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Covered Bonds: Emissionen über mehr als 4,5 Mrd. EUR zuletzt Anfang Februar
22.05.19 10:15
Nord LB
Hannover (www.anleihencheck.de) - Mit einem Emissionsvolumen von EUR 4,5 Mrd., verteilt auf fünf Neuemissionen, waren die vergangenen fünf Handelstage die emissionsstärksten seit Anfang Februar, so Henning Walten und Dr. Frederik Kunze von der NORD/LB.
Den Auftakt hätten die spanische ABANCA und die ING-DiBa mit einer Dual-Tranche markiert. Dabei sei der ABANCA-Deal die erste EUR-Benchmark des Emittenten seit der Umfirmierung gewesen. Die im Januar dieses Jahres fällig gewordene Benchmark sei noch unter dem Namen NCG Banco begeben worden, weshalb man nicht von einem Debüt sprechen würde. Der hypothekarisch-besicherte Bond (ISIN ES0465936054 / WKN A2R2K9) im Volumen von EUR 750 Mio. und einer Laufzeit von zehn Jahren habe nach einer anfänglichen Guidance von ms +40 Bp area zwei Basispunkte enger bei ms +38 Bp gepreist werden können.
Ebenfalls am vergangenen Donnerstag sei die ING-DiBa mit einer Dual-Tranche, bestehend aus zwei Hypothekenpfandbriefen mit Laufzeiten von acht (ISIN DE000A1KRJT0 / WKN A1KRJT) bzw. 20 Jahren (ISIN DE000A1KRJU8 / WKN A1KRJU) und einem Volumen von jeweils EUR 750 Mrd., auf ihren Investorenkreis zugegangen. Mit einem Pricing von ms -2 Bp sei der 8y-Pfandbrief damit der erste Bond seit Anfang November gewesen, der unter Mid-Swap gepreist worden sei. Die deutlich länger laufende Anleihe sei mit ms +8 Bp drei Basispunkte enger gefixt worden als bei Buchöffnung avisiert. Zuletzt sei ING-Diba davor im Oktober 2018 am Markt aktiv gewesen und habe damals wie heute eine Dual-Tranche gewählt.
Zum Wochenbeginn seien dann noch die schwedische Swedbank, welche bereits Ende Januar einen siebenjährigen Bond habe platzieren können, sowie BPCE aus Frankreich gefolgt, die ebenfalls zum zweiten Mal im laufenden Jahr im EUR-Benchmarksegment aktiv gewesen seien. Die Schweden hätten eine gedeckte Anleihe (ISIN XS2002504194 / WKN A2R2RK) im Volumen von EUR 1,25 Mrd., einer Laufzeit von sechs Jahren und einem Pricing von ms +2 Bp begeben. BPCE habe mit seinem 12y-Bond (ISIN FR0013421799 / WKN A2R2RH) erstmals seit Oktober 2017 wieder eine EUR-Benchmark mit einer Laufzeit von mehr als zehn Jahren platziert. Die Anleihe im Volumen von EUR 1,0 Mrd. habe zu ms +12 Bp am Markt platziert werden können. Anders als in den vorherigen Wochen sei das Investoreninteresse an den Bonds deutlich gedämpfter gewesen. Darauf würden zumindest die geringen Bid-to-Cover-Ratios hindeuten; lediglich der kürzer laufende Pfandbrief der ING-DiBa sei mehr als doppelt überzeichnet gewesen.
Am gestrigen Mittwoch habe die LBBW noch einen USD 750 Mio. großen grünen USD-Hypothekenpfandbrief mit einer - im Segment der USD-Benchmarks nicht unüblichen - Laufzeit von drei Jahren bei ms +24 Bp emittiert.
Nachdem die Korea Housing Finance Corporation (KHFC) im vergangenen Oktober mit einem Social Covered Bond nicht nur ihr Debüt im Euro denominierten Benchmarksegment sondern auch das koreanische EUR-Covered Bond-Debüt begeben habe, habe der südkoreanische Emittent zu Beginn der Woche für eine Ende Mai beginnende Roadshow mandatiert, auf die im Anschluss eine Emission eines fünf Jahre laufenden Social Covered Bonds folgen solle. Als staatliche Institution verstehe sich das Institut als Partner der Familien mit niedrigeren und mittleren Einkommen. Diesem Auftrag komme der Emittent nicht zuletzt mittels explizit auf diese Kundengruppen zugeschnittenen Produkten bzw. Geschäftsfeldern nach. Während die ausstehende Benchmark über ein Aa1-Rating von Moody's verfüge, sei für den geplanten Bond ein vorläufiges Rating von AAA durch S&P vergeben worden. Dies sei möglich, da KHFC seine Covered Bonds auf stand-alone-Basis begebe und nicht - wie sonst für Benchmarks üblich - im Zuge eines Emissionsprogramms.
Bisher seien aus dem südosteuropäischen Binnenstaat und EU-Beitrittskandidat Serbien noch keine Gehversuche mit Covered Bonds unternommen worden. Entsprechend verfüge das Land auch noch nicht über ein Covered Bond-Gesetz. Bloomberg-Meldungen zufolge habe sich die National Bank of Serbia, die auch mit der Bankenabwicklung betraute Zentralbank des Landes, nunmehr zum Ziel gesetzt, mögliche Vorteile und Risiken von Covered Bonds zu evaluieren. Dabei berufe sich die Nachrichtenagentur auf die E-Mail-Kommunikation mit der National Bank of Serbia. Demzufolge würden die Zentralbanker aufmerksam die regulatorischen Entwicklungen auf EU-Ebene analysieren und in ihre Bewertungen für Serbien auch den möglichen Einfluss von Covered Bonds auf die Finanzmarktstabilität mit einbeziehen. Weiter heiße es, dass ein Rahmenwerk den effizienten Handel sowohl in den Primär- und Sekundärmärkten ermöglichen müsse und dabei sowohl die Investoren und als auch die Emittenten zu schützen habe.
Auch wenn die Erfahrung zeige, dass es regelmäßig ein weiter Weg von der Interessenbekundung bis zum ersten Testgeschäft sei, würden die Analysten der NORD/LB die Überlegungen der National Bank of Serbia begrüßen. Dabei sei es aber an dieser Stelle noch zu früh, um seriöse Abschätzungen abzugeben ob und wann wichtige Meilensteine - wie zum Beispiel ein erster Gesetzesentwurf - erreicht würden. Immerhin, auch wenn Serbien als EU-Beitrittskandidat nach Auffassung der Analysten der NORD/LB noch nicht unmittelbar unter das neue Covered Bond-Rahmenwerk falle, dürfte das aus Richtlinie und Verordnung bestehende Paket wichtige potenzielle Eckpfeiler für Serbien vorgeben.
Das allgemeine Marktumfeld und die Nachrichtenlage seien aktuell negativ, dies habe auch deutliche Auswirkungen auf den Primär- und Sekundärmarkt. Die Nachfrage nach Neuemission sei zwar immer noch da, jedoch würden sich die Orderbücher deutlich verhaltener füllen und es gebe auch wieder etwas mehr Neuemissionsprämie. Im Sekundärmarkt sahen wir viele Abgeber, das Kaufinteresse ist deutlich geringer, dadurch gingen auch die Spreads leicht wider, so die Analysten der NORD/LB. (Ausgabe 20 vom 22.05.2019) (22.05.2019/alc/a/a)
Den Auftakt hätten die spanische ABANCA und die ING-DiBa mit einer Dual-Tranche markiert. Dabei sei der ABANCA-Deal die erste EUR-Benchmark des Emittenten seit der Umfirmierung gewesen. Die im Januar dieses Jahres fällig gewordene Benchmark sei noch unter dem Namen NCG Banco begeben worden, weshalb man nicht von einem Debüt sprechen würde. Der hypothekarisch-besicherte Bond (ISIN ES0465936054 / WKN A2R2K9) im Volumen von EUR 750 Mio. und einer Laufzeit von zehn Jahren habe nach einer anfänglichen Guidance von ms +40 Bp area zwei Basispunkte enger bei ms +38 Bp gepreist werden können.
Ebenfalls am vergangenen Donnerstag sei die ING-DiBa mit einer Dual-Tranche, bestehend aus zwei Hypothekenpfandbriefen mit Laufzeiten von acht (ISIN DE000A1KRJT0 / WKN A1KRJT) bzw. 20 Jahren (ISIN DE000A1KRJU8 / WKN A1KRJU) und einem Volumen von jeweils EUR 750 Mrd., auf ihren Investorenkreis zugegangen. Mit einem Pricing von ms -2 Bp sei der 8y-Pfandbrief damit der erste Bond seit Anfang November gewesen, der unter Mid-Swap gepreist worden sei. Die deutlich länger laufende Anleihe sei mit ms +8 Bp drei Basispunkte enger gefixt worden als bei Buchöffnung avisiert. Zuletzt sei ING-Diba davor im Oktober 2018 am Markt aktiv gewesen und habe damals wie heute eine Dual-Tranche gewählt.
Zum Wochenbeginn seien dann noch die schwedische Swedbank, welche bereits Ende Januar einen siebenjährigen Bond habe platzieren können, sowie BPCE aus Frankreich gefolgt, die ebenfalls zum zweiten Mal im laufenden Jahr im EUR-Benchmarksegment aktiv gewesen seien. Die Schweden hätten eine gedeckte Anleihe (ISIN XS2002504194 / WKN A2R2RK) im Volumen von EUR 1,25 Mrd., einer Laufzeit von sechs Jahren und einem Pricing von ms +2 Bp begeben. BPCE habe mit seinem 12y-Bond (ISIN FR0013421799 / WKN A2R2RH) erstmals seit Oktober 2017 wieder eine EUR-Benchmark mit einer Laufzeit von mehr als zehn Jahren platziert. Die Anleihe im Volumen von EUR 1,0 Mrd. habe zu ms +12 Bp am Markt platziert werden können. Anders als in den vorherigen Wochen sei das Investoreninteresse an den Bonds deutlich gedämpfter gewesen. Darauf würden zumindest die geringen Bid-to-Cover-Ratios hindeuten; lediglich der kürzer laufende Pfandbrief der ING-DiBa sei mehr als doppelt überzeichnet gewesen.
Nachdem die Korea Housing Finance Corporation (KHFC) im vergangenen Oktober mit einem Social Covered Bond nicht nur ihr Debüt im Euro denominierten Benchmarksegment sondern auch das koreanische EUR-Covered Bond-Debüt begeben habe, habe der südkoreanische Emittent zu Beginn der Woche für eine Ende Mai beginnende Roadshow mandatiert, auf die im Anschluss eine Emission eines fünf Jahre laufenden Social Covered Bonds folgen solle. Als staatliche Institution verstehe sich das Institut als Partner der Familien mit niedrigeren und mittleren Einkommen. Diesem Auftrag komme der Emittent nicht zuletzt mittels explizit auf diese Kundengruppen zugeschnittenen Produkten bzw. Geschäftsfeldern nach. Während die ausstehende Benchmark über ein Aa1-Rating von Moody's verfüge, sei für den geplanten Bond ein vorläufiges Rating von AAA durch S&P vergeben worden. Dies sei möglich, da KHFC seine Covered Bonds auf stand-alone-Basis begebe und nicht - wie sonst für Benchmarks üblich - im Zuge eines Emissionsprogramms.
Bisher seien aus dem südosteuropäischen Binnenstaat und EU-Beitrittskandidat Serbien noch keine Gehversuche mit Covered Bonds unternommen worden. Entsprechend verfüge das Land auch noch nicht über ein Covered Bond-Gesetz. Bloomberg-Meldungen zufolge habe sich die National Bank of Serbia, die auch mit der Bankenabwicklung betraute Zentralbank des Landes, nunmehr zum Ziel gesetzt, mögliche Vorteile und Risiken von Covered Bonds zu evaluieren. Dabei berufe sich die Nachrichtenagentur auf die E-Mail-Kommunikation mit der National Bank of Serbia. Demzufolge würden die Zentralbanker aufmerksam die regulatorischen Entwicklungen auf EU-Ebene analysieren und in ihre Bewertungen für Serbien auch den möglichen Einfluss von Covered Bonds auf die Finanzmarktstabilität mit einbeziehen. Weiter heiße es, dass ein Rahmenwerk den effizienten Handel sowohl in den Primär- und Sekundärmärkten ermöglichen müsse und dabei sowohl die Investoren und als auch die Emittenten zu schützen habe.
Auch wenn die Erfahrung zeige, dass es regelmäßig ein weiter Weg von der Interessenbekundung bis zum ersten Testgeschäft sei, würden die Analysten der NORD/LB die Überlegungen der National Bank of Serbia begrüßen. Dabei sei es aber an dieser Stelle noch zu früh, um seriöse Abschätzungen abzugeben ob und wann wichtige Meilensteine - wie zum Beispiel ein erster Gesetzesentwurf - erreicht würden. Immerhin, auch wenn Serbien als EU-Beitrittskandidat nach Auffassung der Analysten der NORD/LB noch nicht unmittelbar unter das neue Covered Bond-Rahmenwerk falle, dürfte das aus Richtlinie und Verordnung bestehende Paket wichtige potenzielle Eckpfeiler für Serbien vorgeben.
Das allgemeine Marktumfeld und die Nachrichtenlage seien aktuell negativ, dies habe auch deutliche Auswirkungen auf den Primär- und Sekundärmarkt. Die Nachfrage nach Neuemission sei zwar immer noch da, jedoch würden sich die Orderbücher deutlich verhaltener füllen und es gebe auch wieder etwas mehr Neuemissionsprämie. Im Sekundärmarkt sahen wir viele Abgeber, das Kaufinteresse ist deutlich geringer, dadurch gingen auch die Spreads leicht wider, so die Analysten der NORD/LB. (Ausgabe 20 vom 22.05.2019) (22.05.2019/alc/a/a)
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| Kurs | Vortag | Veränderung | Datum/Zeit | |
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