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Daumen hoch für Europas Unternehmensanleihen
23.06.25 12:17
Degroof Petercam
Brüssel (www.anleihencheck.de) - Die Inflation geht zurück, was die Zinsen in Schach halten dürfte. In diesem Umfeld halten europäische Anleihen Chancen bereit, so Marc Leemans, Fund Manager Fixed Income bei DPAM.
DPAM sei optimistisch für die europäischen Kreditmärkte. Die Renditeaufschläge seien auf das Niveau vom Jahresbeginn zurückgegangen. Das schaffe ein interessantes Carry-Umfeld, mit attraktiven Renditen sowohl im Investment-Grade- als auch im Hochzinsbereich. Ein konservatives Portfolio aus Anleihen mit BB- und B-Ratings erziele immer noch eine Rendite von über 4,5%.
Konjunkturumfeld günstig
Europas Wirtschaft wachse schleppend, aber leicht positiv. Solange es zu keiner Rezession komme, würden die Unternehmen weiterhin in der Lage sein, die Kupons für ihre ausstehenden Schulden zu zahlen. Darüber hinaus sei die Anlageklasse nach wie vor sehr gut nachgefragt. In diesem Jahr seien schon 1,7 Mrd. EUR in europäische Hochzinsfonds geflossen. Unternehmen würden ihre Anleihen frühzeitig refinanzieren, die Neuemissionen hätten im Mai Rekordhöhen erreicht.
Insgesamt würden sich Hochzinsanleihen zum jetzigen Zeitpunkt des Zyklus in einer günstigen Lage befinden: Die Wirtschaft laufe nicht heiß, fäalle aber auch nicht in eine Rezession. Im Mai habe es (fast erwartungsgemäß) mehr Ausfälle als zuvor gegeben. Allerdings - und das sei wichtiger - sinke die Verlustquote dank hoher Rückzahlungswerte. Im weiteren Jahresverlauf sei mit einem allmählichen Rückgang der Ausfälle zu rechnen.
Unternehmen krisenerprobt
In den vergangenen fünf Jahren hätten die Unternehmen gelernt, mit den Corona-Bedingungen, der folgenden Inflation und zuletzt der unberechenbaren US-Politik umzugehen. Unternehmen mit BB- und B-Rating hätten ihre Verschuldung vorsichtig gesteuert - die Nettoverschuldung ist im Verhältnis zum EBITDA zurückgegangen. Derzeit gebe es keine Anzeichen für übermäßige Fusionen und Übernahmen oder eine massive Refinanzierung von Dividenden.
In der CCC-Kategorie hingegen sei die Verschuldung in den vergangenen Quartalen gestiegen. Dies betreffe aber nur einen kleinen Teil des Universums. Außerdem hätten sich die Gewinne im ersten Quartal gut gehalten. Zollandrohungen hätten sich auf den Automobilsektor ausgewirkt; einige Unternehmen hätten ihre Prognosen zurückgezogen.
Insgesamt umfasse das europäische Hochzinsuniversum jedoch eine Vielzahl von Emittenten, die nicht direkt von Zöllen betroffen seien, z.B. Telekommunikationsunternehmen, Versorger, einige Emittenten aus dem Gesundheitswesen und kleinere europäische Akteure, die sich gut vor Zöllen schützen könnten. (23.06.2025/alc/a/a)
DPAM sei optimistisch für die europäischen Kreditmärkte. Die Renditeaufschläge seien auf das Niveau vom Jahresbeginn zurückgegangen. Das schaffe ein interessantes Carry-Umfeld, mit attraktiven Renditen sowohl im Investment-Grade- als auch im Hochzinsbereich. Ein konservatives Portfolio aus Anleihen mit BB- und B-Ratings erziele immer noch eine Rendite von über 4,5%.
Konjunkturumfeld günstig
Europas Wirtschaft wachse schleppend, aber leicht positiv. Solange es zu keiner Rezession komme, würden die Unternehmen weiterhin in der Lage sein, die Kupons für ihre ausstehenden Schulden zu zahlen. Darüber hinaus sei die Anlageklasse nach wie vor sehr gut nachgefragt. In diesem Jahr seien schon 1,7 Mrd. EUR in europäische Hochzinsfonds geflossen. Unternehmen würden ihre Anleihen frühzeitig refinanzieren, die Neuemissionen hätten im Mai Rekordhöhen erreicht.
Unternehmen krisenerprobt
In den vergangenen fünf Jahren hätten die Unternehmen gelernt, mit den Corona-Bedingungen, der folgenden Inflation und zuletzt der unberechenbaren US-Politik umzugehen. Unternehmen mit BB- und B-Rating hätten ihre Verschuldung vorsichtig gesteuert - die Nettoverschuldung ist im Verhältnis zum EBITDA zurückgegangen. Derzeit gebe es keine Anzeichen für übermäßige Fusionen und Übernahmen oder eine massive Refinanzierung von Dividenden.
In der CCC-Kategorie hingegen sei die Verschuldung in den vergangenen Quartalen gestiegen. Dies betreffe aber nur einen kleinen Teil des Universums. Außerdem hätten sich die Gewinne im ersten Quartal gut gehalten. Zollandrohungen hätten sich auf den Automobilsektor ausgewirkt; einige Unternehmen hätten ihre Prognosen zurückgezogen.
Insgesamt umfasse das europäische Hochzinsuniversum jedoch eine Vielzahl von Emittenten, die nicht direkt von Zöllen betroffen seien, z.B. Telekommunikationsunternehmen, Versorger, einige Emittenten aus dem Gesundheitswesen und kleinere europäische Akteure, die sich gut vor Zöllen schützen könnten. (23.06.2025/alc/a/a)


