Erweiterte Funktionen
Deutsche und französische inflationsindexierte Anleihen im Fokus
12.02.15 16:34
Oddo Asset Management
Paris (www.anleihencheck.de) - Nachdem die EZB ein massives Kaufprogramm für Anleihen angekündigt hat, rücken für Nicolas Chaput, CEO und Co-CIO, und Laurent Denize, CIO beim französischen Vermögensverwalter Oddo Asset Management, Anlagen in deutsche und französische inflationsindexierte Anleihen in den Fokus.
Diese Schuldtitel seien ausdrücklich in das Programm der EZB eingeschlossen, wobei das Angebot an diesen Anleihen jedoch deutlich geringer sei, als bei klassischen Schuldtiteln, heiße es in ihrer jüngsten Markteinschätzung. Dieses Ungleichgewicht werde sich positiv auf die Kurse von inflationsindexierten Anleihen auswirken.
Getragen von der Ankündigung massiver Anleihekäufe durch die EZB (QE) hätten risikobehaftete europäische Vermögenswerte im Januar eine Rekord-Performance verzeichnet: +7% für europäische Aktien. Um in Zeiten, in denen sich die Inflation in Europa auf historischen Tiefstständen befinde, vom QE der EZB zu profitieren, würden die Experten inflationsindexierte Anleihen aus Deutschland und Frankreich für attraktiv halten.
Die Wirkungsweise inflationsindexierter Anleihen schütze Anleger vor Inflationsrisiken, von denen sowohl die Nominale als auch die Kuponzahlungen betroffen seien. Im Gegensatz zu traditionellen Anleihen würden sie jedes Jahr angepasst, um der beobachteten Inflation Rechnung zu tragen und eine konstante Realrendite zu erreichen. Die Wertentwicklung dieser Anleihen sei eine (recht komplexe) Funktion von zwei Komponenten:
- Der Höhe der Nominalzinsen: Bei traditionellen Anleihen sorge ein Zinsrückgang für einen Kursanstieg und umgekehrt.
- Den Inflationserwartungen: Der Kurs inflationsgebundener Anleihen werde durch einen Anstieg der Inflationserwartungen positiv beeinflusst und umgekehrt.
Im Kontext des QE der EZB könnten sich zwei Faktoren zugunsten der Kurse von Anleihen auswirken:
Sie seien im Programm der EZB ausdrücklich eingeschlossen, wobei das Angebot an diesen Papieren deutlich geringer sei als bei klassischen Anleihen. Der Kurs dürfte daher von einem Ungleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage profitieren.
Die Inflationserwartungen lägen über alle Zeithorizonte hinweg auf Rekordtiefstwerten, zum Beispiel bei 0,05% auf fünf Jahre für Deutschland. Wenn das QE funktioniere, würden diese Erwartungen steigen und sich positiv auf die Kurse inflationsgebundener Anleihen auswirken.
Verglichen mit Aktien sei ihre historische Volatilität geringer: 4,2%.
Sie könnten eine Absicherung im Falle einer technischen Erholung des Ölpreises - wie im Jahr 1986 - darstellen, einfach weil der Rückgang übertrieben ausgefallen sei.
Im Falle anhaltenden Disinflationsdrucks hätten die Anleihen die Fähigkeit, den Rückgang der Inflationserwartungen durch ihre Sensitivität in Bezug auf den Zinsrückgang zu absorbieren.
Die Experten hätten sich entschlossen, ihren diversifizierten Portfolios inflationsindexierte Anleihen mit langer Laufzeit hinzuzufügen. Dies gebe ihnen die Möglichkeit einer erheblichen Performance im Falle des Eintretens eines reflationären Szenarios. Gleichzeitig könnten die Experten kurzfristig von einem Zinsrückgang profitieren. (12.02.2015/alc/a/a)
Diese Schuldtitel seien ausdrücklich in das Programm der EZB eingeschlossen, wobei das Angebot an diesen Anleihen jedoch deutlich geringer sei, als bei klassischen Schuldtiteln, heiße es in ihrer jüngsten Markteinschätzung. Dieses Ungleichgewicht werde sich positiv auf die Kurse von inflationsindexierten Anleihen auswirken.
Getragen von der Ankündigung massiver Anleihekäufe durch die EZB (QE) hätten risikobehaftete europäische Vermögenswerte im Januar eine Rekord-Performance verzeichnet: +7% für europäische Aktien. Um in Zeiten, in denen sich die Inflation in Europa auf historischen Tiefstständen befinde, vom QE der EZB zu profitieren, würden die Experten inflationsindexierte Anleihen aus Deutschland und Frankreich für attraktiv halten.
Die Wirkungsweise inflationsindexierter Anleihen schütze Anleger vor Inflationsrisiken, von denen sowohl die Nominale als auch die Kuponzahlungen betroffen seien. Im Gegensatz zu traditionellen Anleihen würden sie jedes Jahr angepasst, um der beobachteten Inflation Rechnung zu tragen und eine konstante Realrendite zu erreichen. Die Wertentwicklung dieser Anleihen sei eine (recht komplexe) Funktion von zwei Komponenten:
- Der Höhe der Nominalzinsen: Bei traditionellen Anleihen sorge ein Zinsrückgang für einen Kursanstieg und umgekehrt.
- Den Inflationserwartungen: Der Kurs inflationsgebundener Anleihen werde durch einen Anstieg der Inflationserwartungen positiv beeinflusst und umgekehrt.
Sie seien im Programm der EZB ausdrücklich eingeschlossen, wobei das Angebot an diesen Papieren deutlich geringer sei als bei klassischen Anleihen. Der Kurs dürfte daher von einem Ungleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage profitieren.
Die Inflationserwartungen lägen über alle Zeithorizonte hinweg auf Rekordtiefstwerten, zum Beispiel bei 0,05% auf fünf Jahre für Deutschland. Wenn das QE funktioniere, würden diese Erwartungen steigen und sich positiv auf die Kurse inflationsgebundener Anleihen auswirken.
Verglichen mit Aktien sei ihre historische Volatilität geringer: 4,2%.
Sie könnten eine Absicherung im Falle einer technischen Erholung des Ölpreises - wie im Jahr 1986 - darstellen, einfach weil der Rückgang übertrieben ausgefallen sei.
Im Falle anhaltenden Disinflationsdrucks hätten die Anleihen die Fähigkeit, den Rückgang der Inflationserwartungen durch ihre Sensitivität in Bezug auf den Zinsrückgang zu absorbieren.
Die Experten hätten sich entschlossen, ihren diversifizierten Portfolios inflationsindexierte Anleihen mit langer Laufzeit hinzuzufügen. Dies gebe ihnen die Möglichkeit einer erheblichen Performance im Falle des Eintretens eines reflationären Szenarios. Gleichzeitig könnten die Experten kurzfristig von einem Zinsrückgang profitieren. (12.02.2015/alc/a/a)
Aktuelle Kursinformationen mehr >
| Kurs | Vortag | Veränderung | Datum/Zeit | |
| 2,70 % | 1,90 % | 0,80 % | +42,11% | 24.04./22:00 |
| ISIN | WKN | Jahreshoch | Jahrestief | |
| 2,70 % | 1,80 % | |||


