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Covered Bonds: Zu Beginn der Woche vier Emissionen in Höhe von 2,5 Mrd. EUR
20.06.18 09:45
Nord LB
Hannover (www.anleihencheck.de) - In den vergangenen fünf Handelstagen wurden vier Benchmarks im Gesamtvolumen von EUR 2,5 Mrd. am Markt platziert und erhöhten somit das im Juni begebene Volumen auf EUR 8,5 Mrd., so Henning Walten von der Nord LB.
Sowohl einen Tag vor, am Tag selbst, als auch einen Tag nach der Ankündigung der EZB, ihr Ankaufprogramm zum Jahresende auslaufen zu lassen, hätten sich Emittenten am Primärmarkt zurückgehalten und auf die Emission von Covered Bonds verzichtet.
Die erste Emission nach der EZB-Entscheidung habe die Société Générale SFH begeben, welche ihren Bond (ISIN FR0013345048 / WKN A192H5) in Höhe von EUR 750 Mio. mit einer Laufzeit von 7,6 Jahren zu Beginn der aktuellen Woche bei ms -3 Bp habe platzieren können. Dabei habe sich der Reoffer-Spread im Vergleich zur Guidance um 3 Bp eingeengt. Die Käufer des Bonds hätten sich auf die drei Investorengruppen Banken (37%), Asset Manager (36%) sowie CB & OIs (27%) verteilt. Dabei sei der Großteil der Investoren aus Deutschland/Österreich (33%), Frankreich (27%) und Skandinavien (20%) gekommen.
Seine Debütemission im Segment der Green Covered Bonds habe die LBBW ebenfalls am Montag begeben. Dabei habe sie eine Laufzeit von fünf Jahren und ein Volumen von EUR 500 Mio. gewählt. Aufgrund der starken Nachfrag (Bid-to-Cover Ratio von 3,2) habe der Bond (ISIN DE000LB1P9C8 / WKN LB1P9C) nach einer anfänglichen Guidance von ms -9 Bp area final bei ms -12 Bp gepriced werden können. Neben einem hohen Anteil an Banken (42%) sahen wir zudem Asset Manager (24%), CB & OIs (23%) und Versicherer/Pensionsfonds (11%) auf der Abnehmerseite, so die Analysten der Nord LB.
Am gestrigen Dienstag seien dann noch die Caffil (ISIN FR0013345485) und Erste Bank Group (ISIN XS1845161790) auf ihre Investoren zugegangen. Dabei habe der französische Emittent nicht nur seinen vierten Bond in 2018 sondern auch den vierten Bond mit einer 20-jährigen Laufzeit in diesem Jahr emittiert. Aufgrund der langen Laufzeit habe das Pricing der EUR 500 Mio. großen Emission letzten Endes bei ms +14 Bp gelegen, nach dem sich der Spread im Laufe des Bookbuildingprozesses um 3 Bp eingeengt habe.
Die österreichische Erste Bank Group habe sich bereits zum dritten Mal in diesem Jahr am Primärmarkt gezeigt. Während das gewählte Volumen den beiden vorherigen Emissionen entsprochen habe (EUR 750 Mio.), habe es sich bei der Laufzeit um den am kürzesten laufenden der drei Bonds gehandelt (sechs Jahre im Vergleich zu acht bzw. zehn Jahren). Mit Blick auf das Pricing habe sich der Reoffer-Spread (ms -2 Bp) im Vergleich zur Guidance (ms flat area) zwar ebenfalls einengen können, allerdings im Gegensatz zu den anderen drei Emissionen nur um 2 Bp. Wie für Bonds aus Österreich üblich sahen wir auf der Käuferseite verstärkt Investoren aus Deutschland und Österreich (70%), so die Analysten der Nord LB. Mit Blick auf die Investorenart seien 43% an Banken und 30% an CB% OI zugeteilt worden, wohingegen der Anteil von Asset Managern/Fonds bei zusammen 17% gelegen habe.
Die EZB habe am vergangenen Donnerstag die Beendigung ihres Ankaufprogramms zum Jahresende bekannt gegeben. Das aktuelle monatliche Ankaufvolumen in Höhe von EUR 30 Mrd. solle dabei zunächst bis Ende September aufrechterhalten werden und dann für das letzte Quartal 2018 auf EUR 15 Mrd. halbiert werden. Mit Ablauf des Jahres würden dann nur noch die Fälligkeiten aus den einzelnen Ankaufprogrammen am Markt reinvestiert, welche die EZB für den Zeitraum der ersten fünf Monate des kommenden Jahres mit rund EUR 91 Mrd. reportet habe. Wir gehen davon aus, dass eine Reinvestition der Fälligkeiten bis mindestens zum Jahresende 2020 erfolgt, so die Analysten der Nord LB.
Vergangene Woche habe das luxemburgische Parlament das bereits angekündigte Gesetz zur Emission von Green Covered Bonds verabschiedet und damit den Weg für die erstmalige Emission eines Green Bonds auf gesetzlicher Basis frei gemacht. Das Gesetz ziele dabei auf die Refinanzierung von Projekten im Bereich Erneuerbare Energien ab und grenze sich somit von den beiden gängigsten Formen des Covered Bonds, dem hypothekarisch- und dem öffentlich-besicherten Covered Bond, ab. Während die Emission solcher Bonds nur durch Institute mit Sitz in Luxemburg erfolgen könne, unterlägen die in den Deckungsstöcken enthaltenen Assets keiner geografischen Beschränkung. Inwieweit die Gesetzesgrundlage und insbesondere das Labeling dieses Instruments von der Harmonisierung des europäischen Covered Bond-Marktes und der möglichen Einführung von European Secured Notes (ESN) betroffen sei, könne zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht beurteilt werden.
Nachdem bereits Moody's kürzlich eine positive Ratinganpassung für griechische Covered Bond-Programme vorgenommen habe, versehe nun auch Fitch vier Programme aus Griechenland mit einem Ratingupgrade. Neben dem Programm der Alpha Bank (von B+ auf BB-) gehe es auch für das Programm der Piräus Bank einen Notch nach oben (ebenfalls von B+ auf BB-). Auch die beiden Programme der National Bank of Greece hätten das exakt selbe Upgrade wie die beiden anderen Programme erfahren und würden nun einen Notch höher mit BB- beurteilt.
Die Bausparkasse Mainz (BKM) sei von der BaFin zur Emission von Hypothekenpfandbriefen ermächtigt worden. Damit sei die Bausparkasse ihrem Ziel, die eigene Refinanzierung durch die Begebung von Hypothekenpfandbriefen weiter zu diversifizieren, deutlich näher gekommen. Dabei sollten Pfandbriefe in der Größenordnung von EUR 5 Mio. bis EUR 20 Mio. und einem jährlichen Emissionsvolumen von EUR 100 Mio. bei institutionellen Investoren platziert werden und damit der wachsende Bestand an Baudarlehen erstmalig im Herbst 2018 durch eine Pfandbriefemission zu günstigeren Konditionen refinanziert werden.
Die Spreads hätten nach dem EZB-Meeting kaum Bewegung gezeigt. Die Emissionen zum Wochenbeginn hätten sich einer guten Nachfrage ausgesetzt gesehen, was darauf hindeute, dass der Markt die Ankündigung der Zentralbank positiv aufgenommen habe, auch wenn es für eine finale Beurteilung der Reaktion der Märkte noch zu früh sei. (20.06.2018/alc/a/a)
Sowohl einen Tag vor, am Tag selbst, als auch einen Tag nach der Ankündigung der EZB, ihr Ankaufprogramm zum Jahresende auslaufen zu lassen, hätten sich Emittenten am Primärmarkt zurückgehalten und auf die Emission von Covered Bonds verzichtet.
Die erste Emission nach der EZB-Entscheidung habe die Société Générale SFH begeben, welche ihren Bond (ISIN FR0013345048 / WKN A192H5) in Höhe von EUR 750 Mio. mit einer Laufzeit von 7,6 Jahren zu Beginn der aktuellen Woche bei ms -3 Bp habe platzieren können. Dabei habe sich der Reoffer-Spread im Vergleich zur Guidance um 3 Bp eingeengt. Die Käufer des Bonds hätten sich auf die drei Investorengruppen Banken (37%), Asset Manager (36%) sowie CB & OIs (27%) verteilt. Dabei sei der Großteil der Investoren aus Deutschland/Österreich (33%), Frankreich (27%) und Skandinavien (20%) gekommen.
Seine Debütemission im Segment der Green Covered Bonds habe die LBBW ebenfalls am Montag begeben. Dabei habe sie eine Laufzeit von fünf Jahren und ein Volumen von EUR 500 Mio. gewählt. Aufgrund der starken Nachfrag (Bid-to-Cover Ratio von 3,2) habe der Bond (ISIN DE000LB1P9C8 / WKN LB1P9C) nach einer anfänglichen Guidance von ms -9 Bp area final bei ms -12 Bp gepriced werden können. Neben einem hohen Anteil an Banken (42%) sahen wir zudem Asset Manager (24%), CB & OIs (23%) und Versicherer/Pensionsfonds (11%) auf der Abnehmerseite, so die Analysten der Nord LB.
Am gestrigen Dienstag seien dann noch die Caffil (ISIN FR0013345485) und Erste Bank Group (ISIN XS1845161790) auf ihre Investoren zugegangen. Dabei habe der französische Emittent nicht nur seinen vierten Bond in 2018 sondern auch den vierten Bond mit einer 20-jährigen Laufzeit in diesem Jahr emittiert. Aufgrund der langen Laufzeit habe das Pricing der EUR 500 Mio. großen Emission letzten Endes bei ms +14 Bp gelegen, nach dem sich der Spread im Laufe des Bookbuildingprozesses um 3 Bp eingeengt habe.
Die EZB habe am vergangenen Donnerstag die Beendigung ihres Ankaufprogramms zum Jahresende bekannt gegeben. Das aktuelle monatliche Ankaufvolumen in Höhe von EUR 30 Mrd. solle dabei zunächst bis Ende September aufrechterhalten werden und dann für das letzte Quartal 2018 auf EUR 15 Mrd. halbiert werden. Mit Ablauf des Jahres würden dann nur noch die Fälligkeiten aus den einzelnen Ankaufprogrammen am Markt reinvestiert, welche die EZB für den Zeitraum der ersten fünf Monate des kommenden Jahres mit rund EUR 91 Mrd. reportet habe. Wir gehen davon aus, dass eine Reinvestition der Fälligkeiten bis mindestens zum Jahresende 2020 erfolgt, so die Analysten der Nord LB.
Vergangene Woche habe das luxemburgische Parlament das bereits angekündigte Gesetz zur Emission von Green Covered Bonds verabschiedet und damit den Weg für die erstmalige Emission eines Green Bonds auf gesetzlicher Basis frei gemacht. Das Gesetz ziele dabei auf die Refinanzierung von Projekten im Bereich Erneuerbare Energien ab und grenze sich somit von den beiden gängigsten Formen des Covered Bonds, dem hypothekarisch- und dem öffentlich-besicherten Covered Bond, ab. Während die Emission solcher Bonds nur durch Institute mit Sitz in Luxemburg erfolgen könne, unterlägen die in den Deckungsstöcken enthaltenen Assets keiner geografischen Beschränkung. Inwieweit die Gesetzesgrundlage und insbesondere das Labeling dieses Instruments von der Harmonisierung des europäischen Covered Bond-Marktes und der möglichen Einführung von European Secured Notes (ESN) betroffen sei, könne zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht beurteilt werden.
Nachdem bereits Moody's kürzlich eine positive Ratinganpassung für griechische Covered Bond-Programme vorgenommen habe, versehe nun auch Fitch vier Programme aus Griechenland mit einem Ratingupgrade. Neben dem Programm der Alpha Bank (von B+ auf BB-) gehe es auch für das Programm der Piräus Bank einen Notch nach oben (ebenfalls von B+ auf BB-). Auch die beiden Programme der National Bank of Greece hätten das exakt selbe Upgrade wie die beiden anderen Programme erfahren und würden nun einen Notch höher mit BB- beurteilt.
Die Bausparkasse Mainz (BKM) sei von der BaFin zur Emission von Hypothekenpfandbriefen ermächtigt worden. Damit sei die Bausparkasse ihrem Ziel, die eigene Refinanzierung durch die Begebung von Hypothekenpfandbriefen weiter zu diversifizieren, deutlich näher gekommen. Dabei sollten Pfandbriefe in der Größenordnung von EUR 5 Mio. bis EUR 20 Mio. und einem jährlichen Emissionsvolumen von EUR 100 Mio. bei institutionellen Investoren platziert werden und damit der wachsende Bestand an Baudarlehen erstmalig im Herbst 2018 durch eine Pfandbriefemission zu günstigeren Konditionen refinanziert werden.
Die Spreads hätten nach dem EZB-Meeting kaum Bewegung gezeigt. Die Emissionen zum Wochenbeginn hätten sich einer guten Nachfrage ausgesetzt gesehen, was darauf hindeute, dass der Markt die Ankündigung der Zentralbank positiv aufgenommen habe, auch wenn es für eine finale Beurteilung der Reaktion der Märkte noch zu früh sei. (20.06.2018/alc/a/a)
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