleihen auf das Niveau von 2006, also zwei Jahre vor dem Ausbruch der Euro-Schuldenkrise, gefallen seien. Und dies, obwohl weder Schuldenberge reduziert noch Strukturmaßnahmen in ausreichendem Maße umgesetzt worden seien.
Eine von Investoren erhoffte Ausweitung der geldpolitischen Unterstützung in Europa nach amerikanischem oder japanischem Vorbild durch breit angelegte Wertpapierkäufe könnte den ermüdeten Aktienmärkten neues Leben einhauchen. Die Pressekonferenz werde daher morgen noch mehr Beachtung finden als sonst schon. (07.05.2014/alc/a/a)
Anders hingegen Unternehmen, die Gewinnerwartungen treffen und ihre Investoren davon überzeugen könnten, die Zukunft z.B. mit Restrukturierungen aktiv erfolgreich anzugehen. Kurszuwächse seien Belohnungen dieser Versprechungen, die allerdings erst in der Zukunft einzulösen seien. Für den Gesamtmarkt bedeute dies ein "Auf-der-Stelle-Treten", weil sich diese beiden Entwicklungen quasi aufheben würden.
Alle Augen würden sich daher auf die morgige EZB-Sitzung richten. Weltweit würden Anleiheinvestoren auf das Einhalten des EZB-Versprechens spekulieren, im Krisenfall Staatsanleihen potenziell kriselnder Staaten zu erwerben. Nur so könne man sich erklären, dass die Renditen langlaufender Portugal-Anleihen auf das Niveau von 2006, also zwei Jahre vor dem Ausbruch der Euro-Schuldenkrise, gefallen seien. Und dies, obwohl weder Schuldenberge reduziert noch Strukturmaßnahmen in ausreichendem Maße umgesetzt worden seien.
Eine von Investoren erhoffte Ausweitung der geldpolitischen Unterstützung in Europa nach amerikanischem oder japanischem Vorbild durch breit angelegte Wertpapierkäufe könnte den ermüdeten Aktienmärkten neues Leben einhauchen. Die Pressekonferenz werde daher morgen noch mehr Beachtung finden als sonst schon. (07.05.2014/alc/a/a)


