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Chile-Anleihe: Auch in Südamerika lässt sich gut Geld anlegen
23.07.12 15:10
Anleihencheck Research
Westerburg (www.anleihencheck.de) - Der Analyst von Anleihencheck Research, Henning Wagener, hält die Anleihe (ISIN US168863AV04 / WKN A1AZRJ) von Chile für eine grundsolide Anlagealternative im Staatsanleihen-Sektor.
Die Anleihe, emittiert von der Republik Chile, sei mit einem Kupon von 3,875 Prozent ausgestattet, laufe noch bis zum 05.08.2020 und weise eine anlegerfreundliche Stückelung von 1.000 US-Dollar auf. Bei einem aktuellen Kurs von 111,60 Prozent biete das Papier eine jährliche Rendite von 2,3 Prozent. Sowohl die Anleihe als auch der Emittent seien von der Ratingagentur Moody's mit der Note "Aa3" bewertet. Damit gelte die Anleihe nach Einschätzung von Moody's als sichere Anlage, wenngleich die Anlage längerfristig aber etwas schwerer einzuschätzen sei.
Chile profitiere insbesondere von seinen natürlichen Rohstoffen. Treibende Kraft der Wirtschaftsentwicklung seien dabei der Abbau von Kupfer sowie weiterer Rohstoffe. Das Land verfüge über die größten bekannten Kupfervorkommen der Welt und sei daher auch einer der führenden Kupferproduzenten. Die Industrie des Landes beschäftige sich vor allem mit der Verfeinerung und Verarbeitung der Bodenschätze und der land- und forstwirtschaftlichen Ressourcen.
Zusätzlich zur globalen Finanz- und Wirtschaftskrise der Jahre 2008 und 2009 sei das Land Ende Februar 2010 auch von einem schweren Erdbeben erschüttert worden, das zu materiellen Schäden in Höhe von etwa 30 Mrd. US-Dollar geführt habe. Trotzdem habe Chile im Jahr 2010 ein reales Wachstum in Höhe von 5,2 Prozent generieren können. Im Jahr 2011 sei die chilenische Wirtschaft dann sogar um 6,3 Prozent gewachsen. Die Dynamik lasse sich dabei vor allem durch Investitionen im Baugewerbe und den Konsum erklären. Hier habe das Land deutlich von Wiederaufbaumaßnahmen nach dem schweren Erdbeben profitiert. Im Mai 2010 sei Chile zudem nach Mexiko das zweite OECD-Land in Lateinamerika geworden.
Die Staatsfinanzen Chiles seien als sehr gut zu bezeichnen. So hätten sich die Staatsschulden im Jahr 2011 lediglich auf 9,4 Prozent des Bruttoinlandsproduktes belaufen. Ein Schwachpunkt der chilenischen Wirtschaft sei allerdings zweifellos die hohe Abhängigkeit von Rohstoffexporten. Vor dem Hintergrund der internationalen Schuldenkrisen hätten sich auch die Aussichten bezüglich des weiteren weltwirtschaftlichen Wachstums eingetrübt. Erst in der vergangenen Woche habe der Internationale Währungsfonds (IWF) im Rahmen seines "World Economic Outlook" die Wachstumsprognose für die Weltwirtschaft nach unten korrigiert. So werde für 2012 jetzt mit einem Wachstum der Weltwirtschaft um 3,5 Prozent gerechnet, nachdem man zuvor noch von 3,6 Prozent ausgegangen sei. Für 2013 sei die Prognose indes von zuvor 4,1 Prozent auf 3,9 Prozent reduziert worden. Allerdings stehe die neue Prognose unter der Annahme, dass die Schuldenkrise in der Euro-Zone durch gezielte finanzpolitische Maßnahmen weiter eingedämmt werden könne. Zudem habe der IWF darauf hingewiesen, dass das Risiko größerer Rückschläge für die Weltwirtschaft weiterhin hoch bleibe.
Ein Rückgang der weltweiten Wachstumsdynamik könne unterdessen nach Einschätzung der Analysten auch in niedrigeren Rohstoffnotierungen münden, was sich wiederum negativ auf die wirtschaftliche Entwicklung in Chile auswirken würde.
Nach Ansicht der Analysten von Anleihencheck Research stellt die oben genannte Staatsanleihe von Chile allerdings trotzdem eine grundsolide Anlagealternative dar. Allerdings müssten Anleger beachten, dass die Anleihe in US-Dollar notiere. Damit hätten die Investoren auch ein Wechselkursrisiko zu tragen. Allerdings habe sich der US-Dollar zum Euro zuletzt erstarkt gezeigt. In Anbetracht der Verschuldungsproblematik der Eurozone erscheine es nach Meinung der Analysten allerdings wahrscheinlich, dass der US-Dollar zum Euro in den kommenden Monaten eher weiter aufwerten könne. (Analyse vom 23.07.2012) (23.07.2012/alc/a/a)
Dieser Bericht wurde von Anleihencheck Research ausschließlich zu Informationszwecken erstellt. Die in diesem Bericht enthaltenen Angaben, Analysen und Prognosen basieren auf dem Wissensstand und der Markteinschätzung der mit der Erstellung dieses Berichtes betrauten Personen zu Redaktionsschluss. Anleihencheck Research behält sich in diesem Zusammenhang das Recht vor, jederzeit Änderungen oder Ergänzungen vorzunehmen. Die Vervielfältigung, Weiterleitung und Verteilung von Texten oder Textteilen dieses Berichtes ist ausdrücklich untersagt. Anleihencheck Research übernimmt keine Haftung für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Genauigkeit der im Bericht enthaltenen Informationen und/oder für das Eintreten der Prognosen.
Dieser Bericht richtet sich ausschließlich an Marktteilnehmer, die in der Lage sind, ihre Anlageentscheidungen eigenständig zu treffen und sich dabei nicht nur auf die Analysen und Prognosen von Anleihencheck Research stützen. Dieser Bericht ist unverbindlich und stellt weder ein Angebot zum Kauf der genannten Produkte noch eine Anlageempfehlung dar.
Die Anleihe, emittiert von der Republik Chile, sei mit einem Kupon von 3,875 Prozent ausgestattet, laufe noch bis zum 05.08.2020 und weise eine anlegerfreundliche Stückelung von 1.000 US-Dollar auf. Bei einem aktuellen Kurs von 111,60 Prozent biete das Papier eine jährliche Rendite von 2,3 Prozent. Sowohl die Anleihe als auch der Emittent seien von der Ratingagentur Moody's mit der Note "Aa3" bewertet. Damit gelte die Anleihe nach Einschätzung von Moody's als sichere Anlage, wenngleich die Anlage längerfristig aber etwas schwerer einzuschätzen sei.
Chile profitiere insbesondere von seinen natürlichen Rohstoffen. Treibende Kraft der Wirtschaftsentwicklung seien dabei der Abbau von Kupfer sowie weiterer Rohstoffe. Das Land verfüge über die größten bekannten Kupfervorkommen der Welt und sei daher auch einer der führenden Kupferproduzenten. Die Industrie des Landes beschäftige sich vor allem mit der Verfeinerung und Verarbeitung der Bodenschätze und der land- und forstwirtschaftlichen Ressourcen.
Zusätzlich zur globalen Finanz- und Wirtschaftskrise der Jahre 2008 und 2009 sei das Land Ende Februar 2010 auch von einem schweren Erdbeben erschüttert worden, das zu materiellen Schäden in Höhe von etwa 30 Mrd. US-Dollar geführt habe. Trotzdem habe Chile im Jahr 2010 ein reales Wachstum in Höhe von 5,2 Prozent generieren können. Im Jahr 2011 sei die chilenische Wirtschaft dann sogar um 6,3 Prozent gewachsen. Die Dynamik lasse sich dabei vor allem durch Investitionen im Baugewerbe und den Konsum erklären. Hier habe das Land deutlich von Wiederaufbaumaßnahmen nach dem schweren Erdbeben profitiert. Im Mai 2010 sei Chile zudem nach Mexiko das zweite OECD-Land in Lateinamerika geworden.
Ein Rückgang der weltweiten Wachstumsdynamik könne unterdessen nach Einschätzung der Analysten auch in niedrigeren Rohstoffnotierungen münden, was sich wiederum negativ auf die wirtschaftliche Entwicklung in Chile auswirken würde.
Nach Ansicht der Analysten von Anleihencheck Research stellt die oben genannte Staatsanleihe von Chile allerdings trotzdem eine grundsolide Anlagealternative dar. Allerdings müssten Anleger beachten, dass die Anleihe in US-Dollar notiere. Damit hätten die Investoren auch ein Wechselkursrisiko zu tragen. Allerdings habe sich der US-Dollar zum Euro zuletzt erstarkt gezeigt. In Anbetracht der Verschuldungsproblematik der Eurozone erscheine es nach Meinung der Analysten allerdings wahrscheinlich, dass der US-Dollar zum Euro in den kommenden Monaten eher weiter aufwerten könne. (Analyse vom 23.07.2012) (23.07.2012/alc/a/a)
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