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EU-Kommission: keine Euro-Bonds ohne Fiskalunion
22.05.12 10:31
BayernLB
München (www.anleihencheck.de) - Ohne Impulse von Daten- oder politischer Seite startete der Bundhandel mit nahezu unveränderten Renditen lustlos in die neue Handelswoche, so die Analysten der BayernLB.
Wenig Bewegung sei auch bei den Cross-Country Spreads zu beobachten gewesen. Die spanische Zeitung "El Pais" vermute, dass die teilverstaatlichte spanische Großbank Bankia, die zusätzlich 7 bis 7,5 Mrd. Euro benötige, hierfür erneut staatliche Hilfe werde beantragen müssen. Spanien werde zudem noch diese Woche "Expertenbesuch" von der Statistikbehörde Eurostat erhalten. Die Fachleute sollten prüfen, ob die jüngste Defizit-Revision ausreiche. Man wolle sicherstellen, dass "solch ein Problem nicht wieder auftritt".
Unterdessen habe sich neben der deutschen Bundesregierung auch die Europäische Kommission gegen die französische Forderung nach Euro-Bonds gestellt. Grundvoraussetzung für jede Form gemeinsamer Schuldenaufnahme sei der Schwenk in Richtung einer Fiskalunion im Währungsgebiet. Bundeskanzlerin Merkel sehe vor den anstehenden EU-Abstimmungen trotz der Differenzen mit Frankreich Kompromissmöglichkeiten.
Vor dem morgigen informellen EU-Gipfel dürfte sich der impulslose Seitwärtshandel noch fortsetzen.
Die erwartete Zunahme bei den Verkäufen bestehender Häuser sende ein weiteres Stabilisierungssignal für den US-Häusermarkt. Das Verbrauchervertrauen im Euro-Raum dürfte im Mai erneut leicht gesunken sein. Hier würden die deutlichen Rücksetzer an den Finanzmärkten und die negativen politischen Meldungen aus Griechenland sowie die weiter steigende Arbeitslosigkeit die Stimmung belasten.
EZB-Direktoriumsmitglied Asmussen gestern: "Die Diskussion Haushaltskonsolidierung versus Wachstum ist die falsche Debatte. Wir brauchen beides." Der beschlossene Fiskalpakt könne um ein umfangreiches Wachstumspaket ergänzt werden, beispielsweise mit einer Reform der europäischen Arbeitsmärkte nach dem Vorbild der deutschen Agenda 2010. Heute stünden die Reden von Nowotny (EZB) um 18:00 Uhr und Lochart (FED) zur Geldpolitik um 12:15 Uhr an. (22.05.2012/alc/a/a)
Wenig Bewegung sei auch bei den Cross-Country Spreads zu beobachten gewesen. Die spanische Zeitung "El Pais" vermute, dass die teilverstaatlichte spanische Großbank Bankia, die zusätzlich 7 bis 7,5 Mrd. Euro benötige, hierfür erneut staatliche Hilfe werde beantragen müssen. Spanien werde zudem noch diese Woche "Expertenbesuch" von der Statistikbehörde Eurostat erhalten. Die Fachleute sollten prüfen, ob die jüngste Defizit-Revision ausreiche. Man wolle sicherstellen, dass "solch ein Problem nicht wieder auftritt".
Vor dem morgigen informellen EU-Gipfel dürfte sich der impulslose Seitwärtshandel noch fortsetzen.
Die erwartete Zunahme bei den Verkäufen bestehender Häuser sende ein weiteres Stabilisierungssignal für den US-Häusermarkt. Das Verbrauchervertrauen im Euro-Raum dürfte im Mai erneut leicht gesunken sein. Hier würden die deutlichen Rücksetzer an den Finanzmärkten und die negativen politischen Meldungen aus Griechenland sowie die weiter steigende Arbeitslosigkeit die Stimmung belasten.
EZB-Direktoriumsmitglied Asmussen gestern: "Die Diskussion Haushaltskonsolidierung versus Wachstum ist die falsche Debatte. Wir brauchen beides." Der beschlossene Fiskalpakt könne um ein umfangreiches Wachstumspaket ergänzt werden, beispielsweise mit einer Reform der europäischen Arbeitsmärkte nach dem Vorbild der deutschen Agenda 2010. Heute stünden die Reden von Nowotny (EZB) um 18:00 Uhr und Lochart (FED) zur Geldpolitik um 12:15 Uhr an. (22.05.2012/alc/a/a)


