Bunds sollten sich zum Wochenschluss gestützt zeigen


20.04.12 09:32
BayernLB

München (www.anleihencheck.de) - Gerne wird die Welt dieser Tage wieder durch die pessimistische Brille betrachtet, so die Analysten der BayernLB.

Die Frankreich-Studie einer US-Bank werde als Anlass genommen, eine Rating-Herabstufung Frankreichs zu fürchten - obwohl Moody’s erst kürzlich seine Einstufung bestätigt habe, und obwohl die Studie - eine von unzähligen - nur von einer solchen Möglichkeit spreche, ab dem Herbst. Die Konjunkturzahlen aus den USA würden negativ bewertet, obwohl die zuletzt steigenden Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe einem bekannten saisonalen Sondereffekt geschuldet seien. Und obwohl der Beschäftigungs-Teilindex mit seinem Anstieg den stärksten Stellenaufbau seit März 2011 signalisiert habe. Was den ISM-Index betreffe, würden die regionalen Umfragen insgesamt für eine Stagnation, nicht für einen Rückgang sprechen.

Und auch die gestrigen Auktionen Spaniens würden ein altbekanntes Muster zeigen: Im Vorfeld werde Panik geschürt, mit auseinander laufenden Spreads in der Folge. Die Auktionen selbst würden sich dann aber doch guter Nachfrage erfreuen - was den Markt dann nicht einmal positiv überrasche. IWF-Chefin Lagarde habe vor der Frühjahrstagung des IWF weitere Schritte im Kampf gegen die Schuldenkrise gefordert. Gelder aus den Rettungsfonds sollten direkt an angeschlagene Banken vergeben werden. Die EU-Kommission habe Italien unterdessen trotz der jüngsten Verschiebung der Sparziele ihr Vertrauen ausgesprochen. Die neuen Haushaltsziele entsprächen den veränderten wirtschaftlichen Realitäten.

Der Bund-Future (ISIN DE0009652644 / WKN 965264) habe im gestrigen Umfeld ein neues Allzeithoch bei 140,78 erzielt. Der 10J DSL Spread habe sich nach der Rating-Warnung von Fitch um gut 6 BP ausgeweitet. Bunds sollten sich zum Wochenschluss gestützt zeigen.

Der ifo-Geschäftsklimaindex sollte im April zwar leicht nachgegeben haben. Er liege aber nach wie vor auf einem hohen Niveau, das historisch sogar mit einer spürbaren Expansion der Wirtschaftsleistung korrespondiert habe. Nachdem der ifo-Index die tatsächliche Produktionsleistung bereits im Schlussquartal 2011 deutlich überzeichnet habe, sei der erwartete Rückgang im April als Normalisierung zu interpretieren. Die deutsche Wirtschaft dürfte in den kommenden Monaten von dem außergewöhnlich niedrigen Zinsniveau und der sehr guten Arbeitsmarktlage profitieren.

Heute stehe die Rede von Asmussen (EZB) um 18:45 Uhr an. (20.04.2012/alc/a/a)






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