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Covered Bond-Markt: Emissionen im Volumen von 4,5 Mrd. EUR
26.09.18 10:15
Nord LB
Hannover (www.anleihencheck.de) - Der Primärmarkt war in den vergangenen fünf Handelstagen von einer regen Emissionsaktivität geprägt, so Dr. Frederik Kunze und Henning Walten von der Nord LB.
Insgesamt seien sieben Benchmarks im Gesamtvolumen von EUR 4,5 Mrd. am Markt platziert worden. Den Start habe in der vergangenen Woche die ING Belgium mit einem Bond (ISIN BE0002613918 / WKN A2RR84) im Volumen von EUR 1,0 Mrd. und einer Laufzeit von acht Jahren gemacht. Sei die Guidance bei Bookopening noch mit ms +6 Bp area kommuniziert worden, habe sich der Spread auf final ms +3 Bp einengen können.
Ebenfalls in der vergangenen Woche sei die Crédit Agricole (CA Home Loan) mit einer Dual-Tranche auf seine Investoren zugegangen und habe dabei sowohl das kurze als auch das lange Laufzeitende bedient. Der kurzlaufende Bond (ISIN FR0013368370 / WKN A2RSCM) (3,9 Jahre) habe bei einem Volumen von EUR 500 Mio. zu einem Reoffer-Spread von ms -9 Bp am Markt platziert werden können. Das lange Ende der Kurve habe der Emittent mit einem Bond (ISIN FR0013368388 / WKN A2RSCN) mit einer Laufzeit von 20 Jahren (fünfte Emission mit dieser Laufzeit in 2018) und EUR 1,0 Mrd. Volumen bedient. Im Vergleich zur Guidance habe der Covered Bond 3 Bp enger bei ms +12 Bp gepriced werden können.
Nachdem die Commerzbank im laufenden Jahr bereits das mittlere und lange Laufzeitende bedient habe, habe die Bank zum Wochenstart einen Hypothekenpfandbrief (ISIN DE000CZ40NB5 / WKN CZ40NB) mit einer Laufzeit von 3,8 Jahren und einem Volumen von EUR 500 Mio. emittiert. Im Vergleich zu den anderen Emissionen habe sich der Spread während des Bookbuildings lediglich um einen Basispunkt einengen können, womit der Deal final bei ms -8 Bp gefixt worden sei.
Aus Neuseeland sahen wir mit dem Covered Bond (ISIN XS1887485032 / WKN A2RSD6) der ASB Finance die erst zweite EUR-Benchmarkemission im laufenden Jahr (im Juni emittierte die BNZ), so die Analysten der Nord LB. Mit einer Restlaufzeit von sieben Jahren habe die Laufzeit exakt jener der letzten drei Emissionen aus Neuseeland betragen. Final gepriced worden sei die EUR 500 Mio. große Emission bei ms +16 Bp.
Am gestrigen Dienstag sahen wir dann noch zwei weitere Emissionen, so die Analysten der Nord LB. Die DKB habe erstmalig einen öffentlich-besicherten Social Covered Bond (ISIN DE000SCB0005 / WKN SCB000) (10y; EUR 500 Mio.; ms -3 Bp) begeben. Marktgerüchten zur Folge habe die Offer des Eurosystems dabei bei nur noch 10% des Emissionsvolumens (zuletzt 30% üblich) gelegen, was wiederum Auswirkungen auf die Spreads kommender Emissionen haben dürfte, da die Analysten der Nord LB von einer Anpassung des Ankaufverhaltens des Eurosystems mit Blick auf das Odervolumen ausgehen würden.
Das sich abzeichnende EUR-Benchmarkdebüt der Skipton Building Society sei am gestrigen Dienstag in Form einer EUR 500 Mio.-Emission (ISIN XS1887330188) mit einer Laufzeit von fünf Jahren erfolgt. Der Reoffer-Spread habe bei ms +16 Bp und damit 4 Bp enger als die anfängliche Guidance gelegen.
Am 19. September 2018 habe die European Banking Authority (EBA) ihren aktuellen Report zu den geplanten Fundingaktivitäten der EU-Kreditinstitute vorgelegt. Basierend auf den Datenzulieferungen von 159 Banken, die insbesondere die geplanten Fundingaktivitäten der Geldhäuser für die Jahre 2018 bis 2020 beinhalten würden, melde die Behörde im Rahmen ihres Berichts einen erwarteten Zuwachs der Bankassets in der Größenordnung von 6,2% bis 2020. Die EBA stelle außerdem fest, dass sich an den Finanzmärkten ein Regimeshift vollzogen habe, der aus der Kombination einer sich normalisierenden Geldpolitik mit divergierenden konjunkturellen Ausblicken sowie anhaltenden (geo)politischen Bedenken erwachse.
Die von der EBA verdichteten Fundingprojektionen würden zum Prognosehorizont 2020 einen spürbaren Anstieg der langfristigen Refinanzierungen indizieren (um 12,23% auf EUR 4.310 Mrd.). Der Zuwachs beim unbesicherten Funding dürfte - den zugelieferten Planungen folgend - dabei mit 15% (von EUR 2.400 Mrd. in 2017 auf EUR 2.700 Mrd. in 2020) größer ausfallen als bei den besicherten Instrumenten (von EUR 1.500 Mrd. auf EUR 1.700 Mrd. bzw. +8%). Bei den langfristigen besicherten Refinanzierungen sei davon auszugehen, dass Covered Bonds mit 86% gegenüber Asset-Backed Securities einen deutlichen größeren Anteil am Gesamtrefinanzierungsvolumen haben würden. Trotz der Ankündigung des EZB-Taperings leite die EBA aus den Zulieferungen der EU-Banken ab, dass sich der Covered Bond-Markt auf Sicht der kommenden Jahre weiterhin dynamisch entwickeln sollte und hebe dabei unter anderem das erwartete Emissionsvolumen in Schweden - von jeweils mehr als EUR 70 Mrd. in den Jahren 2019 und 2020 - hervor. Auch für Deutschland würden die Daten in den gleichen Jahren ein nennenswertes Emissionsvolumen andeuten, das mit jeweils mehr als EUR 40 Mrd. über dem noch für 2018 erwarteten Wert liege.
Die EBA-Einschätzung, dass das Auslaufen geldpolitischer Maßnahmen der EZB, zu nennen seien hier insbesondere das TLTRO-Funding sowie die diversen Assetankaufprogramme, zu einem Repricing bei den Refinanzierungsinstrumenten führen sollte, decke sich auch mit dem Ausblick der Analysten der Nord LB für die Spreadentwicklung bei Covered Bonds, für die sie eine deutliche Ausweitung zum Ende des ersten Quartals 2019 erwarten würden.
Der Primärmarkt laufe aktuell deutlich schwieriger als bisher. Deutlich zeige sich, dass Investoren wieder mehr New Issue Premium erwarten würden. Die mäßige Performance drücke dabei auch auf den Sekundärmarkt, hier sehe man viele Verkäufer und eine deutliche Anpassung der Sekundärmarktkurven. Wir gehen davon aus, dass sich dieses Bild fortsetzen wird, zumal wir nun auch ins vierte Quartal gehen mit nochmals weniger Ankaufvolumen von den Zentralbanken, so die Analysten der Nord LB. (26.09.2018/alc/a/a)
Insgesamt seien sieben Benchmarks im Gesamtvolumen von EUR 4,5 Mrd. am Markt platziert worden. Den Start habe in der vergangenen Woche die ING Belgium mit einem Bond (ISIN BE0002613918 / WKN A2RR84) im Volumen von EUR 1,0 Mrd. und einer Laufzeit von acht Jahren gemacht. Sei die Guidance bei Bookopening noch mit ms +6 Bp area kommuniziert worden, habe sich der Spread auf final ms +3 Bp einengen können.
Ebenfalls in der vergangenen Woche sei die Crédit Agricole (CA Home Loan) mit einer Dual-Tranche auf seine Investoren zugegangen und habe dabei sowohl das kurze als auch das lange Laufzeitende bedient. Der kurzlaufende Bond (ISIN FR0013368370 / WKN A2RSCM) (3,9 Jahre) habe bei einem Volumen von EUR 500 Mio. zu einem Reoffer-Spread von ms -9 Bp am Markt platziert werden können. Das lange Ende der Kurve habe der Emittent mit einem Bond (ISIN FR0013368388 / WKN A2RSCN) mit einer Laufzeit von 20 Jahren (fünfte Emission mit dieser Laufzeit in 2018) und EUR 1,0 Mrd. Volumen bedient. Im Vergleich zur Guidance habe der Covered Bond 3 Bp enger bei ms +12 Bp gepriced werden können.
Nachdem die Commerzbank im laufenden Jahr bereits das mittlere und lange Laufzeitende bedient habe, habe die Bank zum Wochenstart einen Hypothekenpfandbrief (ISIN DE000CZ40NB5 / WKN CZ40NB) mit einer Laufzeit von 3,8 Jahren und einem Volumen von EUR 500 Mio. emittiert. Im Vergleich zu den anderen Emissionen habe sich der Spread während des Bookbuildings lediglich um einen Basispunkt einengen können, womit der Deal final bei ms -8 Bp gefixt worden sei.
Aus Neuseeland sahen wir mit dem Covered Bond (ISIN XS1887485032 / WKN A2RSD6) der ASB Finance die erst zweite EUR-Benchmarkemission im laufenden Jahr (im Juni emittierte die BNZ), so die Analysten der Nord LB. Mit einer Restlaufzeit von sieben Jahren habe die Laufzeit exakt jener der letzten drei Emissionen aus Neuseeland betragen. Final gepriced worden sei die EUR 500 Mio. große Emission bei ms +16 Bp.
Das sich abzeichnende EUR-Benchmarkdebüt der Skipton Building Society sei am gestrigen Dienstag in Form einer EUR 500 Mio.-Emission (ISIN XS1887330188) mit einer Laufzeit von fünf Jahren erfolgt. Der Reoffer-Spread habe bei ms +16 Bp und damit 4 Bp enger als die anfängliche Guidance gelegen.
Am 19. September 2018 habe die European Banking Authority (EBA) ihren aktuellen Report zu den geplanten Fundingaktivitäten der EU-Kreditinstitute vorgelegt. Basierend auf den Datenzulieferungen von 159 Banken, die insbesondere die geplanten Fundingaktivitäten der Geldhäuser für die Jahre 2018 bis 2020 beinhalten würden, melde die Behörde im Rahmen ihres Berichts einen erwarteten Zuwachs der Bankassets in der Größenordnung von 6,2% bis 2020. Die EBA stelle außerdem fest, dass sich an den Finanzmärkten ein Regimeshift vollzogen habe, der aus der Kombination einer sich normalisierenden Geldpolitik mit divergierenden konjunkturellen Ausblicken sowie anhaltenden (geo)politischen Bedenken erwachse.
Die von der EBA verdichteten Fundingprojektionen würden zum Prognosehorizont 2020 einen spürbaren Anstieg der langfristigen Refinanzierungen indizieren (um 12,23% auf EUR 4.310 Mrd.). Der Zuwachs beim unbesicherten Funding dürfte - den zugelieferten Planungen folgend - dabei mit 15% (von EUR 2.400 Mrd. in 2017 auf EUR 2.700 Mrd. in 2020) größer ausfallen als bei den besicherten Instrumenten (von EUR 1.500 Mrd. auf EUR 1.700 Mrd. bzw. +8%). Bei den langfristigen besicherten Refinanzierungen sei davon auszugehen, dass Covered Bonds mit 86% gegenüber Asset-Backed Securities einen deutlichen größeren Anteil am Gesamtrefinanzierungsvolumen haben würden. Trotz der Ankündigung des EZB-Taperings leite die EBA aus den Zulieferungen der EU-Banken ab, dass sich der Covered Bond-Markt auf Sicht der kommenden Jahre weiterhin dynamisch entwickeln sollte und hebe dabei unter anderem das erwartete Emissionsvolumen in Schweden - von jeweils mehr als EUR 70 Mrd. in den Jahren 2019 und 2020 - hervor. Auch für Deutschland würden die Daten in den gleichen Jahren ein nennenswertes Emissionsvolumen andeuten, das mit jeweils mehr als EUR 40 Mrd. über dem noch für 2018 erwarteten Wert liege.
Die EBA-Einschätzung, dass das Auslaufen geldpolitischer Maßnahmen der EZB, zu nennen seien hier insbesondere das TLTRO-Funding sowie die diversen Assetankaufprogramme, zu einem Repricing bei den Refinanzierungsinstrumenten führen sollte, decke sich auch mit dem Ausblick der Analysten der Nord LB für die Spreadentwicklung bei Covered Bonds, für die sie eine deutliche Ausweitung zum Ende des ersten Quartals 2019 erwarten würden.
Der Primärmarkt laufe aktuell deutlich schwieriger als bisher. Deutlich zeige sich, dass Investoren wieder mehr New Issue Premium erwarten würden. Die mäßige Performance drücke dabei auch auf den Sekundärmarkt, hier sehe man viele Verkäufer und eine deutliche Anpassung der Sekundärmarktkurven. Wir gehen davon aus, dass sich dieses Bild fortsetzen wird, zumal wir nun auch ins vierte Quartal gehen mit nochmals weniger Ankaufvolumen von den Zentralbanken, so die Analysten der Nord LB. (26.09.2018/alc/a/a)
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