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Dreijahres-Tender der EZB: Pegelstand und Abflussmöglichkeiten
29.02.12 10:00
BayernLB
München (www.anleihencheck.de) - Im Fokus steht heute die Zuteilung beim zweiten Dreijahres-Tender der EZB, so die Analysten der BayernLB.
Die Spanne der Schätzungen sei extrem weit, die EZB selbst erwarte ein Brutto-Volumen im Bereich des ersten Tenders (489 Mrd. Euro). Bezüglich der Effekte des Tenders seien die Analysten skeptisch, dass sich die Rally bei den Peripherie-Spreads im selben Umfang wie bisher fortsetzen werde. Erheblich niedrigere Spread-Stände bei gleichzeitig verschlechtertem Rating und herab revidierten Wachstumsprognosen würden ein deutlich gewandeltes Chance/Risiko-Profil ergeben. Zudem sei im Laufzeitenbereich bis drei Jahre kaum noch "Material" zu finden. Die Nachfrage dürfte sich daher eher zu anderen Spread-Produkten und mittleren Laufzeiten hin verschieben. Auch Kernländer könnten hierbei profitieren.
Das Bundesverfassungsgericht habe das Bundestags-Geheimgremium zur Kontrolle der EFSF als weitgehend verfassungswidrig erklärt. Im Falle von interventionsartigen EFSF-Staatsanleihekäufen gelte aber eine Ausnahme. Der irische Premier Kenny habe gestern eine Volksabstimmung zum Fiskalpakt angekündigt. Ein "Nein" der Iren würde den Pakt zwar nicht stoppen, da nur zwölf der 17 Euro-Länder zustimmen müssten. Allerdings habe der irische Finanzminister Noonan im Dezember erklärt, eine Volksabstimmung über den Fiskalpakt laufe auf eine Abstimmung über Irlands Mitgliedschaft in der Euro-Zone hinaus.
Für die zweite US-BIP-Schätzung würden die Analysten eine leichte Abwärtsrevision erwarten (Außenhandel stärker, Lageraufbau schwächer).
Ein Gegeneffekt zur witterungsbedingt rückläufigen Arbeitslosigkeit bewirke eine Stagnation am deutschen Arbeitsmarkt.
Bei der halbjährlichen Anhörung im Repräsentantenhaus (16 Uhr) werde Bernanke vor dem Hintergrund verbesserter Konjunkturdaten wohl keine Hinweise auf ein "QE3" geben. Details würden im Beige Book um 20:00 Uhr veröffentlicht. Heute stünden die Reden von Fisher (FED) um 16:25 Uhr und Plosser (FED) um 19:00 Uhr an. (29.02.2012/alc/a/a)
Die Spanne der Schätzungen sei extrem weit, die EZB selbst erwarte ein Brutto-Volumen im Bereich des ersten Tenders (489 Mrd. Euro). Bezüglich der Effekte des Tenders seien die Analysten skeptisch, dass sich die Rally bei den Peripherie-Spreads im selben Umfang wie bisher fortsetzen werde. Erheblich niedrigere Spread-Stände bei gleichzeitig verschlechtertem Rating und herab revidierten Wachstumsprognosen würden ein deutlich gewandeltes Chance/Risiko-Profil ergeben. Zudem sei im Laufzeitenbereich bis drei Jahre kaum noch "Material" zu finden. Die Nachfrage dürfte sich daher eher zu anderen Spread-Produkten und mittleren Laufzeiten hin verschieben. Auch Kernländer könnten hierbei profitieren.
Für die zweite US-BIP-Schätzung würden die Analysten eine leichte Abwärtsrevision erwarten (Außenhandel stärker, Lageraufbau schwächer).
Ein Gegeneffekt zur witterungsbedingt rückläufigen Arbeitslosigkeit bewirke eine Stagnation am deutschen Arbeitsmarkt.
Bei der halbjährlichen Anhörung im Repräsentantenhaus (16 Uhr) werde Bernanke vor dem Hintergrund verbesserter Konjunkturdaten wohl keine Hinweise auf ein "QE3" geben. Details würden im Beige Book um 20:00 Uhr veröffentlicht. Heute stünden die Reden von Fisher (FED) um 16:25 Uhr und Plosser (FED) um 19:00 Uhr an. (29.02.2012/alc/a/a)


