Deutsche Telekom-Anleihen mit 4,3% bis 7,8% Zinsen - Anleiheanalyse


23.05.18 10:00
ZertifikateReport

Gablitz (www.anleihencheck.de) - Die Experten vom "ZertifikateReport" präsentieren in ihrer aktuellen Ausgabe zwei Anleihen von der Landesbank Baden-Württemberg auf die Deutsche Telekom-Aktie.

Mit einem Kurs von 13,50 Euro sei die Aktie der Deutschen Telekom am unteren Rand der seit Anfang 2015 etablierten Handelsspanne von 13 bis 18 Euro angekommen. Die Bankanalysten würden größtenteils eine neutrale bis positive Aktienkursentwicklung erwarten und Zwölf-Monats-Kursziele zwischen 14 und 19,50 Euro ausgeben - mit dem Kursziel von 12 Euro sei Jeffries das einzige Analysehaus, das innerhalb der letzten 30 Tage eine negative Einschätzung vorgenommen habe. Aktienanleger, denen auch auf aktuellem Kursniveau ein Direktinvestment in die Aktie noch zu gewagt erscheine, könnten mit einer Aktienanleihe auf eine Seitwärtsbewegung setzen oder sogar bei leichten Kursrückgängen noch eine attraktive Rendite erzielen.

Vorsichtige Optimisten, die von seitwärts tendierenden oder leicht steigenden Kursen ausgehen würden, könnten zur Anleihe (ISIN DE000LB1QMY2 / WKN LB1QMY) greifen: Bei dieser klassischen Aktienanleihe liege der Basispreis mit 13,50 auf Höhe des aktuellen Kurses; die Aktie sollte am Bewertungstag (18.01.2019) mindestens auf diesem Level notieren. Ohne Sicherheitspuffer (abgesehen von den Zinsen selbst) falle die Maximalrendite mit 7,8 Prozent p.a. (Zinskupon 3%, restliche Rendite durch Kauf unter pari) entsprechend attraktiv aus.

Wer dagegen die Möglichkeit zwischenzeitlicher Kursschwächen nicht ausschließe und daher Wert auf einen Sicherheitspuffer lege, könnte in die Aktienanleihe Protect (ISIN DE000LB1PXW5 / WKN LB1PXW) investieren: Bei dieser dürfe der Kurs während der gesamten Laufzeit (bis zum Bewertungstag 23.08.2019) in gewissen Maße nachgeben, ohne dass dies die Rückzahlung beeinträchtige. Falle der Aktienkurs dagegen auf oder unter diese Barriere bei 9,93 Euro, dann sei die Schutzwirkung hinfällig und das Produkt verwandle sich in eine klassische Aktienanleihe (mit Basispreis bei 14,19 Euro). Die Rendite liege mit 4,3 Prozent p.a. zwar niedriger als bei der klassischen Aktienanleihe, dafür biete diese aber einen 26-prozentigen Sicherheitspuffer.

In einem negativen Szenario werde entweder der Basispreis am Bewertungstag unterschritten oder die Barriere einmalig verletzt: Anstelle der Rückzahlung des Nominalwerts erfolge die Lieferung von 74 bzw. 70 Aktien gemäß Bezugsverhältnis (= 1.000 Euro/ Basispreis). Sofern diese später zu einem Kurs unterhalb des Basispreises verkauft würden, entstünden Verluste.

Wer selbst auf dem aktuell relativ günstigen Niveau das Direktinvestment in die T-Aktie scheut, kann sich mit beiden Aktienanleihen die Chance auf eine attraktive Seitwärtsrendite sichern - je nach persönlicher Markteinschätzung mit oder ohne Sicherheitspuffer, so die Experten vom "ZertifikateReport". (23.05.2018/alc/a/a)