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Covered Bonds: AXA mit Debüt, Helaba mit negativer Rendite
03.07.19 11:45
Nord LB
Hannover (www.anleihencheck.de) - Mit lediglich zwei Emissionen, welche durch die Helaba und die AXA am Primärmarkt platziert wurden, deutete sich einmal mehr der Beginn der Sommerpause am Markt an, so Matthias Melms, CIIA, CCrA und Henning Walten, CIIA bei Nord LB.
Bereits vergangene Woche sei mit der Mediobanca wenig Aktivität bei Neuemissionen zu verzeichnen gewesen. Den Startpunkt der Emissionstätigkeit in den vergangenen fünf Handelstagen habe die Helaba bereits am Mittwoch (26. Juni) mit einem Hypothekenpfandbrief (ISIN XS2022037795 / WKN HLB2PY) im Volumen von EUR 750 Mio. und einer Laufzeit von fünf Jahren markiert. Gepreist worden sei der Bond nach einer anfänglichen Guidance von ms flat area bei ms -2 BP, was gleichbedeutend mit einer negativen Emissionsrendite gewesen sei. Trotz dieser Rendite habe das Orderbuch auf über EUR 1,1 Mrd. anwachsen können, was wiederum einer Bid-toCover Ratio von 1,5 entspreche. Das Volumen sei dabei, wie bei deutschen Emissionen üblich, verstärkt dem heimischen Markt (zzgl. Österreich) (59,6%) zugeteilt worden. Darüber hinaus hätten auch Investoren aus den Nordics (16,1%) und den Benelux-Staaten (11,5%) nennenswerte Anteile erworben.
Auch die Debütemission der AXA Home Loan SFH sei in der vergangenen Woche in Form einer EUR 1,0 Mrd. großen Transaktion über die Bühne gegangen. Das Papier (ISIN FR0013432069 / WKN A2R4L5) mit einer Laufzeit von acht Jahren habe im Vergleich zur Guidance um drei Basispunkte enger bei ms +7 BP gefixt werden können. Da die AXA bisher nur über ihr Vehikel AXA Bank Europe SCF am Covered Bond-Markt aktiv gewesen sei, hätten sich die Analysten bereits in der Ausgabe der vergangenen Woche dem neuen Emissionsvehikel gewidmet. Das EUR-Benchmarkdebüt sei zu 29% Investoren aus Deutschland und Österreich zugeteilt worden. Erst danach seien heimische Investoren (20%) gefolgt. Weitere 25% seien an Käufer aus Skandinavien (15%) sowie den Benelux-Staaten (10%) gegangen. Mit Blick auf die vertretenen Sektoren seien 39% des Emissionsvolumens an Central Banks/OI zugeteilt worden, während Asset Manager 30% erhalten hätten. Erst danach würden Banken-Treasuries mit einem Anteil von 29% folgen. Das Orderbuch habe sich aus rund 75 Orders im Gesamtvolumen von EUR 1,5 Mrd. zusammengesetzt.
Ebenfalls aus Frankreich sei die Nachricht zu vernehmen gewesen, dass die Société Générale ab heute auf Roadshow sei und ihren Investoren ihr "Positive Impact Covered Bond Framework" vorstelle. Damit stehe die erste Emission eines französischen Green Covered in den Startlöchern und könnte zeitnah gelauncht werden. Die Standard Chartered Bank Korea habe zudem vermeldet, dass sie einen über KRW 500 Mio. lautenden Covered Bond (KORFBK 1.66 06/27/24) mit einer Laufzeit von fünf Jahren und einem fixen Kupon habe platzieren können.
Die Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba) sei nach Daten der Analysten erst der dritte Emittent, der einen Covered Bond im Benchmarkformat mit einer negativen Emissionsrendite begeben habe. Die in der vergangenen Woche emittierte HESLAN 0 07/03/24 habe bei ms -2 BP emittiert werden können, was einer Emissionsrendite von -0,227% entspreche. Dabei habe ein Orderbuch von EUR 1,1 Mrd. generiert werden können, was nach Ansicht der Analysten ein deutliches Zeichen sei, dass im aktuellen Zinsumfeld eine ausreichend hohe Nachfrage nach Covered Bonds mit negativen Renditen gegeben sei. Zwar hätten Banken mit einer Allokationsquote von 41,7% die größte Investorengruppe gestellt, was aufgrund der regulatorischen Behandlung als Level 1-Asset im Rahmen der LCR-Steuerung durchaus plausibel erscheine, aber auch Asset Manager (35,8%) und Zentralbanken (22,5%) hätten einen substanziellen Anteil der Emission nachgefragt.
Auch die Deutsche Hypo habe am Montag die im Juni 2017 emittierte DHY 0 3/8 06/20/25 um weitere EUR 250 Mio. auf ein neues ausstehendes Volumen von EUR 750 Mio. tappen können. Der Reoffer-Spread von ms flat bedeute dabei eine Rendite von -0,157%. In der Vergangenheit hätten auf Basis der vorliegenden Daten bereits die Berlin Hyp und die CIBC Covered Bonds mit negativen Renditen emittieren können. Mit Swap-Renditen, die aktuell erst ab einer Laufzeit von mehr als acht Jahren positiv würden, erscheine es den Analysten zunehmend schwieriger Covered Bonds am Primärmarkt mit einer positiven Rendite zu emittieren. Die beiden jüngsten Transaktionen hätten dabei gezeigt, dass bei Investoren durchaus eine Nachfrage für Covered Bonds mit negativen Emissionsrenditen vorhanden sei, sodass zukünftig eine größere Anzahl von Transaktionen im negativen Bereich folgen könnte.
Der Primärmarkt bleibe weiterhin recht ruhig mit nur wenigen neuen Anleihen. Auch im Sekundärmarktgeschäft merke man diese Ruhe, die Umsätze würden deutlich hinter den Vormonaten zurückbleiben. Die Performance am Markt sei hingegen gemischt, die Analysten würden hohe Nachfrage nach langen Laufzeiten sehen, besonders in deutschen Pfandbriefen. In UK Covered Bonds hätten die Analysten viele Verkäufer und eine leichte Spreadausweitung gesehen. (03.07.2019/alc/a/a)
Bereits vergangene Woche sei mit der Mediobanca wenig Aktivität bei Neuemissionen zu verzeichnen gewesen. Den Startpunkt der Emissionstätigkeit in den vergangenen fünf Handelstagen habe die Helaba bereits am Mittwoch (26. Juni) mit einem Hypothekenpfandbrief (ISIN XS2022037795 / WKN HLB2PY) im Volumen von EUR 750 Mio. und einer Laufzeit von fünf Jahren markiert. Gepreist worden sei der Bond nach einer anfänglichen Guidance von ms flat area bei ms -2 BP, was gleichbedeutend mit einer negativen Emissionsrendite gewesen sei. Trotz dieser Rendite habe das Orderbuch auf über EUR 1,1 Mrd. anwachsen können, was wiederum einer Bid-toCover Ratio von 1,5 entspreche. Das Volumen sei dabei, wie bei deutschen Emissionen üblich, verstärkt dem heimischen Markt (zzgl. Österreich) (59,6%) zugeteilt worden. Darüber hinaus hätten auch Investoren aus den Nordics (16,1%) und den Benelux-Staaten (11,5%) nennenswerte Anteile erworben.
Auch die Debütemission der AXA Home Loan SFH sei in der vergangenen Woche in Form einer EUR 1,0 Mrd. großen Transaktion über die Bühne gegangen. Das Papier (ISIN FR0013432069 / WKN A2R4L5) mit einer Laufzeit von acht Jahren habe im Vergleich zur Guidance um drei Basispunkte enger bei ms +7 BP gefixt werden können. Da die AXA bisher nur über ihr Vehikel AXA Bank Europe SCF am Covered Bond-Markt aktiv gewesen sei, hätten sich die Analysten bereits in der Ausgabe der vergangenen Woche dem neuen Emissionsvehikel gewidmet. Das EUR-Benchmarkdebüt sei zu 29% Investoren aus Deutschland und Österreich zugeteilt worden. Erst danach seien heimische Investoren (20%) gefolgt. Weitere 25% seien an Käufer aus Skandinavien (15%) sowie den Benelux-Staaten (10%) gegangen. Mit Blick auf die vertretenen Sektoren seien 39% des Emissionsvolumens an Central Banks/OI zugeteilt worden, während Asset Manager 30% erhalten hätten. Erst danach würden Banken-Treasuries mit einem Anteil von 29% folgen. Das Orderbuch habe sich aus rund 75 Orders im Gesamtvolumen von EUR 1,5 Mrd. zusammengesetzt.
Die Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba) sei nach Daten der Analysten erst der dritte Emittent, der einen Covered Bond im Benchmarkformat mit einer negativen Emissionsrendite begeben habe. Die in der vergangenen Woche emittierte HESLAN 0 07/03/24 habe bei ms -2 BP emittiert werden können, was einer Emissionsrendite von -0,227% entspreche. Dabei habe ein Orderbuch von EUR 1,1 Mrd. generiert werden können, was nach Ansicht der Analysten ein deutliches Zeichen sei, dass im aktuellen Zinsumfeld eine ausreichend hohe Nachfrage nach Covered Bonds mit negativen Renditen gegeben sei. Zwar hätten Banken mit einer Allokationsquote von 41,7% die größte Investorengruppe gestellt, was aufgrund der regulatorischen Behandlung als Level 1-Asset im Rahmen der LCR-Steuerung durchaus plausibel erscheine, aber auch Asset Manager (35,8%) und Zentralbanken (22,5%) hätten einen substanziellen Anteil der Emission nachgefragt.
Auch die Deutsche Hypo habe am Montag die im Juni 2017 emittierte DHY 0 3/8 06/20/25 um weitere EUR 250 Mio. auf ein neues ausstehendes Volumen von EUR 750 Mio. tappen können. Der Reoffer-Spread von ms flat bedeute dabei eine Rendite von -0,157%. In der Vergangenheit hätten auf Basis der vorliegenden Daten bereits die Berlin Hyp und die CIBC Covered Bonds mit negativen Renditen emittieren können. Mit Swap-Renditen, die aktuell erst ab einer Laufzeit von mehr als acht Jahren positiv würden, erscheine es den Analysten zunehmend schwieriger Covered Bonds am Primärmarkt mit einer positiven Rendite zu emittieren. Die beiden jüngsten Transaktionen hätten dabei gezeigt, dass bei Investoren durchaus eine Nachfrage für Covered Bonds mit negativen Emissionsrenditen vorhanden sei, sodass zukünftig eine größere Anzahl von Transaktionen im negativen Bereich folgen könnte.
Der Primärmarkt bleibe weiterhin recht ruhig mit nur wenigen neuen Anleihen. Auch im Sekundärmarktgeschäft merke man diese Ruhe, die Umsätze würden deutlich hinter den Vormonaten zurückbleiben. Die Performance am Markt sei hingegen gemischt, die Analysten würden hohe Nachfrage nach langen Laufzeiten sehen, besonders in deutschen Pfandbriefen. In UK Covered Bonds hätten die Analysten viele Verkäufer und eine leichte Spreadausweitung gesehen. (03.07.2019/alc/a/a)
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